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    Leichtball im Kinderfußball: Wann sinnvoll (und welche Ballgröße passt)?

    Ein Leichtball kann im Kinderfußball Technik, Mut und Spaß deutlich verbessern – vor allem bei jüngeren Kindern und im Techniktraining. Entscheidend sind passende Ballgröße (3 oder 4), ein kindgerechtes Gewicht und der richtige Luftdruck.

    fbTobias Brenner · aktualisiert 24. Okt. 2026 · 17 Min.
    KI-generiertes Symbolbild

    Kinder lieben es, den Ball zu jagen, zu dribbeln und zu schießen – aber passt der Ball überhaupt zum Alter? Genau hier kommt der Leichtball im Kinderfußball ins Spiel. Ein zu schwerer oder zu harter Ball kann Technik, Mut und Spaß ausbremsen. Ein passender Leichtball dagegen unterstützt saubere Ballkontakte, reduziert Schmerzen beim Schuss und hilft, dass Kinder häufiger „einfach machen“. Doch wann ist ein Leichtball wirklich sinnvoll – und welche Ballgröße (3 oder 4) passt?

    Was ist ein Leichtball – und warum wird er im Kinderfußball genutzt?

    Ein Leichtball ist ein Fußball, der im Vergleich zum Standardball derselben Größe ein geringeres Gewicht hat. Oft ist auch die Materialkonstruktion etwas weicher. Wichtig: Leichtball heißt nicht „Spielzeugball“, sondern ein regelkonformer Trainings- oder Spielball (je nach Verband/Hersteller).

    Warum ist das relevant? Kinder in jungen Jahrgängen haben:

    • weniger Beinkraft und Rumpfstabilität
    • kleinere Füße (geringere Kontaktfläche)
    • eine empfindlichere Schusstechnik (noch im Aufbau)

    Ein zu schwerer Ball führt dann schnell zu:

    • „Stochern“ statt sauberem Schuss
    • Ausweichbewegungen (Kinder ziehen den Fuß weg)
    • weniger Wiederholungen, weil Schüsse unangenehm sind

    Ein Leichtball kann genau hier helfen: mehr Mut, mehr Wiederholungen, bessere Technikentwicklung.

    Wie schwer ist ein Leichtball? 290 g, 350 g und Standardball im Vergleich

    Beim Kauf begegnen dir Begriffe wie „Light“, „Ultralight“ oder „S-Light“ – und jeder Hersteller nutzt sie ein wenig anders. Verbindlich definiert sind die Begriffe nicht, selbst der DFB verwendet sie nicht einheitlich. Achte deshalb immer auf Größe UND Gewicht. Die Gewichte dahinter sind recht einheitlich. Der Standardball der Größe 5 muss nach Regel 2 der IFAB-Spielregeln zu Spielbeginn 410 bis 450 Gramm wiegen, einen Umfang von 68 bis 70 Zentimetern haben und einen Druck von 0,6 bis 1,1 Atmosphären (rund 0,6 bis 1,1 bar) aufweisen. Leichtbälle der Größen 3 und 4 haben laut Hersteller-Größentabelle (uhlsport) ein reduziertes Gewicht von 290 Gramm oder 350 Gramm.

    BezeichnungGewicht (ca.)Typische GrößeTypischer Einsatz
    Ultralight / S-Light290 g3 oder 4Bambini bis F-Jugend, Kopfballtraining, Einstieg
    Light350 g4 (teils 5)E- und D-Jugend, Umstiegsphase
    Standard410–450 g5ab C-Jugend, Erwachsene

    Zwei Dinge solltest du wissen: Erstens gibt es 290-Gramm-Bälle sowohl in Größe 3 als auch in Größe 4 – das Gewicht sagt also nichts über die Größe aus. Zweitens ist ein Leichtball mit korrektem Luftdruck deutlich angenehmer als ein schwerer Ball mit zu wenig Luft. Wer „weicher“ will, sollte den leichteren Ball wählen, nicht den schlecht aufgepumpten.

