Spielbetrieb & Formalitäten

    Norweger Modell & Flex-Modell: Wenn 11 gegen 11 nicht geht

    Zu wenig Spieler fürs 11 gegen 11? Viele Landesverbände erlauben Norweger- und Flex-Modelle: kleinere Teams auf verkleinertem Feld statt Spielabsagen und Zwangsabmeldungen. Die Übersicht für 2026/27.

    fbTobias Brenner · aktualisiert 26. Okt. 2026 · 14 Min.
    KI-generiertes Symbolbild

    Freitagabend, 21 Uhr: Im Mannschaftschat trudeln die Absagen ein — Klassenfahrt, krank, Schicht am Samstag. Aus 14 gemeldeten Spielern werden neun, und das 11 gegen 11 am Wochenende wackelt. Genau für diese Situation haben mehrere Landesverbände flexible Mannschaftsstärken im Regelwerk verankert: Statt das Spiel abzusagen oder das Team gleich ganz vom Spielbetrieb abzumelden, spielst du mit 9, 8 oder 7 Spielern auf einem verkleinerten Feld. Die bekanntesten Varianten heißen Norweger Modell und Flex-Modell. Hier liest du, was dahintersteckt, worin sich die beiden unterscheiden, welcher Verband was anbietet — und was das praktisch für deine Meldung bedeutet.

    Was ist das Norweger Modell?

    Die Idee des Norweger Modells ist simpel: Vereine müssen ihre Mannschaft nicht zwingend als 11er melden, sondern wählen bei der Mannschaftsmeldung die Spielstärke, die sie realistisch stemmen können — je nach Ausschreibung etwa 11er, 9er oder 7er. Alle spielen in derselben Staffel. Treffen zwei unterschiedlich gemeldete Stärken aufeinander, gilt die zentrale Regel des Modells: Die kleinere Mannschaftsstärke entscheidet. Beide Teams treten in dieser Stärke an, meist auf einem entsprechend verkleinerten Feld. Das Spiel findet statt — statt Absage oder Wertung am grünen Tisch.

    In Württemberg etwa legen Mannschaften ihre Stärke (9 gegen 9 oder 7 gegen 7) vor Saisonbeginn fest und werden in Spielplänen und Tabellen mit dem Zusatz (9) beziehungsweise (7) gekennzeichnet; eine Änderung ist zur Winterpause möglich, und das Aufstiegsrecht bleibt erhalten. Andere Verbände verwenden den Begriff pragmatischer für die Reduktion am Spieltag: In Bremen erlaubt die Bezirksklasse der C-Junioren als Modellprojekt die Reduktion bis auf minimal 9 gegen 9 — das Großfeld bleibt dabei erhalten, angezeigt werden muss die Reduktion mindestens 45 Minuten vor Spielbeginn. Im Fußballkreis Berg (Mittelrhein) galt 2025/26 in den Normalstaffeln der A- und B-Junioren: Auf Antrag bestimmt die Mannschaft mit weniger Spielern die Teamgröße, 10 gegen 10 oder 9 gegen 9, mindestens 9 Spieler müssen es sein.

    Und was ist das Flex-Modell?

    Das Flex-Modell setzt einen Schritt später an: Es erlaubt den Wechsel in eine reduzierte Mannschaftsstärke mitten in der laufenden Saison — dann, wenn der Engpass real wird. In Württemberg funktioniert das so: Der Verein meldet den Wechsel in den flexiblen Modus (9 gegen 9 oder 7 gegen 7) bis 48 Stunden vor Spielbeginn an Gegner und Staffelleiter; ab der ersten Meldung trägt die Mannschaft in Spielplänen den Zusatz „flex“. Punkte und Tore zählen ganz normal weiter — das Aufstiegsrecht erlischt allerdings mit der ersten Flex-Meldung, und das meldende Team darf nur zwei Auswechselspieler einsetzen, der Gegner fünf. Das ist eine bewusste Abweichung von den regulären Auswechselregeln im Jugendfußball.

    Derselben Logik folgt das saarländische Flex-Modell für A-Junioren: Die gemeldete Stärke (11, 10, 9 oder 8) kann je Spieltag auf Antrag geändert werden. Und in Sachsen-Anhalt verliert eine A-Junioren-Mannschaft, die das Flex-Modell nutzt, ebenfalls ihr Aufstiegsrecht.

