Altersklassen & Spielbetrieb

    Spielfeldgrößen nach Altersklasse

    Spielfeldgrößen nach Altersklasse sorgen dafür, dass Kinder auf einem passenden Raum spielen und mehr Ballkontakte sammeln. Hier bekommst du verständliche Faustregeln, Praxisbeispiele und wichtige verwandte Begriffe.

    fbTobias Brenner · aktualisiert 24. Okt. 2026 · 6 Min.
    KI-generiertes Symbolbild

    Spielfeldgrößen nach Altersklasse beschreiben, wie groß das Fußballfeld je nach Alter im Jugendfußball sein sollte. Ziel ist, dass Kinder auf einem passenden Raum spielen, der zu ihrer körperlichen und kognitiven Entwicklung passt.

    Was bedeutet „Spielfeldgrößen nach Altersklasse“ im Jugendfußball?

    Bei der Spielfeldgröße im Jugendfußball geht es darum, die Feldmaße (Länge/Breite) und oft auch Tore, Spielerzahl und Regeln an das Alter anzupassen. Warum ist das so wichtig? Weil ein zu großes Feld Kinder überfordert: Laufwege werden zu lang, Ballkontakte zu selten, und viele Aktionen passieren weit weg vom eigenen Einfluss.

    Gleichzeitig sorgt ein altersgerechtes Feld dafür, dass Kinder:

    • häufiger am Ball sind und schneller lernen
    • mehr 1-gegen-1-Situationen erleben
    • leichter Torschüsse und Erfolgserlebnisse haben
    • das Spiel besser „lesen“ können (Orientierung, Räume, Mitspieler)

    Typische Spielfeldgrößen: Orientierung statt starre Zentimeter

    In Deutschland, Österreich und der Schweiz geben Verbände Rahmen vor – je nach Landesverband können Maße leicht variieren. Als Faustregel gilt: Je jünger, desto kleiner (und oft weniger Spieler).

    Gängige Formate im Kinderfußball (Praxisbeispiele)

    • G-Jugend (U6/U7): sehr kleine Felder für 2 gegen 2 oder 3 gegen 3 auf Minitore. Hier stehen viele Ballaktionen im Vordergrund.
    • F-Jugend (U8/U9): 3 gegen 3 bis 5 gegen 5, auf Minitore oder kleine Kleinfeldtore.
    • E-Jugend (U10/U11): 4 gegen 4 bis 7 gegen 7, Feld deutlich größer, aber weiterhin kompakt.
    • D-Jugend (U12/U13): je nach Landesverband 7 gegen 7, 8 gegen 8 oder 9 gegen 9, teils quer, teils von Strafraum zu Strafraum auf dem Großfeld.
    • C- bis A-Jugend (U14–U19): in der Regel 11 gegen 11 auf dem Großfeld.

    Maße nach den DFB-Spielformen (Richtwerte 2026/27)

    Für die G- bis E-Jugend legt Anhang IV der DFB-Jugendordnung die Feldgrößen seit 2024/25 bundesweit verbindlich fest, allerdings als ca.-Werte. Für die D-Jugend gibt der DFB nur Empfehlungen, verbindlich ist dort ein verkleinertes Spielfeld. Ab der C-Jugend gelten die Maße aus Regel 1 der Fußballregeln.

    AltersklasseSpielformFeldgröße (Richtwert)
    G-Jugend2 gegen 2ca. 16 × 20 m
    G-Jugend3 gegen 3ca. 25 × 20 m
    F-Jugend3 gegen 3ca. 25 × 20 m, 6-m-Schusszone
    F-Jugend4 gegen 4 / 5 gegen 5ca. 40 × 25 m
    E-Jugend4 gegen 4 / 5 gegen 5ca. 40 × 25 m
    E-Jugend7 gegen 7ca. 55 × 35 m
    D-Jugend (Empfehlung)7 gegen 7ca. 50 × 65 m
    D-Jugend (Empfehlung)9 gegen 9von Strafraum zu Strafraum, mind. 50 × 68 m (8 gegen 8 auch quer)
    C- bis A-Jugend11 gegen 11Seitenlinie 90–120 m, Torlinie 45–90 m; üblich 105 × 68–70 m

    Die DFB-FAQ nennt für die G-Jugend eine etwas größere Spanne (bis ca. 28 × 22 m), und viele Landesverbände legen eigene Maße fest. Verbindlich ist, was in den Durchführungsbestimmungen deines Verbands steht.

    Merke: Österreich und die Schweiz haben eigene Maße. Der ÖFB spielt in der U6 auf 16 × 15 m, in der U7 auf 25 × 20 m, in der U8 auf 29 × 22 m, in der U9/U10 auf 40 × 25 m und in der U11/U12 auf 55 × 40 m. Der SFV nennt für die D-7 55 × 35 m, für die D-9 68 × 52 m und für die C- bis A-Junioren 100 × 64 m.