    Was DFB und Verbände zum Leichtball vorgeben

    Der Leichtball ist im Kinderfußball keine Modeerscheinung, sondern Teil der Verbandsvorgaben. Der DFB beschreibt auf seiner Seite zum Kopfballspiel die Staffelung so: Für den Fußball der G-, F- und E-Junioren wird der Ultralight-Ball der Größe 3 mit 290 Gramm eingesetzt; bei E- und D-Jugend wird im Wettbewerb mit Lightbällen der Größe 4 mit 350 Gramm gespielt, für das Kopfballtraining bleiben es Ultralight-Bälle. In der C-Jugend wird mit normalen Fußbällen gespielt, im Kopfballtraining mit Lightbällen. Verbindlich für den Spielbetrieb ist seit 2024/25 Anhang IV der DFB-Jugendordnung: G- und F-Jugend spielen mit Größe 3 und 290 Gramm, die E-Jugend mit Größe 4 und 350 Gramm; für die D-Jugend empfiehlt der DFB Größe 4 oder 5 mit 350 Gramm.

    Wie das im Spielbetrieb konkret umgesetzt wird, regeln die Landesverbände in ihren Jugendordnungen. Ein Beispiel ist der Anhang 1 der Jugendordnung des Niedersächsischen Fußballverbands (Stand Juli 2026): G- und F-Junioren spielen dort mit Größe 3 und 290 Gramm, E-Junioren mit Größe 4 und 290 oder 350 Gramm, D-Junioren mit Größe 4 oder 5 und 350 Gramm. Welche Vorgaben in deinem Verband gelten, findest du für Niedersachsen unter Kinderfußball-Regeln nach Landesverband und für alle Verbände im Landesverbands-Vergleich.

    Auch in Österreich und der Schweiz ist der Leichtball fest eingeplant, die Staffelung unterscheidet sich aber vom DFB:

    AltersstufeDeutschland (DFB-Jugendordnung)Österreich (ÖFB)Schweiz (SFV)
    bis 7 JahreG: Größe 3, 290 gU6–U8: Größe 3, empfohlen Größe 4 light bis 290 gG: Größe 3/4, 290 g
    8–9 JahreF: Größe 3, 290 gU9: Größe 4, empfohlen Größe 5 light bis 350 gF: Größe 4, 290 g
    10–11 JahreE: Größe 4, 350 gU10/U11: wie U9E: Größe 4, 290–350 g
    12–13 JahreD: Größe 4 oder 5, 350 g (Empfehlung)U12–U14: Größe 4, empfohlen Größe 5 light bis 350 gD-7/D-9: Größe 4, 360 g
    ab 14 Jahreab C: Größe 5ab U15: Größe 5ab C: Größe 5, 420 g

    Die Altersstufen sind nur eine Orientierung, weil die Jahrgänge je Land etwas anders geschnitten sind. Kurz gesagt: Bis zur D-Jugend bzw. U14 ist der Leichtball im gesamten DACH-Raum der Normalfall, nicht die Ausnahme.

    Achtung bei der E-Jugend: Die DFB-Seite zum Kopfballspiel nennt die E-Jugend an zwei Stellen – einmal beim Ultralight-Ball der Größe 3, einmal beim 350-Gramm-Ball der Größe 4 (DFB: Kopfballspiel). Maßgeblich für den Spielbetrieb ist die Jugendordnung, also Größe 4 mit 350 Gramm. Einzelne Landesverbände setzen außerdem eigene Akzente: Im Badischen Fußballverband spielt die F-Jugend im Freien mit einem Super-Light-Ball der Größe 4 und in der Halle mit einem Futsal-Super-Light-Ball der Größe 3; ein Ballgewicht nennt die bfv-Jugendordnung dabei nicht (bfv-Jugendordnung, Anlage 2). Der Blick in die Ordnung deines Verbands lohnt sich also, bevor du Spielbälle anschaffst.

    Leichtball im Kinderfußball: Wann ist er wirklich sinnvoll?

    Ob ein Leichtball sinnvoll ist, hängt weniger von „Trend“ ab, sondern von Alter, Entwicklungsstand, Trainingsziel und Umfeld (Halle, Kunstrasen, Winter).

    Typische Situationen, in denen ein Leichtball besonders hilft

    • Bambini bis F-Jugend (U6–U9): Technikaufbau steht über Kraft. Ein leichterer Ball erleichtert Dribbling, Pass und ersten Torschuss.
    • Halle/Herbst-Winter: Kalte, harte Bälle tun mehr weh. Ein Leichtball (oder ein weicherer Trainingsball) senkt die Hemmschwelle.
    • Angst vor dem Ball: Manche Kinder meiden Schüsse oder Ballannahmen, wenn sie schlechte Erfahrungen gemacht haben. Ein Leichtball kann den Wiedereinstieg erleichtern.
    • Techniktraining mit vielen Wiederholungen: Viele Kontakte in kurzer Zeit (z. B. Passdreiecke, Torschussserien) gelingen besser, wenn der Ball gut kontrollierbar ist.
    • Kopfballtraining: Der DFB setzt für das Kopfballtraining bis zur D-Jugend ausdrücklich auf Ultralight-Bälle und in der C-Jugend auf Lightbälle. Wenn Kopfbälle überhaupt geübt werden, dann mit dem leichtesten Ball, den du hast.

