Hallen- & Futsalregeln

    Einkick im Kinderfußball: Bedeutung & Regeln

    Der Einkick ist eine Spielfortsetzung mit dem Fuß nach Seitenaus und wird im Kinder- und Hallenfußball oft statt Einwurf genutzt. Hier bekommst du Regeln, Beispiele und typische Varianten verständlich erklärt.

    fbTobias Brenner · aktualisiert 26. Okt. 2026 · 5 Min.
    KI-generiertes Symbolbild

    Der Einkick ist eine Spielfortsetzung, bei der der Ball nach einem Ausball über die Seitenlinie mit dem Fuß wieder ins Spiel gebracht wird – statt Einwurf. Im Kinderfußball, im Hallenfußball und im Futsal ist der Einkick der Normalfall.

    Merke: Aus einem Einkick kannst du in fast allen Regelwerken kein direktes Tor erzielen – weder im Futsal noch in den Kinderspielformen der meisten Verbände. Der Ball liegt ruhig auf der Linie, wird flach gespielt, und der Gegner hält Abstand.

    Was bedeutet „Einkick“ im Kinderfußball?

    Im Erwachsenenfußball folgt auf ein Seitenaus der Einwurf. In den kleinen Spielformen der Kinder ist er abgeschafft: Laut DFB-Rahmen wird im 2 gegen 2, 3 gegen 3 und 5 gegen 5 nach Ausball eingedribbelt oder eingepasst – also eingekickt. Der Grund: Ein Einkick ist technisch einfacher als ein korrekter Einwurf, und die Kinder bleiben im „Fußballmodus“ – annehmen, passen, dribbeln, schießen.

    Ab wann eingeworfen wird, legt dein Landesverband fest. Das ist in Deutschland sehr unterschiedlich geregelt, in Österreich und der Schweiz dagegen einheitlich.

    Ab wann gibt es Einkick statt Einwurf? (Feld)

    Land / VerbandEinkick oder EindribbelnEinwurf
    DFB-Rahmen (Festivalformen bis 5 gegen 5)G-, F- und E-Jugend im 2 gegen 2 bis 5 gegen 5erst im 7 gegen 7 der E-Jugend
    Bayern (BFV)G bis E, alle Minifußball-Formen inkl. Fußball7ab D-Jugend
    Hamburg (HFV)G bis E; D wahlweise Einkick (flach, nicht über Kniehöhe) oder Eindribbelnin der D-Jugend noch nicht
    Berlin, Hessen, Westfalen, Thüringen u. a.G und Fab E-Jugend
    Österreich (ÖFB)U6 bis U10: Eindribbeln oder Passab U11 nach Regel 15
    Schweiz (SFV)G, F, E: flacher Pass oder Dribbling; D: wahlweise Hand, Flachpass oder Dribblingab C nach den offiziellen Regeln

    Wie es in deinem Verband und Kreis aussieht, zeigt der Landesverbands-Vergleich. Alles zum Einwurf selbst steht in Einwurf-Fehler vermeiden: Regeln für DFB, ÖFB und SFV.

    Einkick-Regeln: Was fast überall gilt

    Details regelt die Spielordnung bzw. Ausschreibung. Diese Grundregeln stehen in den meisten Regelwerken:

    • Der Ball liegt ruhig auf der Seitenlinie, an der Stelle, wo er das Feld verlassen hat.
    • Er wird flach mit dem Fuß gespielt oder eingedribbelt. Ein zu hoher Einkick geht in Hamburg (D-Jugend) an den Gegner.
    • Die Gegner halten Abstand: im DFB-Kinderbereich der Halle 3 m, in der Schweiz (G bis E) 5 Kinderschritte, im Futsal ab der D-Jugend 5 m.
    • Kein direktes Tor: Im Futsal gibt es Torabwurf, wenn der Einkick direkt ins gegnerische Tor geht, und Eckstoß, wenn er ins eigene Tor geht. Auch die Schweiz, der HFV und viele Hallenordnungen schließen das direkte Tor aus.
    • Der Schütze darf den Ball erst wieder spielen, wenn ein anderer Spieler ihn berührt hat.

    Einkick im Futsal (ab D-Jugend)

    Im Futsal kommen zwei Regeln dazu: Der Einkick muss innerhalb von vier Sekunden ausgeführt werden, und ein falscher Einkick wird nicht wiederholt – der Gegner bekommt den Einkick. Für Bambini bis E-Jugend gilt in der Halle nach DFB-Futsal-Ordnung keine 4-Sekunden-Regel; dort darf auch eingedribbelt werden. Einzelne Verbände weichen ab (z. B. kein Eindribbeln in Mecklenburg-Vorpommern). Mehr dazu in Einkick statt Einwurf: Technik, Regeln, Coaching.

