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    Absichern im Fußball: einfach erklärt (U10+)

    Absichern bedeutet, beim Angriff mindestens einen Spieler so zu positionieren, dass Ballverluste sofort aufgefangen werden. Gerade im Kinderfußball (U10+) hilft das, Konter zu stoppen und besser in die Verteidigung umzuschalten.

    Tobias Brenner
    11. Jan. 2026
    Aktualisiert: 19. Jan. 2026
    4 Min.

    Absichern

    Umschalten
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    Absichern heißt, beim Angriff so zu stehen, dass dein Team nach Ballverlust sofort den Konter stoppen oder verlangsamen kann.

    Absichern im Fußball bedeutet: Ein oder mehrere Spieler bleiben so positioniert, dass sie einen Ballverlust sofort auffangen und einen Konter verhindern oder verlangsamen.

    Was heißt „Absichern“ im Kinderfußball (U10+)?

    Absichern ist eine einfache Team-Regel gegen gefährliche Gegenstöße: Wenn dein Team angreift, soll nicht „alles nach vorne“ laufen. Stattdessen sorgt mindestens ein Kind dafür, dass hinter dem Ball noch Hilfe da ist. So kann dein Team nach einem Fehlpass oder verlorenen Dribbling schnell umschalten (also von Angriff auf Verteidigung wechseln) und den Gegner stoppen.

    Gerade ab U10 wird das wichtiger, weil Kinder schneller werden, weiter passen und Konter häufiger bis zum Tor durchlaufen. Absichern ist dabei keine „Angst-Taktik“, sondern clevere Risiko-Steuerung: Wer angreift, braucht trotzdem eine Sicherheitsleine.

    Woran erkennst du gutes Absichern?

    Gutes Absichern ist weniger eine feste Position als eine Aufgabe. Typische Merkmale:

    • Ein Spieler bleibt hinter dem Ball oder bewegt sich so, dass er den direkten Konterweg schließen kann.
    • Abstände stimmen: Nicht zu weit weg, aber auch nicht auf einer Linie mit dem Stürmer.
    • Körperstellung offen: Seitlich stehen, damit man Ball und Gegner sieht und schnell starten kann.
    • Kommunikation: Kurze Hinweise wie „Ich sichere!“ oder „Bleib!“ helfen.

    Tipp für Eltern: Wenn dein Kind „hinten bleibt“, ist das oft ein Zeichen von Spielintelligenz – nicht von fehlendem Mut.

    Beispiele aus dem Kinderfußball (leicht vorstellbar)

    Beispiel 1: Dribbling am Flügel

    Ein Kind dribbelt außen Richtung Tor. Zwei Mitspieler laufen in den Strafraum. Absichern heißt hier: Ein Spieler (oft ein zentraler Mittelfeldspieler) bleibt etwas tiefer, etwa auf Höhe des Balles. Verliert der Dribbler den Ball, kann der Sichernde sofort den Gegenspieler stellen oder den Passweg nach innen blockieren.

    Beispiel 2: Alle laufen zum Torschuss

    Nach einem Abschluss prallt der Ball ab und der Gegner startet. Wenn niemand abgesichert hat, entsteht ein 1-gegen-0 oder 2-gegen-1. Hat ein Kind abgesichert, kann es den Gegner verzögern (Tempo rausnehmen), bis Hilfe zurückkommt. Passend dazu: Beim Training von Abschlüssen kannst du Absicherung gleich mitdenken, z. B. bei Torschuss aus der Bewegung.

    Beispiel 3: Eckball oder hoher Ball nach vorne

    Bei Standards ist Absichern besonders wichtig, weil viele Kinder gleichzeitig zum Ball schauen. Bei Ecken helfen klare Aufgaben: Wer bleibt draußen? Wer deckt den kurzen Konterpass? Dazu findest du einfache Regeln in Eckball verteidigen: einfache Regeln & Aufgaben (U10+).

    Absichern vs. Restverteidigung – wo ist der Unterschied?

    Absichern ist die Grundidee: „Wir sind bei Ballverlust nicht blank.“ Die Restverteidigung beschreibt genauer, wie viele Spieler und welche Staffelung hinter dem Ball stehen, während andere angreifen. Wenn du tiefer einsteigen willst, lies: Restverteidigung einfach erklärt (U12+).

    Mini-Regeln, die Kinder schnell verstehen

    • „Einer bleibt!“ Wenn zwei angreifen, sichert einer.
    • „Ballseite dicht!“ Der Sichernde steht so, dass der direkte Weg zum Tor zu ist.
    • „Erst stoppen, dann klauen!“ Erst den Konter verlangsamen, dann den Ball erobern.

    FAQ

    Wie viele Kinder müssen in der U10 absichern?

    Meist reicht ein Kind als klare Absicherung, sobald mehrere angreifen. Gegen sehr schnelle Teams kann auch ein zweiter Spieler etwas tiefer bleiben.

    Ist Absichern nicht zu defensiv für Kinder?

    Nein. Absichern ermöglicht sogar mutigeres Angreifen, weil dein Team weiß: Bei Ballverlust gibt es eine Sicherheitslösung. Das fördert Spielfreude und Struktur.

    Was ist beim Umschalten in die Verteidigung am wichtigsten?

    Sofort reagieren: nächster Spieler zum Ball stellt, die anderen rücken nach innen und sichern das Zentrum. Absichern hilft, diese erste Sekunde nach Ballverlust zu überbrücken.

    Welche Position sichert im Kinderfußball am besten ab?

    Oft ist es ein zentraler Spieler (Mittelfeld/Abwehr), weil er viele Wege schließen kann. Wichtig ist weniger die Position als die Aufgabe: hinter dem Ball bleiben und Konterwege blockieren.

    Häufig gestellte Fragen

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    absicherung kinderfußball
    restverteidigung absichern
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