    Wann ein Leichtball weniger sinnvoll ist

    • Wenn im Spiel ein normaler Ball genutzt wird, du aber fast ausschließlich mit Leichtball trainierst: Dann entsteht eine Umstellungsproblematik.
    • Bei fortgeschrittenen Kindern in höheren Altersklassen, wenn Kraft- und Schusstechnik stabil sind: Hier kann ein zu leichter Ball das Timing verfälschen.

    Praxis-Tipp: Nutze den Leichtball gezielt als Trainingsmittel (z. B. für Technik und Mut) – und mische ihn später mit dem Spielball, damit die Umstellung leicht fällt.

    Spielball und Kopfballtraining nach Altersklasse im Überblick

    Wann ein Leichtball sinnvoll ist, hängt auch davon ab, wofür er eingesetzt wird. Für den Spielbetrieb gilt die Jugendordnung, für das Kopfballtraining die DFB-Empfehlung zum Kopfballspiel:

    AltersklasseSpielball (DFB-Rahmen)Ball fürs Kopfballtraining (DFB-Empfehlung)
    G- und F-JugendGröße 3, 290 gUltralight-Ball; Kopfballübungen möglichst vermeiden
    E-JugendGröße 4, 350 gUltralight-Ball
    D-JugendGröße 4 oder 5, 350 g (Empfehlung)Ultralight-Ball
    C-Jugendnormaler Ball, Größe 5Lightball

    Für Kopfballtraining und -spiel empfiehlt der DFB außerdem stets den niedrigsten nach den Spielregeln zulässigen Balldruck. Für erste Technikübungen nennt er Schaumstoffbälle oder Luftballons, und bei jüngeren Jahrgängen soll der Ball mit der Hand angeworfen werden (DFB: Kopfballspiel). Noch zurückhaltender ist der englische Verband: Die FA empfiehlt, im Training von U7 bis U11 gar kein Kopfballspiel einzuführen (The FA: Heading in football). Wie DFB, ÖFB und SFV das Kopfballspiel im Nachwuchs regeln, liest du im Beitrag Kopfball im Jugendfußball: Regeln bei DFB, ÖFB und SFV.

    Merke: Bis zur D-Jugend ist der Leichtball der Normalfall. Für Kopfbälle gilt in jedem Alter: der leichteste Ball, den du hast, und der niedrigste zulässige Luftdruck.

    Leichtball in Größe 3 oder Größe 4: Welche Ballgröße passt?

    Die Ballgröße ist im Kinderfußball mindestens so wichtig wie das Gewicht. Grundregel: Je jünger, desto kleiner.

    Leichtball in Größe 3: Für wen passt er?

    Größe 3 ist der Klassiker für die jüngsten Kinder.

    Typisch geeignet für:

    • Bambini / G-Jugend (U6/U7)
    • F-Jugend (U8/U9): in Deutschland laut DFB-Jugendordnung Größe 3; einzelne Verbände weichen ab (Baden spielt die F-Jugend draußen mit Super-Light Größe 4), in der Schweiz spielt die F-Kategorie mit Größe 4 (290 g)

    Vorteile von Größe 3:

    • leichter zu dribbeln und zu stoppen
    • bessere Ballkontrolle bei kleinen Füßen
    • weniger „Schmerzen“ beim Schuss oder bei unglücklichen Kontakten

    Woran merkst du, dass Größe 3 passt?

    • Dein Kind kann den Ball beim Dribbling nah am Fuß führen.
    • Pässe rollen kontrolliert, ohne dass der Ball „weghüpft“.
    • Schüsse wirken flüssig, ohne dass das Standbein wegkippt.

    Leichtball in Größe 4: Wann ist der Wechsel sinnvoll?

    Größe 4 wird meist ab der E-Jugend relevant.