    Norweger-Modell vs. Flex-Modell: der Unterschied auf einen Blick

    Am sauber getrennten Beispiel Württemberg — aus dessen Durchführungsbestimmungen diese Systematik stammt — sieht der Unterschied so aus:

    Norweger-ModellFlex-Modell
    Mannschaftsstärkebei der Meldung vor der Saison festgelegtWechsel während der laufenden Runde möglich
    Änderungzur Winterpauseje Spiel, Meldung bis 48 h vor Anpfiff
    Kennzeichnung in TabellenZusatz (9) / (7)Zusatz „flex“ ab erster Meldung
    Wertungnormale KonkurrenzPunkte und Tore zählen weiter
    Aufstiegsrechtbleibt erhaltenerlischt ab der ersten Flex-Meldung
    Auswechselspielerregulär nach Jugendordnungmeldendes Team max. 2, Gegner max. 5

    So trennscharf verwenden aber längst nicht alle Verbände die Begriffe. Hessen nennt seine feste 9er/7er-Wahl schlicht „Wahlmodell“ und behandelt ein Norweger Modell in der D-Jugend als genehmigungspflichtige Alternative ohne Aufstiegsrecht, Baden bezeichnet die freie D-Jugend-Wahl vor der Saison als „Flex-Modell“, und Bremen verwendet „Norweger-Modell“ für die Spieltags-Reduktion. Auch Österreich kennt den Begriff: Für U14 bis U19 können die Landesverbände Bewerbe im ÖFB-FLEX-Modell ausschreiben, die Vereine melden 7er, 9er oder 11er, und treffen zwei Formate aufeinander, wird im kleineren gespielt. Das ist inhaltlich ein Norweger Modell. Verbindlich ist deshalb nie der Name, sondern immer die Jugendordnung oder Durchführungsbestimmung deines Verbands beziehungsweise Kreises.

    Warum es diese Modelle gibt

    Das ist kein Reform-Gimmick, sondern eine Antwort auf ein reales Problem: In vielen Regionen bekommen Vereine ab der C-Jugend keine 14, 15 Spieler mehr für einen 11er-Kader zusammen. Die Folgen kennst du vermutlich aus deinem eigenen Kreis: kurzfristige Spielabsagen, Zwangsabmeldungen mitten in der Saison, Spielgemeinschaften über mehrere Dörfer und immer längere Fahrtwege, weil die Staffeln ausdünnen. Für die betroffenen Jugendlichen heißt das im schlimmsten Fall: kein Fußball mehr.

    Die rechtliche Grundlage liefert der DFB selbst: Die DFB-Spielordnung erlaubt den Landesverbänden, in den vier untersten Spielklassen abweichende Mannschaftsstärken samt eigener Mindestspielerzahl festzulegen. Genau diese Öffnungsklausel nutzen die Verbände — deshalb spielen die Modelle fast immer auf Kreis- oder unterer Landesebene, nicht in den Verbands- und Regionalligen. Anders im G- bis E-Jugend-Bereich: Die neuen Kinderfußball-Spielformen der 21 Landesverbände stehen seit 2024/25 bundesweit verbindlich in Anhang IV der DFB-Jugendordnung, die Verbände wählen dort nur zwischen festgelegten Teamgrößen.

    Übersicht: Welcher Verband bietet was

    Die folgende Tabelle enthält nur belegte Regelungen aus den Jugendordnungen und Durchführungsbestimmungen der Verbände (Saison 2026/27, sofern nicht anders vermerkt):

