fussballbasis.de
    Übung
    Einsteiger

    Ecken im Futsal: 4 einfache Varianten (U10–U19)

    Mit 4 einfachen Eckball-Varianten trainierst du im Futsal schnelle Abschlüsse und klare Laufwege. Ideal für U10 bis U19 – mit Progression, Coaching-Tipps und Spielform-Optionen.

    Tobias Brenner
    19. Jan. 2026
    Aktualisiert: 19. Jan. 2026
    5 Min.

    Übungsname & Ziel

    Übungsname: Ecken im Futsal: 4 einfache Varianten (U10–U19)

    Ziel: Du trainierst mit deinem Team Eckball-Futsal-Varianten, die in der Halle schnell funktionieren: klare Laufwege, saubere erste Ballkontakte und ein Abschluss innerhalb von 3–6 Sekunden. Gleichzeitig lernen Kinder und Jugendliche, wie sie bei einem Standard in der Halle Raum schaffen, den Torwart binden und den Ball flach und präzise in Abschlusszonen bringen. Warum ist das so wichtig? Weil im Futsal die Zeit am Ball kurz ist – und ein guter Ecke-Spielzug oft die einfachste Chance auf ein Tor.

    Passend dazu lohnt sich auch der Blick auf Abschlussqualität und Gegenmaßnahmen: Wie in unserem Guide zu Torschuss aus der Bewegung und in Eckball verteidigen: einfache Regeln & Aufgaben (U10+) beschrieben, entscheiden Timing und Klarheit über Erfolg oder Ballverlust.

    Organisation: Material, Spieler, Dauer

    Material:

    • 1 Futsalball (oder Hallenball)
    • 2 Tore (Futsaltore oder Hallentore)
    • 6–10 Markierungshütchen (für Startpositionen und Laufwege)

    Spieleranzahl: min. 6, ideal 8–12 (inkl. 1–2 Torhüter möglich)

    Dauer: 20–30 Minuten (inkl. kurzer Einweisung und Wiederholungen)

    Feldgröße: halbe Halle (Angriffszone mit beiden Flügeln), Fokus auf Ecke und Strafraumnähe

    Aufbau

    • Markiere an beiden Ecken je 3 Startpunkte:
      • Eckschütze (am Ball)
      • Block-/Screen-Spieler (1–2 m vor dem ersten Pfosten)
      • Zielspieler (zwischen Elfmeterpunkt-ähnlicher Zone und zweitem Pfosten)
    • Optional: 1 Verteidiger am ersten Pfosten, 1 Verteidiger zentral, 1 Verteidiger am zweiten Pfosten (für U14+ ideal)

    Schritt-für-Schritt Anleitung (mit 4 Varianten)

    Du lässt jede Variante 6–10 Wiederholungen laufen, dann Wechsel der Rollen. Wichtig: Im Futsal zählt Tempo – also nach dem Pfiff sofort starten.

    1. Kurze Erklärung (1 Minute):

      • Ziel: Abschluss in maximal 2 Pässen.
      • Regel: Ball muss bei der Ecke ruhen, Ausführung flach oder halbhoch möglich.
    2. Variante 1 – „Kurz & Abschluss“ (Beginner-Standard):

      1. Eckschütze passt kurz (1–3 m) auf den Mitspieler.
      2. Der Empfänger nimmt mit dem ersten Kontakt offen Richtung Tor an.
      3. Sofortiger Flachschuss oder harter Pass in die Mitte.
      • Coaching-Fokus: erster Kontakt weg vom Druck, schneller Abschluss.
    3. Variante 2 – „Block am ersten Pfosten“ (Raum schaffen):

      1. Ein Angreifer positioniert sich am ersten Pfosten und setzt einen legalen Block (steht stabil, keine Bewegung in den Gegner).
      2. Eckschütze spielt flach in den Lauf des Zielspielers, der hinter dem Block in den Raum startet.
      3. Direkter Abschluss (Innenrist) oder One-Touch ins lange Eck.
      • Frage an dein Team: „Wer bindet den Torwart – und wer kommt frei zum Schuss?“
    4. Variante 3 – „Hinterlauf & Cutback“ (auf Rückraum):

      1. Eckschütze passt kurz.
      2. Sofortiger Hinterlauf des Eckschützen außen um den Passempfänger.
      3. Rückpass in den Lauf des Hinterläufers.
      4. Cutback (flacher Rückpass) in den Rückraum auf einen nachrückenden Spieler.
      • Ziel: Abschluss aus zentraler Position (hohe Trefferwahrscheinlichkeit).
    5. Variante 4 – „Täuschung & langer Pfosten“ (Timing-Variante):

      1. Zielspieler startet kurz an, als würde er den Ball fordern.
      2. Dann löst er sich blitzschnell zum zweiten Pfosten.
      3. Eckschütze spielt scharf und flach durch den Fünfmeterraum-ähnlichen Bereich.
      4. Abschluss am langen Pfosten (One-Touch).
      • Wichtig: Ball muss schnell sein, sonst klärt der Gegner.
    6. Progression: Mit Verteidigern spielen (ab U12/U13):

      • 2–3 Verteidiger aktiv, Angreifer müssen sich die Variante „verdienen“.
      • Nach Ballgewinn sofort Konter auf ein Minitor oder zur Mittellinie (Umschaltmoment als Bonus).

    Variationen nach Altersgruppe (U10–U19)

    U10–U12 (Einsteiger)

    U13–U15 (Fortgeschrittene Basics)

    • 2 Verteidiger aktiv, Abschluss innerhalb von 6 Sekunden.
    • Pflicht: mindestens ein Laufweg ohne Ball (Freilaufen, Kreuzen, Hinterlaufen).

    U16–U19 (Wettkampfnah)

    • 3 Verteidiger + Torwart, klare Zuordnungen.
    • Füge eine Regel ein: Wenn die Ecke nicht zum Abschluss führt, sofort Restabsicherung (1 Spieler bleibt als Sicherung). Als Hintergrund hilft Restverteidigung einfach erklärt (U12+).

    Coaching-Tipps (damit die Ecke wirklich funktioniert)

    • Startsignal: Alle wissen, wer „1“, „2“, „3“, „4“ ist (kurzer Code reicht).
    • Erster Kontakt entscheidet: Annahme immer so, dass der nächste Pass/Schuss möglich ist.
    • Flach ist Trumpf: In der Halle sind flache Bälle schneller und schwerer zu verteidigen.
    • Timing statt Sprint: Besser „spät und frei“ am zweiten Pfosten als „früh und gedeckt“.

    FAQ

    Wie viele Eckball-Futsal-Varianten braucht ein Team wirklich?

    Für Beginner reichen 2 sichere Varianten (z. B. „Kurz & Abschluss“ und „Block am ersten Pfosten“). Mit 4 Varianten hast du genug Auswahl, um dich an Gegner und Spielstand anzupassen.

    Dürfen Kinder im Futsal beim Eckball blocken?

    Ja, ein Block ist möglich, wenn er legal bleibt: stabil stehen, keinen Gegner schubsen oder aktiv in ihn hineinlaufen. Gerade für U10–U12 sollte der Block eher als „Position halten“ erklärt werden.

    Was ist der häufigste Fehler bei der Futsal Ecke?

    Zu langsame Ausführung. Wenn der Pass zu weich ist oder der erste Kontakt nicht offen ist, schließt der Gegner die Räume sofort. Setze klare Regeln: Abschluss in 2 Pässen und hohe Passschärfe.

    Häufig gestellte Fragen

    Futsal Ecke
    Eckball Futsal Varianten
    Standard Halle
    Ecke Spielzug
    Futsal Standardtraining