    Typisch geeignet für:

    • E-Jugend (U10/U11)
    • teils D-Jugend (U12/U13) – abhängig von Wettbewerbsregeln

    Vorteile von Größe 4:

    • näher am späteren „großen Fußball“
    • besser für längere Pässe und Spielformen auf größerem Feld
    • realistischere Flugkurven im Vergleich zu Größe 3

    Wann ist Größe 4 (auch als Leichtball) sinnvoll?

    • Kinder treffen den Ball im Vollspann zuverlässig.
    • Pässe über 10–15 Meter gelingen ohne „Kraftakt“.
    • Im Training werden mehr Spielformen mit Umschalten und Raumgefühl gespielt.

    Eine ausführliche Übersicht aller Ballgrößen nach Altersklasse, auch für die Größe 5, findest du im Ratgeber Welche Fußballgröße für welches Alter?. Hier geht es im Folgenden gezielt um das Gewicht.

    Ballgewicht im Kinderfußball: Worauf solltest du beim Kauf achten?

    Viele Eltern suchen nach „dem richtigen Gewicht“, aber die Wahrheit ist: Es gibt Spannen – je nach Hersteller, Modell und Einsatz (Training/Spiel). Entscheidend ist, dass der Ball kindgerecht ist.

    Achte auf diese Punkte:

    • Gewichtsklasse: Leichtbälle sind spürbar leichter als Standardbälle derselben Größe. Wichtig ist die klare Kennzeichnung als Leichtball.
    • Material und Härte: Ein weicheres Obermaterial erhöht Komfort und Ballgefühl.
    • Rundheit und Sprungverhalten: Billige Bälle eiern oder springen ungleichmäßig – das zerstört Techniktraining.
    • Ventil und Blase: Eine gute Blase hält Luftdruck stabil. Zu harter Ball = unnötig schmerzhaft.

    Praktischer Eltern-Tipp: Wenn du ohnehin neu ausstattest, nutze die Checkliste: Die erste Fußballausrüstung für Kinder. Dort findest du auch, was neben dem Ball wirklich wichtig ist. Konkrete Leicht- und Trainingsbälle für Kinder stellt unser Kaufratgeber vor.

    Luftdruck: der unterschätzte Hebel

    Der empfohlene Luftdruck steht bei fast allen Bällen direkt neben dem Ventil aufgedruckt, meist als Spanne in bar oder psi. Für den Standardball der Größe 5 schreibt die IFAB-Regel 2 einen Druck von 0,6 bis 1,1 Atmosphären (rund 0,6 bis 1,1 bar) vor; Leichtbälle für Kinder liegen bei vielen Herstellern eher am unteren Ende ihrer Spanne. Zwei Praxisregeln:

    • Immer mit Manometer pumpen, nicht nach Gefühl. Eine Handpumpe mit Anzeige kostet wenig und verhindert den klassischen „Betonball“ vor dem Training.
    • Vor jedem Hallentraining kurz prüfen. In der kalten Halle oder im Winter draußen verliert ein Ball spürbar Druck; wird er dann „nachgepumpt“, ist er im warmen Raum später zu hart.

    Ein Leichtball mit richtigem Druck fühlt sich beim Daumentest leicht nachgiebig an, springt aber sauber und rollt gerade.

    Leichtball, Futsalball oder Softball: Was ist der Unterschied?

    Eltern werden im Sportgeschäft oft mit drei ähnlich wirkenden Bällen konfrontiert, die völlig verschiedene Aufgaben haben:

    • Leichtball: normaler Fußball mit reduziertem Gewicht (290 oder 350 Gramm), voller Sprung, für Training und Spiel im Kinderfußball. Das ist der Ball aus diesem Artikel.
    • Futsalball: ein sprungreduzierter Hallenball, der bewusst „tot“ am Boden bleibt. Der normale Futsalball (400–440 g) ist kein Leichtball und im Freien ungeeignet. Für Kinder gibt es den „Futsal-Ball light“: Laut DFB-Futsal-Ordnung spielen Bambini und F-Jugend in der Halle Größe 3 (290–310 g), E- und D-Jugend Größe 4 (340–360 g). Alles zu Größen und Unterschieden erklärt der Ratgeber Futsal und Hallenfußball: Ballgrößen und Unterschiede.
    • Softball / Schaumstoffball: ein sehr leichter Ball ohne Blase, gut für Bambini-Spiele, Turnhallen mit empfindlichen Fenstern oder erste Kopfballspiele – aber nicht für Technikaufbau, weil er weder rollt noch springt wie ein Fußball.

