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    Funino: Spielaufbau aus der Tiefe 3v3 (U10–U12)

    Diese Funino-Übung im 3v3 trainiert den Spielaufbau aus der Tiefe für U10–U12: Breite geben, Dreiecke bilden und unter Druck Lösungen finden. Mit klaren Regeln, Variationen und Coaching-Tipps für Einsteiger.

    Tobias Brenner
    21. Jan. 2026
    Aktualisiert: 21. Jan. 2026
    5 Min.
    25 Min6-12 Spieler20x25mAngreifen
    4 Minitore, Markierungshütchen, Leibchen, 1 Ball pro Feld, Ersatzbälle

    Übungsname & Ziel

    Übungsname: Funino – Spielaufbau aus der Tiefe 3v3 (U10–U12)

    Ziel: Kinder lernen, den Ball ruhig aus der eigenen Tiefe zu eröffnen: Breite geben, Dreiecke bilden, offen anspielbar sein und nach Ballgewinn schnell in eine klare Angriffsaktion kommen. Im Funino-Format (zwei Minitore pro Team) entstehen viele Entscheidungen: Wohin passt du? Dribbelst du an? Und wie löst du Druck, ohne den Ball blind wegzuschlagen?

    Gerade in U10–U12 ist das ideal, weil Kinder in kleinen Spielformen viele Ballkontakte bekommen und Spielaufbau nicht „taktisch trocken“, sondern spielnah erleben.

    Organisation: Material, Spieler, Dauer

    Benötigte Materialien

    • 4 Minitore (oder 4 Hütchentore)
    • Markierungshütchen/Leibchen zur Feldbegrenzung
    • 1 Ball pro Feld (plus Ersatzbälle neben dem Feld)

    Spieleranzahl

    • Minimum: 6 Spieler (3v3)
    • Optimal: 8–12 Spieler (zwei Felder parallel oder Rotationsspieler)

    Dauer

    • 20–25 Minuten als Hauptteil (plus kurze Trinkpause)

    Feldgröße

    • ca. 20 x 25 m (je nach Leistungsstand und Platz)

    Aufbau der Übung

    • Markiere ein Rechteckfeld (ca. 20 x 25 m).
    • Stelle an beiden Grundlinien jeweils zwei Minitore mit 4–6 m Abstand zueinander auf (Funino-typisch).
    • Jedes Team verteidigt die beiden eigenen Tore und greift auf die beiden gegenüberliegenden Tore an.
    • Lege eine „Aufbauzone“ fest: die hinteren 5 Meter vor den eigenen Toren (nur markiert, nicht zwingend mit Linie).

    Schritt-für-Schritt Anleitung

    1. Teams einteilen: 3 gegen 3, Leibchen verteilen. Optional 1–2 Rotationsspieler je Team.
    2. Spielstart festlegen: Der Ball startet immer bei einem Team in der eigenen Aufbauzone (z. B. Trainer passt ein oder Ball wird „eingedribbelt“).
    3. Aufbau-Regel aktivieren: Das aufbauende Team muss den Ball zunächst kontrolliert in der eigenen Hälfte sichern (z. B. 1–2 Pässe oder ein klares Andribbeln), bevor ein Torabschluss zählt.
    4. Gegnerischer Druck: Das verteidigende Team darf sofort pressen – aber: Tore nach einem direkten Ballgewinn in der Aufbauzone zählen doppelt (Motivation für aktives Anlaufen).
    5. Torerfolg im Funino: Ein Tor zählt, wenn der Ball durch eines der zwei gegnerischen Minitore gespielt wird. Dadurch müssen Kinder im Spielaufbau früh „mitdenken“: Welches Tor ist frei?
    6. Ball aus dem Aus: Schneller Wiedereinstieg durch Eindribbeln oder Pass von der Seitenlinie (deine Wahl). Achte auf Tempo.
    7. Coaching in kurzen Stopps: Alle 2–3 Minuten kurz einfrieren: „Wo ist die Breite? Wo ist die nächste Anspielstation?“ Dann direkt weiterspielen.
    8. Rotation: Nach 2–3 Minuten wechseln Rotationsspieler ein oder Teams tauschen Gegner/Felder.

    Variationen (U8 bis U13)

    Variation 1: Einfacher für U8–U9

    • Feld etwas kleiner (z. B. 18 x 22 m).
    • Kein Doppeltor nach Ballgewinn, damit Fehler angstfrei bleiben.
    • Zusatzregel: „Mindestens ein Pass“ vor Torabschluss – aber ohne starre Zählerei, eher als Orientierung.

    Variation 2: Standard für U10–U12 (Beginner)

    • Doppeltor nach Ballgewinn in der Aufbauzone.
    • „Aufbauzone“ als Orientierung: Kinder sollen nicht im ersten Kontakt panisch nach vorne schießen.

    Variation 3: Anspruchsvoller für starke U12–U13

    • Max. 3 Sekunden Ballhaltezeit pro Spieler (fördert Vororientierung).
    • Tor zählt nur, wenn vorher ein Pass über die Mittellinie gespielt wurde.
    • Bonuspunkt, wenn nach Spielverlagerung (Torwechsel) abgeschlossen wird.

    Wenn du zusätzlich Abschlussqualität trainieren willst, kombiniere das Thema später mit Torschuss aus der Bewegung – so wird aus gutem Spielaufbau auch ein gefährlicher Abschluss.

    Coaching-Tipps (was du währenddessen konkret coachen kannst)

    • Offene Stellung: Fordere „seitlich aufdrehen“, damit Kinder Feld und Gegner sehen. Frage: „Kannst du den Ball so annehmen, dass du nach vorne schauen kannst?“
    • Breite & Tiefe: Einer gibt Breite, einer bietet Tiefe an. Ohne Anspielstationen gibt’s nur Zufall.
    • Dreiecke statt Reihen: Zeige kurz, wie drei Spieler ein Passdreieck bilden – das ist die Basis für Spielaufbau unter Druck.
    • Andribbeln als Lösung: Wenn niemand frei ist: 2–3 Kontakte nach vorne, Gegner binden, dann passen.

    Für U12 kannst du das Thema defensiv ergänzen: Wie steht das Team hinter dem Ball, wenn im Aufbau ein Fehler passiert? Das passt perfekt zu Restverteidigung einfach erklärt (U12+).

    Häufige Fehler & schnelle Korrekturen

    • Alle laufen zum Ball: Stoppe kurz und gib die einfache Aufgabe: „Einer bleibt breit rechts, einer breit links.“
    • Blindes Wegschlagen: Erinnere an die Aufbau-Regel und lobe jede kontrollierte Lösung – auch wenn sie mal schiefgeht.
    • Kein Blick vor dem Pass: Mini-Coaching: „Erst schauen, dann spielen.“ Lass Kinder bewusst vor der Annahme scannen.

    Praxis-Tipp für Eltern & Trainer

    Spielaufbau kostet Konzentration – gerade nach der Schule. Achte darauf, dass dein Kind nicht „leer“ ins Training kommt. Ein kleiner Snack kann helfen; Ideen findest du bei Nachmittags-Snacks: Energie vor dem Training.

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    Häufig gestellte Fragen

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