Freistoß - Regeln und Arten im Kinderfußball
Der Freistoß ist ein zentrales Element im Fußball, doch im Kinderbereich gelten oft vereinfachte Regeln. Dieser Artikel erklärt den Unterschied zwischen direktem und indirektem Freistoß sowie die Besonderheiten bei Abständen und Ausführung im Kleinfeldbereich.
Was ist ein Freistoß im Kinderfußball?
Ein Freistoß ist eine Methode, das Spiel nach einem Foul oder einem Regelverstoß wieder aufzunehmen. Dabei darf die Mannschaft, an der das Vergehen begangen wurde, den Ball von der Stelle des Geschehens aus ohne Behinderung durch den Gegner wieder ins Spiel bringen.
Ausführliche Erklärung: So funktionieren die Freistoß-Regeln
Im Kinderfußball (G- bis E-Jugend) sind die Regeln oft etwas vereinfacht, um den Spielfluss zu fördern und den Kindern den Spaß am Sport zu vermitteln. Dennoch gibt es klare Unterschiede, die Trainer und Eltern kennen sollten. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Arten:
- Der direkte Freistoß: Hierbei darf der Schütze den Ball direkt ins gegnerische Tor schießen, um einen Treffer zu erzielen. Er wird meist bei physischen Vergehen wie Foulspiel, Handspiel oder Stoßen gegeben.
- Der indirekte Freistoß: Ein Tor kann nur erzielt werden, wenn nach dem Ausführen noch ein zweiter Spieler (egal welcher Mannschaft) den Ball berührt hat. Geht der Ball ohne Berührung ins Tor, gibt es Abstoß. Indirekte Freistöße werden oft bei technischen Fehlern (z.B. Rückpassregel beim Torwart) verhängt.
Wichtig für den Kinderfußball: In vielen Landesverbänden (insbesondere bei den neuen Spielformen wie Funino) werden Fouls oft generell mit einem indirekten Freistoß oder dem einfachen „Eindribbeln“ geahndet, um taktisches Zeitspiel durch Mauern zu verhindern.
Die Mauer und der Abstand
Ein zentraler Punkt der Freistoß Regeln Kinder ist der Abstand der Gegenspieler. Während bei den Profis 9,15 Meter vorgeschrieben sind, gilt im Kleinfeldbereich meist ein Abstand von 5 bis 7 Metern. Trainer sollten darauf achten, dass die Kinder diesen Abstand fair einhalten, ohne dass der Schiedsrichter jedes Mal eingreifen muss.
Beispiele aus dem Kinderfußball-Alltag
- Das Handspiel: Ein kleiner Abwehrspieler stoppt den Ball im Eifer des Gefechts mit der Hand. Hier gibt es meist einen direkten Freistoß für das angreifende Team.
- Gefährliches Spiel: Ein Kind geht mit dem Fuß sehr hoch zum Ball, während ein anderes Kind mit dem Kopf klären will. Auch wenn kein Kontakt stattfindet, kann der Trainer/Schiedsrichter auf indirekten Freistoß entscheiden, um die Sicherheit zu gewährleisten.
- Die Rückpassregel: Ab der E-Jugend darf der Torwart den Ball nicht mit der Hand aufnehmen, wenn er gezielt von einem Mitspieler zurückgespielt wurde. Passiert es doch, folgt ein indirekter Freistoß an der Stelle des Vergehens (oder auf der Torraumlinie).
Tipps für Trainer & Eltern
- Fairplay geht vor: Im Kinderfußball sollte nicht auf „Zeit“ gespielt werden. Ermutigen Sie die Kinder, den Freistoß schnell auszuführen.
- Keine komplizierten Varianten: In jungen Jahren reicht es, wenn die Kinder lernen, den Blick zu heben und zu entscheiden: Schieße ich selbst oder passe ich zu einem freien Mitspieler?
Verwandte Begriffe
- Strafstoß (Elfmeter): Ein direkter Freistoß innerhalb des Strafraums.
- Vorteil: Wenn der Schiedsrichter trotz Foul weiterspielen lässt, weil die gefoulte Mannschaft weiterhin in Ballbesitz ist.
- Anstoß: Die Spieleröffnung zu Beginn einer Halbzeit oder nach einem Tor.
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