    Wichtig: Nicht nur die Meterzahl zählt, sondern das Gesamtpaket aus Spielerzahl, Feldgröße und Torgröße. Ein kleines Feld mit zu vielen Spielern wird schnell eng – ein großes Feld mit wenigen Spielern wird schnell „leer“.

    Du brauchst konkrete Meterangaben für dein Team? Feldlänge und -breite, Torgröße und Spielerzahl für jede Altersklasse von den Bambini bis zur A-Jugend – und, wo dein Landesverband eigene Vorgaben hat, auch nach diesen – zeigt dir der Spielfeld-Rechner. Für die E-Jugend findest du Maße, Tore und den Feldaufbau ausführlich im Beitrag zum E-Jugend-Spielfeld für U10 und U11, für die Bambini im Beitrag zum Bambini-Spielfeld mit Minitoren und Schusszone. Welche Tore zu welchem Feld gehören, zeigt der Überblick zu den Fußballtor-Maßen je Altersklasse.

    Warum altersgerechte Feldgrößen die Entwicklung beschleunigen

    Kinder lernen Fußball über Wiederholung und Entscheidungssituationen. Auf passenden Feldern entstehen automatisch mehr:

    • Dribblings und Zweikämpfe (Mut, Technik, Körpergefühl)
    • Pässe unter Druck (Wahrnehmung, Timing)
    • Abschlüsse (Tororientierung, Schusstechnik)

    Gerade beim Thema Abschluss hilft ein Blick auf den Technikbaustein Torschuss aus der Bewegung: Auf kleineren Feldern kommen Kinder häufiger in dynamische Abschlusssituationen – genau das, was im Spiel später zählt.

    Was bedeutet das für Eltern und Trainer im Alltag?

    Als Trainer solltest du prüfen: Passt das Feld zur Leistungs- und Altersstufe? Wenn dein Team kaum ins letzte Drittel kommt oder viele Kinder „mitlaufen, ohne beteiligt zu sein“, ist das oft ein Hinweis auf eine unpassende Spielfeldgröße.

    Für Eltern ist hilfreich zu wissen: Kleinere Felder sind kein „weniger richtiger“ Fußball, sondern kindgerechter Fußball. Wenn du dein Kind beim ersten Spiel unterstützen willst, hilft die Eltern-Checkliste: Das erste Fußballspiel bei typischen Fragen rund um Ablauf, Verhalten und Erwartungen.

    Verwandte Begriffe (kurz erklärt)

    • Abseits: Auf kleineren Spielformen oft nicht relevant oder vereinfacht. Verständlich erklärt in Abseits einfach erklärt für Kinder.
    • Kleinfeld / Großfeld: Bezeichnet Spielflächen mit unterschiedlichen Maßen und meist unterschiedlicher Spielerzahl.
    • Funino: 3 gegen 3 auf vier Minitore, entwickelt von Horst Wein. Das 3 gegen 3 im DFB-Spielbetrieb ist daran angelehnt, nutzt aber ein etwas kleineres Feld (ca. 25 × 20 m statt ca. 32 × 25 m). Mehr dazu in Funino im Kinderfußball: Aufbau, Regeln, Coaching.

    Merksatz

    Je besser die Spielfeldgröße zum Alter passt, desto mehr Ballaktionen, Lernmomente und Erfolgserlebnisse entstehen – und genau das bringt Kinder nachhaltig voran.

    Passend dazu

    Häufig gestellte Fragen

    Ja, aber als Richtwerte. Für die G- bis E-Jugend legt die DFB-Jugendordnung ca.-Maße fest, etwa ca. 25 × 20 m für das 3 gegen 3, für die D-Jugend gibt es Empfehlungen, ab der C-Jugend gilt Regel 1. Landesverbände sowie ÖFB und SFV haben eigene Maße. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Feldgröße, Spielerzahl und Torgröße.

    Ein Feld ist oft zu groß, wenn Kinder lange ohne Ballbeteiligung laufen, Angriffe selten bis zum Tor kommen und viele Aktionen in „weiten Abständen“ passieren. Zu klein wirkt es, wenn kaum Dribblings möglich sind, alles im Gedränge endet und Pässe kaum gespielt werden können. Gute Spielfeldgrößen erzeugen viele 1-gegen-1-Situationen, Pässe unter Druck und Abschlüsse.

    Im 11-gegen-11 sind Laufwege, Raumaufteilung und Entscheidungsdichte für jüngere Kinder meist zu komplex. Auf kleineren Feldern mit weniger Spielern bekommen sie mehr Ballkontakte und lernen schneller grundlegende Fähigkeiten wie Dribbling, Passspiel, Orientierung und Torabschluss – ohne dauerhaft „mitzulaufen“.

    Ähnliche Begriffe im Lexikon

    Übungen zu "Spielfeldgrößen nach Altersklasse"

    Diese Übungen wenden den Begriff praktisch an

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