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    Freistoß - Regeln und Arten im Kinderfußball

    Der Freistoß ist ein zentrales Element im Fußball, doch im Kinderbereich gelten oft vereinfachte Regeln. Dieser Artikel erklärt den Unterschied zwischen direktem und indirektem Freistoß sowie die Besonderheiten bei Abständen und Ausführung im Kleinfeldbereich.

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    3. Okt. 2025
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    Aktualisiert: 20. Juli 2026
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    5 Min. Lesezeit

    Was ist ein Freistoß im Kinderfußball?

    Ein Freistoß ist eine Methode, das Spiel nach einem Foul oder einem Regelverstoß wieder aufzunehmen. Dabei darf die Mannschaft, an der das Vergehen begangen wurde, den Ball von der Stelle des Geschehens aus ohne Behinderung durch den Gegner wieder ins Spiel bringen. Für dein Kind ist das oft die erste Regel, die es bewusst versteht: „Ich wurde gefoult, jetzt bekomme ich den Ball.“

    Ausführliche Erklärung: So funktionieren die Freistoß-Regeln

    Im Kinderfußball (G- bis E-Jugend, also etwa U7 bis U11) sind die Regeln oft etwas vereinfacht, um den Spielfluss zu fördern und den Kindern den Spaß am Sport zu vermitteln. Dennoch gibt es klare Unterschiede, die du als Trainer oder Elternteil kennen solltest. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Arten:

    1. Der direkte Freistoß: Hierbei darf der Schütze den Ball direkt ins gegnerische Tor schießen, um einen Treffer zu erzielen. Er wird meist bei physischen Vergehen wie Foulspiel, Handspiel oder Stoßen gegeben.
    2. Der indirekte Freistoß: Ein Tor kann nur erzielt werden, wenn nach dem Ausführen noch ein zweiter Spieler (egal welcher Mannschaft) den Ball berührt hat. Geht der Ball ohne Berührung ins Tor, gibt es Abstoß. Indirekte Freistöße werden oft bei technischen Fehlern verhängt – wenn du die typischen Fälle mit deiner Mannschaft durchgehen willst, hilft dir die Übersicht Direkter vs. indirekter Freistoß erklärt.

    Wichtig für den Kinderfußball: In vielen Landesverbänden – und besonders bei den neuen Spielformen wie Funino – werden Fouls oft generell mit einem indirekten Freistoß oder dem einfachen „Eindribbeln“ geahndet, um taktisches Zeitspiel durch Mauern zu verhindern. Bei 3-gegen-3 oder 2-gegen-2 auf Mini-Tore ohne Torwart entfällt die klassische Mauer ohnehin fast komplett – hier zählt vor allem: schnell weiterspielen, statt lange zu diskutieren.

    Die Mauer und der Abstand

    Ein zentraler Punkt der Freistoß-Regeln im Kinderfußball ist der Abstand der Gegenspieler. Während bei den Profis 9,15 Meter vorgeschrieben sind, gilt im Kleinfeldbereich meist ein Abstand von 5 bis 7 Metern – je nach Spielform und Feldgröße. Ein guter Praxis-Merker für Kinder: „Stell dich fünf große Schritte weg.“ Achte darauf, dass die Kinder diesen Abstand fair einhalten, ohne dass der Schiedsrichter jedes Mal eingreifen muss. Gerade in der F- und E-Jugend lohnt es sich, das Abmessen im Training kurz zu üben, damit es im Spiel automatisch klappt.

    Beispiele aus dem Kinderfußball-Alltag

    • Das Handspiel: Ein kleiner Abwehrspieler stoppt den Ball im Eifer des Gefechts mit der Hand. Hier gibt es meist einen direkten Freistoß für das angreifende Team. Was dabei absichtlich und was unabsichtlich zählt, erklärt dir die Handspiel-Regel im Detail.
    • Gefährliches Spiel: Ein Kind geht mit dem Fuß sehr hoch zum Ball, während ein anderes Kind mit dem Kopf klären will. Auch wenn kein Kontakt stattfindet, kann der Trainer oder Schiedsrichter auf indirekten Freistoß entscheiden, um die Sicherheit zu gewährleisten.
    • Die Rückpassregel: Ab der E-Jugend darf der Torwart den Ball nicht mit der Hand aufnehmen, wenn er gezielt von einem Mitspieler zurückgespielt wurde. Passiert es doch, folgt ein indirekter Freistoß an der Stelle des Vergehens (oder auf der Torraumlinie). Wann genau das greift, liest du in der Rückpassregel für Kinder.