    VerbandModellAltersklassenEbene
    BadenFlex-Modell: 7er, 8er oder 9er frei wählbarDverbandsweit (JO Anlage 1)
    Bayernflexibler Spielbetrieb: 7 gegen 7 statt 9 gegen 9 auf verkleinertem GroßfeldDKreise Coburg/Kronach/Lichtenfels und Bamberg/Bayreuth-Kulmbach, unterste Spielklasse
    BremenNorweger-Modell: Reduktion bis min. 9 gegen 9, Großfeld bleibtCBezirksklasse
    HessenWahlmodell: 9er- oder 7er-Feld, gleichberechtigt; Norweger Modell nur mit Genehmigung, ohne AufstiegsrechtDverbandsweit
    Mecklenburg-VorpommernNorweger-Modell 9 gegen 9 auf verkürztem GroßfeldAA-Landesligen, auf Antrag
    Mittelrhein„Norweger Modell“: 10 gegen 10/9 gegen 9 bei Spielermangel (mind. 9 Spieler); C-Norwegerstaffeln mit 11er, 9er oder 7erA, B (Kreis Berg, 2025/26); C (Kreis Aachen)einzelne Kreise
    NiedersachsenSpielrunden mit weniger Spielern auf kleinerem Feld, inkl. Norweger ModellA, B, CBezirks-/Kreisebene
    Rheinlandreduzierte Mannschaftsstärken (z. B. D7, C9) möglich, aber weder Staffelsieger noch KreismeisterA–DMeldeligen
    SaarlandFlex-Modell 11/10/9/8 (A, Pilot); Norweger-Modell 9er/7er (B, C); 7er (D)A–DKreisebene
    Sachsen„Norweger-Modell“ bzw. 9er-Meldung, meist 9 gegen 9 auf verkürztem Großfeld (z. B. C-Junioren in den Kreisen Zwickau, Erzgebirge, Mittelsachsen; A/B in Nordsachsen)A–CKreisebene
    Sachsen-AnhaltFlex-Modell 9 gegen 9; ab 13 verfügbaren Spielern zwingend 11 gegen 11, Aufstiegsrecht entfällt; auf Kreisebene auch für C und B (z. B. KFV Börde)A (Landesliga), B, C (Kreis)Landesliga (nur Meisterschaft) und Kreisebene
    Schleswig-HolsteinAlternativ 9er (Richtwert 58×89 m auf Großtoren); 7er laut Kreis-Durchführungsbestimmungen nicht statthaft, die allgemeinen Durchführungsbestimmungen lassen 7er und Norweger Modell grundsätzlich zuA, B, CKreisspielklassen
    SüdwestFlexibler Modus (auch 9 gegen 9/7 gegen 7); ohne Meldung gilt 11 gegen 11A, B, CKreisebene
    WestfalenKleinfeld-Öffnung (§ 16 (17) JSpO, 5×2-m-Tore) + Norweger Modell (z. B. 7:7 bis 9:9), grundsätzlich als „Pflichtspiele ohne Wertung“A, B, Cnur unterste Kreisklasse; überkreislich nur 11 gegen 11
    WürttembergNorweger-Modell (feste 9er/7er-Meldung) und Flex-Modell (unterjähriger Wechsel); D-Jugend: 9er/7er wählbarD u. a.verbandsweit bzw. unterste Spielklassen

    Auf Kreisebene gibt es außerdem weitere lokale Lösungen, die nicht in jeder Verbandsordnung stehen. Die Detailregeln deines Verbands findest du in der Übersicht aller Landesverbände.

    Saarland: Flex-Modell 11/10/9/8 als Pilotprojekt

    Das Saarland geht zur Saison 2026/27 am weitesten. Neu als Pilotprojekt für A-Junioren auf Kreisebene: das Flex-Modell mit 11, 10, 9 oder 8 Spielern (inklusive Torwart). Die Mannschaftsstärke ist je Spieltag auf Antrag änderbar, und die kleinere Mannschaftsgröße ist maßgebend — bringt dein Gegner nur neun Spieler zusammen, spielt ihr eben 9 gegen 9. Wichtig: Alle Ergebnisse zählen ganz normal mit 3/1/0 Punkten, es ist also kein Sonderwettbewerb ohne Wertung. Mit 11 oder 10 Spielern wird auf dem Großfeld gespielt, mit 9 oder 8 auf dem A9-Juniorenfeld.

    Dazu kommt das Norweger-Modell auf Kreisebene für B- und C-Junioren: 9 gegen 9 mit verschiebbarem Tor an der 16-m-Linie oder 7 gegen 7 (bei den C-Junioren auf 70×50 m). Selbst die D-Jugend hat eine 7er-Alternative zur 9er-Hauptform — gespielt wird dann auf dem E-Junioren-Feld (55×35 m), allerdings als Pflichtfreundschaftsrunde ohne Tabellen.

    Baden: D-Flex mit einheitlichen Kleinfeldmaßen

    Der Badische Fußballverband hat das Flex-Modell der D-Junioren in der Jugendordnung (Stand August 2026) besonders sauber durchdekliniert. Vereine wählen frei zwischen 7er, 8er und 9er — und die Kleinfeldmaße sind in allen drei Varianten weitgehend identisch: Strafraum 25×10 m, Strafstoßmarke 9 m, Jugendtore 5×2 m. Ein Detail unterscheidet sich: Der Freistoß-Mindestabstand beträgt im 9er 9 m, im 8er und 7er 5 m. Nur das Feld wächst mit der Spielerzahl: ca. 50×35 m (7er), 60×40 m (8er) und 70×50 m (9er). Für den Platzaufbau heißt das: einmal markieren gelernt, alle Varianten abgedeckt.