    Faustregel: Für Technik auf dem Platz Leichtball, für die Halle Futsalball light, für reines Spielen ohne Angst Softball.

    Leichtball im Training: Konkrete Beispiele für Eltern und Trainer

    Ein Leichtball bringt den größten Effekt, wenn du ihn methodisch einsetzt. Welche Übungen profitieren besonders?

    1) Torschuss ohne Angst aufbauen

    Viele Kinder schießen anfangs „mit der Spitze“ oder bremsen kurz vor dem Kontakt. Mit einem Leichtball steigt die Bereitschaft, den Fuß durchzuziehen.

    • Starte mit kurzen Distanzen (3–6 Meter)
    • Ziel: Vollspann treffen, Standbein neben den Ball
    • Steigere erst dann die Distanz

    Für Trainer passt dazu ein klarer Ablauf wie bei Torschuss aus der Bewegung: erst saubere Bewegung, dann Tempo.

    2) Passspiel und Ballan- und -mitnahme vereinfachen

    Gerade in U7–U9 ist der erste Kontakt entscheidend. Ein Leichtball lässt sich leichter „töten“.

    • 2er-Pass über 5–8 Meter
    • Annahme mit der Innenseite, Ball sofort in die nächste Aktion mitnehmen
    • Mini-Wettbewerb: Wer schafft 10 saubere Pässe ohne Ballverlust?

    3) Halle: Zielspiele statt Kraftschüsse

    In der Halle profitieren Kinder enorm von Zielspielen: mehr Präzision, weniger „Bolzen“.

    • Nutze kleine Ziele (Hütchentore, Matten, Kästen)
    • Punkte für Treffer, nicht für Härte

    Wenn du Ideen brauchst, schau in Schusspräzision in der Halle: 8 Zielspiele (U8–U13). Mit Leichtball werden diese Spiele oft sofort sauberer.

    Vom Leichtball zum Spielball: So gelingt der Umstieg

    Irgendwann steht der Wechsel an – meist zum Ende der D-Jugend, wenn der Verband auf Größe 5 umstellt, oder früher, wenn die Wettbewerbsregeln einen schwereren Ball vorsehen. Ein abrupter Wechsel bringt oft genau die Probleme zurück, die der Leichtball gelöst hatte: Ausweichbewegungen, unsaubere Pässe, Schmerzen beim Schuss. Ein sanfter Übergang sieht so aus:

    1. Mischen statt tauschen: Ab etwa einem halben Jahr vor dem Wechsel läuft ein Teil des Trainings mit dem schwereren Ball. Starte mit Passformen und Ballmitnahme, wo der Ball flach bleibt und niemand wehtut.
    2. Torschuss zuletzt umstellen: Schüsse mit dem schwereren Ball zuerst aus kurzer Distanz, ohne Anlauf, mit Fokus auf Vollspann und Standbein. Erst wenn die Bewegung stabil bleibt, kommt die Distanz dazu.
    3. Spielformen im Wechsel: Eine Runde mit Leichtball, eine mit Spielball. Kinder merken den Unterschied selbst und passen Kraft und Timing an.
    4. Vor dem ersten Pflichtspiel mit neuem Ball: Mindestens zwei bis drei Einheiten komplett mit dem Spielball, damit Flugkurven und Aufsetzer keine Überraschung sind.
    5. Kopfball ausgenommen: Für das Kopfballtraining bleibt der leichteste Ball im Einsatz, unabhängig davon, womit gespielt wird.

    Für Eltern heißt das: Wenn dein Kind zu Hause kickt, darf der Leichtball ruhig länger bleiben. Der Umstieg findet im Training statt, nicht im Garten.

    Häufige Fehler: So vermeidest du typische Ball-Probleme

    • Zu hoher Luftdruck: Ein Ball kann „richtig“ sein und trotzdem wehtun, wenn er zu hart aufgepumpt ist. Halte dich an die Herstellerangaben.
    • Falsche Größe aus Gewohnheit: „Wir hatten immer Größe 5“ ist im Kinderfußball kein Argument. Größe und Gewicht müssen zur Entwicklung passen.
    • Nur ein Balltyp im Training: Steht ein Wechsel auf einen schwereren Spielball an, trainiere überwiegend mit dem kindgerechten Ball und baue den Spielball regelmäßig ein – so bleibt die Übertragbarkeit erhalten. Eine belegte Prozent-Formel dafür gibt es nicht.
    • Billigball als Leichtball-Ersatz: Ein leichter Ball, der schlecht rollt oder eiert, macht Technik kaputt.

