Taktik

    Dritter Mann: Spielprinzip einfach erklärt

    Der „dritte Mann“ ist ein Spielprinzip, bei dem ein Pass über einen Mitspieler weitergeleitet wird, damit ein dritter Spieler frei weiterspielen kann. Besonders im Kinderfußball verbessert das Ballbesitz, Freilaufen und Dreiecksbildung.

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    12. Jan. 2026
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    Aktualisiert: 20. Juli 2026
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    3 Min. Lesezeit

    Dritter Mann bedeutet im Fußball: Der Ball geht nicht direkt zurück zum Passempfänger, sondern über einen dritten Spieler, der dadurch Zeit und Raum gewinnt.

    Was heißt „Dritter Mann“ im Fußball?

    Beim Spielprinzip dritter Mann Fußball geht es um eine einfache Idee: Ein Spieler passt an Mitspieler A. Mitspieler A spielt den Ball nicht zurück zum ersten Passgeber, sondern lässt klatschen oder leitet weiter zu Mitspieler B – dem dritten Mann. Warum ist das so wertvoll? Weil der dritte Mann oft offen zum Spiel steht und in eine freie Zone starten kann.

    Gerade im Kinderfußball hilft dieses Prinzip, Ballbesitz zu sichern und Druck zu lösen. Kinder lernen dabei, nicht nur dem Ball hinterherzulaufen, sondern Mitspieler mitzudenken: Wer ist frei? Wer kann nachrücken? Wer kann sich so anbieten, dass ein Gegner überspielt wird?

    So kannst du das Spielprinzip einfach erklären (für Kinder & Eltern)

    Eine kindgerechte Erklärung funktioniert über Bilder:

    • „Pass zu einem Freund, der den Ball kurz anklatschen lässt, damit ein anderer Freund weiterlaufen kann.“
    • „Der Ball macht eine Abkürzung über einen dritten Spieler, damit ihr schneller nach vorne kommt.“

    Wichtig ist dabei die Dreiecksbildung: Drei Spieler bilden ein Dreieck, sodass immer mindestens eine sichere Passlinie frei ist. Stell dir die Frage: Stehen die Kinder so, dass sie sich sehen und anspielen können – oder stehen alle in einer Reihe?

    Woran erkennst du den dritten Mann?

    Typische Merkmale im Spiel:

    • Der Passempfänger (2. Spieler) steht unter Gegnerdruck.
    • Der dritte Mann steht seitlich oder hinter dem Gegner in einem freien Raum.
    • Der zweite Spieler spielt direkt oder mit nur einem Kontakt weiter.

    Beispiele aus dem Kinderfußball (U8–U13)

    Beispiel 1: Rausspielen aus dem Gedränge

    Im 5-gegen-5 dribbeln viele Kinder ins Zentrum. Ein Kind passt nach außen zu einem Mitspieler, der bedrängt wird. Statt zurückzupassen, legt dieser den Ball in den Lauf eines dritten Kindes, das außen nachgerückt ist. Ergebnis: Das Team kommt geordnet nach vorne.

    Beispiel 2: Durchbruch Richtung Tor

    Ein Spieler passt in die Spitze. Der Stürmer wird eng gedeckt und lässt den Ball prallen auf einen nachrückenden Mittelfeldspieler (dritter Mann), der mit Tempo Richtung Tor startet und abschließen kann – ähnlich wie beim Torschuss aus der Bewegung.

    Beispiel 3: Clever gegen Abseits (im älteren Kinderbereich)

    Wenn Kinder Abseitsregeln lernen, hilft der dritte Mann bei Timing und Laufwegen: Der dritte Spieler startet aus der Tiefe, oft leichter regelkonform als ein statischer Stürmer. Dazu passt unser Artikel Abseits einfach erklärt für Kinder.

    Tipps fürs Training: So wird „dritter Mann“ schnell verständlich

    • Nutze kleine Spielformen (3-gegen-1, 4-gegen-2) mit Fokus auf Klatschpässe.
    • Coach-Punkt: „Nach dem Pass sofort freilaufen!“
    • Regelidee: Ein Tor zählt doppelt, wenn vorher ein „dritter Mann“-Pass gespielt wurde.

    Verwandte Begriffe

    • Dreiecksbildung: Spieler ordnen sich so an, dass mehrere Passoptionen entstehen.
    • Klatschpass: Ein kurzer Pass zurück oder seitlich, oft direkt gespielt.
    • Restverteidigung: Absicherung, falls der Ball verloren geht – besonders wichtig, wenn viele Spieler nachrücken. Mehr dazu in Restverteidigung einfach erklärt (U12+).

    Häufig gestellte Fragen

    Der dritte Mann ist der Spieler, der nach Pass 1 und einer kurzen Weiterleitung (Klatschpass) den Ball bekommt. Dadurch umgeht das Team Gegnerdruck und kann in freie Räume spielen.

    Ab U8/U9 lässt sich das Prinzip spielerisch einführen, zum Beispiel in 3-gegen-1 oder 4-gegen-2. Ab U11/U12 verstehen Kinder meist besser, wie Timing, offene Stellung und Laufwege zusammenhängen.

    Kinder geraten oft unter Druck oder laufen in Trauben. Der dritte Mann schafft klare Passoptionen über Dreiecke, erleichtert das Freilaufen und verbessert Ballbesitz, weil der Ball schneller aus engen Räumen herauskommt.

    Ähnliche Begriffe im Lexikon

    Übungen zu "Dritter Mann"

    Diese Übungen wenden den Begriff praktisch an

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