    Aufpassen musst du bei der Abseitsregel. Im 9er wird mit Abseits gespielt, im 7er ohne. Für das 8er (7 plus 1), das das Informationsblatt D-Jugend 2026/27 als Standardform beschreibt, widersprechen sich die Quellen: Die Jugendordnung nimmt seit 01.07.2026 Teams mit 7 oder weniger Feldspielern vom Abseits aus, das Informationsblatt sagt für das 7 plus 1 dagegen „Es wird mit Abseits gespielt“. Bis der bfv das klarstellt, frag vor der Saison bei deinem Kreis nach. Sicher ist: Wo Abseits gilt, ist es beim Einpassen und Eindribbeln nicht aufgehoben.

    Hessen: Das gleichberechtigte 9er/7er-Wahlmodell

    In Hessen entscheiden sich D-Jugend-Teams zwischen 9er- und 7er-Feld — beide Formate sind laut Jugendordnung gleichrangig. Das 9er-Feld misst ca. 68×50 m, das 7er-Feld ca. 65×50 m; der Strafraum ist mit 29×12 m in beiden Varianten gleich, für den Strafstoßpunkt übernimmt der HFV die DFB-Empfehlung von 8 m (verbindlich sind die Feldmaße der Kreise). Gespielt wird 2×30 Minuten, bis zu 5 Spieler dürfen aus- und wieder eingewechselt werden. Die Torgrößen regeln die Kreise in ihren Durchführungsbestimmungen (regional z. B. 5×2 m).

    Nicht nur Jugend: Frauen- und Herrenfußball

    Flexible Mannschaftsstärken sind kein reines Jungen-Thema. Gerade im Juniorinnenfußball, wo Spielerinnen oft knapp sind, nutzen Verbände dieselben Instrumente: Im Saarland spielt die B-Juniorinnen-Verbandsliga 2026/27 im Norweger-Modell mit 11er- und 7er-Mannschaften (nur 11er können in die Regionalliga aufsteigen), in Brandenburg melden die B-Juniorinnen der Landesliga als 11er oder 9er, und in Württemberg gibt es Norweger- und Flex-Modell mit 9 gegen 9 auch für A- bis C-Juniorinnen. Ob es im Frauen- und Herrenbereich ähnliche Wettbewerbe gibt, regelt die Ausschreibung der jeweiligen Spielklasse deines Verbands.

    Was heißt das praktisch für dich?

    Vor der Meldung ehrlich rechnen. Zähl nicht die Namen auf der Spielerliste, sondern die realistisch verfügbaren Spieler pro Samstag. In Württemberg kannst du bis zu 4 Mannschaften in beliebiger Stärke melden — die Mindestspielerzahl bei Spielbeginn liegt beim 9er bei 7, beim 7er bei 5 Spielern. Zwei kleine Teams bedeuten oft mehr Spielzeit pro Kind als ein großes mit zwölf Bankplätzen.

    Aufstiegsrecht klären. Wo Norweger- und Flex-Modell nebeneinander existieren, ist das der entscheidende Unterschied: In Württemberg behält eine fest fürs Norweger-Modell gemeldete Mannschaft ihr Aufstiegsrecht, während es beim unterjährigen Wechsel ins Flex-Modell erlischt. Wenn dein Team oben mitspielt, kläre diese Frage vor der Meldung mit dem Staffelleiter.

    Fristen und Bedingungen prüfen. Im Südwesten gilt ohne rechtzeitige Mitteilung automatisch die Regelform 11 gegen 11, in Württemberg muss der Flex-Wechsel 48 Stunden vor Anpfiff gemeldet sein. In Mecklenburg-Vorpommern läuft das 9-gegen-9-Norweger-Modell der A-Landesligen nur auf Antrag, mit maximal 2 Wechselspielern. Und in Sachsen-Anhalt greift das Flex-Modell 9 gegen 9 nur im Meisterschaftsbetrieb der Landesliga (nicht im Landespokal) — sind am Spieltag 13 Spieler verfügbar, wird zwingend 11 gegen 11 gespielt.