    Vor der Saison klären: Ball-Check für Eltern und Trainer

    • Mit welcher Ballgröße und welchem Gewicht spielt unsere Altersklasse laut Jugendordnung meines Landesverbands?
    • Mit welchem Ball wird trainiert – und wird im Training mit dem Spielball gemischt?
    • Welcher Ball wird für Kopfballübungen genutzt?
    • Welcher Ball kommt in der Halle zum Einsatz?
    • Gibt es eine Pumpe mit Manometer, damit der Luftdruck stimmt?

    Fazit: Leichtball ja – aber passend und gezielt

    Ein Leichtball im Kinderfußball ist besonders dann sinnvoll, wenn Kinder Technik aufbauen, Mut gewinnen und viele Wiederholungen sammeln sollen. Für die Jüngsten ist häufig ein Leichtball in Größe 3 ideal, später wird ein Leichtball in Größe 4 interessant – vor allem ab E-Jugend. Achte neben der Größe immer auf das Ballgewicht, Material und Luftdruck. So wird der Ball zum Lernhelfer statt zur Spaßbremse.

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    Häufig gestellte Fragen

    Ein Leichtball ist oft schon im Bambini-Alter sinnvoll, weil Kinder damit leichter dribbeln, passen und schießen lernen. Besonders hilfreich ist er bei wenig Beinkraft, in der Halle oder wenn Kinder nach schmerzhaften Kontakten zögern. Wichtig ist, dass der Leichtball zur im Spiel verwendeten Ballgröße passt oder du im Training bewusst mischst.

    In Deutschland spielen Bambini und F-Jugend laut DFB-Jugendordnung mit Größe 3 (290 g), die E-Jugend mit Größe 4 (350 g). Einzelne Verbände weichen ab, und in der Schweiz spielt schon die F-Kategorie mit Größe 4 (290 g). Für den Trainingsball zu Hause gilt: Nimm die Größe, mit der dein Kind im Verein spielt, und achte darauf, dass es den Ball sauber führen und stoppen kann.

    Passt das Ballgewicht, gelingen Schüsse ohne Ausweichbewegung, der erste Kontakt bleibt kontrolliert und Pässe wirken nicht wie ein Kraftakt. Zieht dein Kind den Fuß weg, schießt kaum oder verliert beim Stoppen ständig den Ball, ist der Ball oft zu schwer oder zu hart aufgepumpt. Achte deshalb neben dem Gewicht auch auf Material, Rundheit und korrekten Luftdruck.

    Leichtbälle der Größen 3 und 4 wiegen laut Hersteller-Größentabellen etwa 290 Gramm (oft als Ultralight oder S-Light bezeichnet) oder 350 Gramm (Light); verbindlich definiert sind diese Begriffe nicht. Ein Standardball der Größe 5 muss nach Regel 2 der IFAB-Spielregeln zu Spielbeginn 410 bis 450 Gramm wiegen. Ein Leichtball ist also je nach Modell rund 60 bis 160 Gramm leichter als der Ball, mit dem Jugendliche und Erwachsene spielen.

    Ja, für den Spielbetrieb: Anhang IV der DFB-Jugendordnung legt seit 2024/25 verbindlich Größe 3 mit 290 Gramm für G- und F-Jugend und Größe 4 mit 350 Gramm für die E-Jugend fest; für die D-Jugend empfiehlt er Größe 4 oder 5 mit 350 Gramm. Die Landesverbände setzen das um, teils mit Spielraum, etwa der NFV mit 290 oder 350 Gramm in der E-Jugend. Die DFB-Seite zum Kopfballspiel nennt für die E-Jugend zusätzlich den 290-Gramm-Ball; sie gilt aber für das Kopfballtraining, nicht für den Spielball.

    Der DFB empfiehlt für das Kopfballtraining bis zur D-Jugend Ultralight-Bälle und in der C-Jugend Lightbälle, auch wenn im Spiel schon ein schwererer Ball genutzt wird. Dazu kommt stets der niedrigste zulässige Balldruck; für erste Technikübungen eignen sich Schaumstoffbälle oder Luftballons. Im Kinderfußball sollen Kopfballübungen ohnehin so weit wie möglich vermieden werden.

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