    Häufige Ausführungsfehler – schnelle Korrekturen

    • Ball rollt noch: „Stopp – der Ball muss ruhig liegen.“
    • Falscher Ort: Ball sichtbar zurücklegen und kurz erklären: „Da war das Foul.“
    • Gegner zu nah: Abstand mit Schritten zeigen, notfalls den Freistoß wiederholen lassen.
    • Losdribbeln statt spielen: Der Ball muss gespielt werden (Pass oder Schuss) – vereinbare vor dem Spiel eine einheitliche Linie.

    Tipps für Trainer und Eltern

    • Fairplay geht vor: Im Kinderfußball sollte nicht auf „Zeit“ gespielt werden. Ermutige die Kinder, den Freistoß schnell auszuführen – ein schneller Freistoß bringt oft mehr Vorteil als das perfekte Anlegen einer Mauer. Damit dabei kein Chaos entsteht, hilft eine kurze Signal-Routine: Ball liegt, Gegner zurück, Pfiff oder „Go“ – erst dann wird ausgeführt.
    • Keine komplizierten Varianten: In jungen Jahren reicht es, wenn die Kinder lernen, den Blick zu heben und zu entscheiden: Schieße ich selbst oder passe ich zu einem freien Mitspieler? Einstudierte Freistoß-Tricks sind vor der D-Jugend fast immer überflüssig.
    • Ruhig bleiben: Bei jüngeren Jahrgängen entscheidet oft der Trainer selbst als Schiedsrichter. Erkläre kurz und freundlich, warum es einen Freistoß gibt – so lernen beide Teams die Regel, statt sich zu ärgern.

    Kurz üben: zwei Mini-Übungen

    • „Pass oder Schuss?“ (U8–U11): Freistoßposition mit einem Mitspieler und leichtem Gegnerdruck – der Schütze entscheidet selbst: kurzer Pass oder direkter Abschluss. Coaching: Kopf hoch, Mitspieler anbieten.
    • „Ziel treffen statt hart schießen“ (U9–U13): Hütchentore oder Zielzonen aufstellen – Punkte gibt es für Präzision, nicht für Härte.

    Verwandte Begriffe

    • Strafstoß (Elfmeter): Ein direkter Freistoß innerhalb des Strafraums. Wie er im Kinderfußball abläuft, zeigt dir der Beitrag zu Elfmeter-Regeln und Ablauf für Kinder.
    • Vorteil: Wenn der Schiedsrichter trotz Foul weiterspielen lässt, weil die gefoulte Mannschaft weiterhin in Ballbesitz ist.
    • Anstoß: Die Spieleröffnung zu Beginn einer Halbzeit oder nach einem Tor.

    Häufig gestellte Fragen

    Beim direkten Freistoß darf dein Kind den Ball direkt ins Tor schießen und trifft gültig. Beim indirekten Freistoß zählt ein Tor nur, wenn nach dem Schuss noch ein zweiter Spieler den Ball berührt hat – geht der Ball ohne Berührung ins Netz, gibt es Abstoß. Direkte Freistöße folgen meist auf Fouls oder Handspiel, indirekte auf technische Vergehen wie die Rückpassregel.

    Im Kleinfeld gelten meist 5 bis 7 Meter statt der 9,15 Meter bei den Profis. Ein guter Merker für Kinder: etwa zwei bis drei große Schritte weg vom Ball. Übe das kurz im Training, dann klappt es im Spiel automatisch und der Schiedsrichter muss nicht ständig eingreifen.

    Ja, aber stark vereinfacht. In vielen Spielformen wie Funino oder 3-gegen-3 werden Fouls oft mit einem indirekten Freistoß oder einfachem Eindribbeln geahndet, damit kein Zeitspiel durch Mauern entsteht. Eine klassische Mauer gibt es hier kaum – wichtig ist, dass die Kinder schnell weiterspielen.

    In der Regel ab der E-Jugend (etwa U11). Ab da darf der Torwart den Ball nicht mehr mit der Hand aufnehmen, wenn ein Mitspieler ihn gezielt mit dem Fuß zurückspielt. Passiert es doch, gibt es einen indirekten Freistoß. Bei den ganz Kleinen wird diese Regel meist noch nicht angewendet.

    Ähnliche Begriffe im Lexikon

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