    Feld und Tore organisieren. Die reduzierten Formate laufen meist auf verkürztem Großfeld „16er zu 16er“: In Sachsen-Anhalt sind das 65–90 × 45–70 m mit 5×2-m-Kleinfeldtoren, in Mecklenburg-Vorpommern ein auf ca. 80 m verkürztes Feld mit Großfeldtoren (alternativ Kleinfeldtore mit 9-m-Punkt). Sprich früh mit dem Platzwart und kläre, ob mobile Tore vorhanden sind. Eine komplette Maß-Übersicht findest du unter Spielfeldgrößen nach Altersklasse.

    Wertung klären. Nicht überall zählt alles gleich: Das saarländische A-Flex-Modell wertet normal (3/1/0), die 7er-D-Runde im Saarland läuft dagegen als Pflichtfreundschaftsrunde ohne Tabellen. In Westfalen sind Norweger-Staffeln grundsätzlich „Pflichtspiele ohne Wertung“, im Rheinland können Teams mit reduzierter Stärke weder Staffelsieger noch Kreismeister werden. Frag im Zweifel bei deinem Kreisjugendausschuss nach, bevor du meldest.

    Merke: Das kleinere Team hebt in der C- bis A-Jugend das Abseits nicht automatisch auf. In Württemberg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und am Mittelrhein gilt es auch im 9 gegen 9 bzw. 7 gegen 7 dieser Altersklassen; in Baden spielen 7er-Mannschaften der A- bis C-Junioren dagegen ohne Abseits.

    Unterm Strich sind Norweger- und Flex-Modelle keine Notlösung zweiter Klasse, sondern die bessere Alternative zu Spielabsagen und Zwangsabmeldungen: Deine Spieler stehen auf dem Platz statt auf der Absage-Liste — und mit 9 statt 11 hat jeder mehr Ballkontakte. Bevor du ein Team abmeldest, lohnt also immer der Blick in die Durchführungsbestimmungen deines Landesverbands.

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    Häufig gestellte Fragen

    Beim Norweger Modell findet das Spiel auch dann statt, wenn eine Mannschaft nicht genug Spieler für die volle Stärke hat: Der Gegner passt sich an, beide Teams spielen in der kleineren Besetzung — etwa 9 gegen 9 statt 11 gegen 11, oft auf verkleinertem Feld. So werden Spielabsagen und Wertungen am grünen Tisch vermieden.

    In Württemberg, wo die Begriffe am klarsten getrennt sind, legt eine Mannschaft beim Norweger-Modell ihre Stärke (9er oder 7er) vor der Saison fest und behält ihr Aufstiegsrecht. Beim Flex-Modell wechselt sie erst während der Saison in die reduzierte Stärke, meldet das bis 48 Stunden vor dem Spiel und verliert ab der ersten Flex-Meldung das Aufstiegsrecht. Andere Verbände verwenden die Namen anders: Baden nennt die freie D-Jugend-Wahl vor der Saison „Flex-Modell“, das Saarland erlaubt im A-Junioren-Flex-Modell Änderungen je Spieltag. Verbindlich ist immer die Durchführungsbestimmung deines Verbands.

    Ja. Die DFB-Spielordnung erlaubt den Landesverbänden, in den vier untersten Spielklassen abweichende Mannschaftsstärken samt eigener Mindestspielerzahl festzulegen. Deshalb gelten Norweger- und Flex-Modelle fast immer auf Kreis- oder unterer Landesebene, nicht in Verbands- oder Regionalligen.

    Das regelt jeder Verband selbst. Im saarländischen Flex-Modell der A-Junioren zählen alle Ergebnisse normal mit 3/1/0 Punkten; die 7er-Runde der saarländischen D-Jugend läuft dagegen als Pflichtfreundschaftsrunde ohne Tabellen. In Westfalen sind Norweger-Staffeln grundsätzlich Pflichtspiele ohne Wertung, im Rheinland können Teams mit reduzierter Stärke weder Staffelsieger noch Kreismeister werden. Prüfe vor der Meldung die Durchführungsbestimmungen deines Kreises.

    Meist auf einem verkürzten Großfeld von Strafraum zu Strafraum („16er zu 16er“). In Sachsen-Anhalt sind für das A-Junioren-Flex-Modell 65–90 × 45–70 m mit 5×2-m-Kleinfeldtoren vorgesehen, in Mecklenburg-Vorpommern ein auf ca. 80 m verkürztes Feld mit Großfeldtoren; im Saarland wird beim 9er der B-/C-Junioren ein verschiebbares Tor an die 16-m-Linie gestellt.

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