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    Übungssammlung · 5 SpieleEinsteiger

    Orientierung im Futsal: Scannen lernen in 5 Spielen

    Mit diesen 5 kurzen Futsal-Spielen lernen Kinder den Schulterblick und verbessern ihre Orientierung in der Halle. Ideal für Beginner-Teams mit wenig Aufwand und vielen Wiederholungen.

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    15. Jan. 2026
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    Aktualisiert: 10. Juli 2026
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    6 Min. Lesezeit

    Ziel der Sammlung

    • Kinder gewöhnen sich an den Blick über Schulter vor Ballannahme und Pass
    • schnelleres Erkennen von freien Räumen und Gegenspielern (Orientierung Futsal)
    • bessere Entscheidungen Halle: passen, dribbeln, abschirmen, drehen

    Die 6 Spiele – Schritt für Schritt

    1

    Vorbereitung (einmalig)

    2

    „Schulterblick-Punkt“ im 3-gegen-3

    • Spiele 3-gegen-3 (oder 4-gegen-4) auf zwei kleine Hütchentore.
    • Regel: Ein Tor zählt nur, wenn der Torschütze vor dem letzten Pass einen klaren Schulterblick zeigt (kurz Kopf drehen).
    • Trainer beobachtet: Schulterblick = Bonuspunkt oder Tor zählt.
    • Nach 3–4 Minuten Teams/Partner durchmischen.
    3

    „Farbcode“: Pass nur nach Scan

    • Lege 4 Hütchen in den Ecken (z. B. rot/gelb/blau/grün oder einfach 4 Farben/Markierungen).
    • Während des Spiels ruft der Trainer alle 10–15 Sekunden eine Farbe.
    • Regel: Bevor ein Spieler passt, muss er kurz scannen und mit der Hand auf die gerufene Ecke zeigen (Mini-Check).
    • Wird ohne Scan gepasst: Ballbesitz wechselt.
    4

    „Rücken-Zahl“: Anspiel in den freien Raum

    • Spiele 3-gegen-3 im Feld.
    • Jeder Spieler bekommt heimlich eine Zahl (1–3) zugewiesen (Trainer flüstert oder zeigt kurz).
    • Regel: Wer den Ball erhält, muss vor der Annahme kurz scannen und anschließend laut eine Zahl nennen, die er bei einem Mitspieler „gesehen“ hat.
    • Erst dann darf er weiterpassen/dribbeln.
    5

    „Zonen öffnen“: Erst schauen, dann reinspielen

    • Markiere in der Mitte eine kleine Zone (z. B. 4 x 4 m) mit Hütchen.
    • Regel: Ein Punkt, wenn ein Pass in die Zone gespielt wird und der Empfänger schon vorher gescannt hat (Schulterblick sichtbar).
    • Verteidiger dürfen die Zone betreten, aber nicht dauerhaft darin stehen (max. 2 Sekunden), damit Bewegung entsteht.
    6

    „Konter-Fenster“: Umschalten mit Kopf oben

    • Normales Spiel 4-gegen-4 auf zwei Tore.
    • Zusatzregel: Nach Ballgewinn hat das Team 5 Sekunden Konter-Fenster. Ein Tor in dieser Zeit zählt doppelt.
    • Coaching-Fokus: Nach Ballgewinn erst scannen, dann Entscheidung: schneller Pass, Dribbling oder sichern.

    Variationen nach Alter

    U7–U8 (ganz leicht)

    • Spiele 2-gegen-2 oder 3-gegen-3, weniger Regeln gleichzeitig
    • Schulterblick reicht als „Kopf drehen“ – kein Strafpunkt, sondern Lobpunkt
    • Nutze statt Zahlen eine einfache Aufgabe: „Zeig kurz zur Wand“ oder „Nenn eine Farbe“

    U9–U11 (Standard)

    • 3-gegen-3/4-gegen-4, Regeln wie oben
    • Bonuspunkt nur bei Scan + offene Körperstellung (seitlich zum Feld)
    • Begrenze Kontakte (z. B. max. 3), damit Entscheidungen schneller werden

    U12+ (anspruchsvoller)

    • „Scan-Zwang“: Ballannahme zählt nur, wenn vorher gescannt wurde
    • Gegnerdruck erhöhen: Feld etwas kleiner, intensiveres Pressing
    • Zusätzliche Aufgabe: nach Scan bewusst „klatschen lassen“ (Direktspiel) oder Drehung in die offene Seite

    Coaching-Tipps

    • Fordere klare Trigger: „Vor Annahme: Schulterblick!“ – kurz, wiederholbar, nicht als Vortrag.
    • Achte auf offene Körperstellung: seitlich stehen, damit Kinder Ball und Feld gleichzeitig sehen.
    • Stelle Fragen statt Monolog: „Wo war der freie Raum? Wer stand im Rücken?“
    • Lobe das Verhalten, nicht nur das Ergebnis: Ein guter Schulterblick ist auch dann wertvoll, wenn der Pass mal nicht ankommt.

    Häufig gestellte Fragen