    Beispiele aus dem Kinderfußball (Praxis)

    Beispiel 1: Einkick auf dem Kleinfeld

    Im 3 gegen 3 geht der Ball oft ins Seitenaus. Ein Kind legt ihn schnell an die Linie und passt kurz zu einem Mitspieler – oder dribbelt selbst ein. Das Spiel wird schneller, und es entstehen mehr 1-gegen-1- und Passsituationen.

    Beispiel 2: Einkick beim Hallenturnier

    In der Halle ohne Bande ist der Einkick die häufigste Spielfortsetzung. Typisch: Ein Kind kickt flach zu einem Mitspieler, der direkt abschließt – der Abschluss muss vom Mitspieler kommen, denn ein direktes Tor zählt nicht. Hier hilft Training zur Schusspräzision, wie in Schusspräzision in der Halle: 8 Zielspiele (U8–U13). Wie Einkick, Bande und Torraum in der Halle zusammenspielen, steht in Hallenfußball-Regeln DACH: Bande, Einkick, Torraum.

    Beispiel 3: Einkick als „Mini-Freistoß“

    Ältere Teams nutzen den Einkick wie einen ruhenden Ball: kurz antäuschen, Pass in die Tiefe, Abschluss. Das ist eng verwandt mit dem Freistoß – passende Grundlagen findest du bei Freistoß - Regeln und Arten im Kinderfußball. Fertige Abläufe zum Üben: 3 Einkick-Spielzüge für Kinder (E–C-Jugend).

    Warum gibt es Einkick statt Einwurf?

    Der Einwurf ist koordinativ anspruchsvoll (beide Hände, Ball hinter dem Kopf, Füße am Boden). Beim Einkick sammeln Kinder schneller Erfolgserlebnisse und lernen gleichzeitig:

    • saubere Pässe unter Gegnerdruck
    • Ballmitnahme und Orientierung
    • schnelles Umschalten nach Ausball

    Verwandte Begriffe (kurz erklärt)

    • Einwurf: Spielfortsetzung mit den Händen nach Seitenaus (im Erwachsenenfußball Standard).
    • Eindribbeln: Der Ball wird von der Linie aus ins Feld gedribbelt statt gepasst – in den meisten Kinderspielformen gleichwertig zum Einkick.
    • Freistoß: Ruhender Ball nach Foul/Regelverstoß – siehe Freistoß - Regeln und Arten im Kinderfußball.
    • Eckball: Wenn der Ball über die Torauslinie geht und zuletzt von der verteidigenden Mannschaft berührt wurde. In vielen Kinderspielformen wird auch die Ecke eingedribbelt oder eingepasst. Für ältere Kinder interessant: Eckball verteidigen: einfache Regeln & Aufgaben (U10+).

    Häufig gestellte Fragen

    In den meisten Regelwerken nicht. Im Futsal gibt es Torabwurf für den Gegner, wenn der Einkick direkt ins Tor geht. Auch im Schweizer Kinderfußball, in den Hamburger Hallenrunden und in vielen Hallenordnungen zählt kein direktes Tor. Der Ball muss erst von einem anderen Spieler berührt werden.

    Das hängt vom Regelwerk ab: In der Halle sieht die DFB-Futsal-Ordnung für Bambini bis E-Jugend 3 m vor, im Futsal ab der D-Jugend sind es 5 m. In der Schweiz halten Gegner in G bis E mindestens 5 Kinderschritte Abstand. Für dein Spiel gilt die Durchführungsbestimmung deines Verbands oder die Turnierausschreibung.

    Der Einkick ist koordinativ leichter als ein korrekter Einwurf und bringt mehr Aktionen mit dem Fuß: Passspiel, Ballannahme, Dribbling und schnelles Umschalten. Deshalb gibt es in den DFB-Spielformen bis zum 5 gegen 5 keinen Einwurf, und auch Österreich (bis U10) und die Schweiz (bis zur E-Jugend) setzen auf Eindribbeln oder Pass.

    Vier Sekunden, sobald das Team bereit ist. Dauert es länger oder wird der Einkick falsch ausgeführt, bekommt der Gegner den Einkick. Für Bambini bis E-Jugend gilt diese 4-Sekunden-Regel in der Halle laut DFB-Futsal-Ordnung nicht.

    Ähnliche Begriffe im Lexikon

    Übungen zu "Einkick"

    Diese Übungen wenden den Begriff praktisch an

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    kinderfußball regel einkick
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