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    Fair Play im Kinderfußball

    Fair Play im Kinderfußball steht für respektvolles, ehrliches und regelkonformes Verhalten auf und neben dem Platz. Mit einfachen Regeln und guten Vorbildern lernen Kinder Teamgeist und Selbstkontrolle.

    Tobias Brenner
    23. Okt. 2025
    Aktualisiert: 12. Jan. 2026
    3 Min.

    Fair Play im Kinderfußball bedeutet: fair, respektvoll und regelkonform spielen – gegenüber Mitspielern, Gegnern, Trainern und Schiedsrichtern.

    Was heißt Fair Play im Kinderfußball genau?

    Fair Play ist mehr als „nicht foulen“. Im Kinderfußball geht es darum, dass Kinder lernen, mit Sieg und Niederlage gesund umzugehen, Regeln zu akzeptieren und andere wertzuschätzen. Warum ist das so wichtig? Weil Fußball für Kinder nicht nur Techniktraining ist, sondern auch ein Übungsfeld für Verhalten: Rücksicht, Selbstkontrolle und Teamgeist.

    Kinder im Anfängerbereich (z. B. Bambini bis E-Jugend) orientieren sich stark an Vorbildern. Dein Verhalten an der Seitenlinie – und das der Trainer – prägt, was Kinder als „normal“ empfinden. Ein ruhiger Umgang mit Fehlern, ein Handschlag nach dem Spiel und ehrliche Anerkennung für gute Aktionen des Gegners sind klassische Fair-Play-Signale.

    Woran erkennst du faires Verhalten?

    Typische Merkmale von Fair Play im Fußball mit Kindern sind:

    • Regeln akzeptieren (auch wenn eine Entscheidung unklar wirkt)
    • Respektvolle Sprache: kein Beschimpfen, kein Lächerlichmachen
    • Hilfe anbieten: Gegner aufhelfen, nach einem Zusammenstoß kurz checken
    • Ehrlichkeit: den Ball zugeben, wenn er zuletzt am eigenen Fuß war
    • Kontrollierte Emotionen: jubeln ohne Provokation, verlieren ohne Drama

    Beispiele aus dem Kinderfußball

    Fair Play passiert oft in kleinen Momenten:

    • Ein Kind schießt ein Tor, merkt aber: Der Ball war vorher im Aus. Es sagt es dem Trainer oder direkt dem Schiedsrichter.
    • Nach einem Rempler bleibt ein Kind stehen, entschuldigt sich und hilft dem anderen hoch.
    • Ein Team führt deutlich. Der Trainer achtet darauf, dass alle Kinder spielen und die Mannschaft weiter sauber kombiniert, statt den Gegner vorzuführen.

    Gerade bei Entscheidungen hilft es, die Rolle des Unparteiischen zu erklären. Wie in unserem Beitrag zu Schiedsrichter und ihre Aufgaben beschrieben, sollen Schiedsrichter das Spiel leiten – nicht „für“ ein Team pfeifen. Das zu akzeptieren ist ein Kern von Fair Play.

    Was können Eltern und Trainer konkret tun?

    Als Elternteil kannst du Fair Play fördern, indem du Leistung lobst, nicht nur Ergebnisse. Frag nach dem Spiel lieber: „Was hat heute gut geklappt?“ statt „Habt ihr gewonnen?“. Praktische Orientierung bietet auch die Eltern-Checkliste: Das erste Fußballspiel – sie hilft, die Seitenlinie positiv zu gestalten.

    Trainer können klare Teamregeln aufstellen („Wir meckern nicht“, „Wir helfen auf“) und sie im Training kurz einüben. Auch Sanktionen sollten pädagogisch sein: z. B. kurze Auszeit, Reflexionsfrage, danach Wiedereinstieg.

    Verwandte Begriffe

    • Sportlichkeit: Haltung, die Respekt und Anstand betont.
    • Respekt: Anerkennung für Menschen und Regeln – unabhängig vom Ergebnis.
    • Regelkunde: Grundverständnis für Fußballregeln; hilfreich ist z. B. Gelbe und Rote Karte im Kinderfußball.

    FAQ: Fair Play Fußball Kinder

    Was bedeutet „fair play fußball kinder“ im Alltag am Spielfeldrand?

    Es bedeutet, dass du positiv coachst, nicht beleidigst, keine Gegner oder Schiedsrichter abwertest und dein Kind für Einsatz und Teamverhalten lobst – nicht nur für Tore.

    Sollten Kinder Fouls immer sofort zugeben?

    Im Kinderfußball ist Ehrlichkeit ein wichtiger Lernschritt. Kinder dürfen lernen, Situationen zu reflektieren („War das ein Foul?“) und fair zu handeln. Trainer sollten das ruhig begleiten, ohne Druck oder Bloßstellung.

    Wie reagierst du, wenn andere Eltern unfair werden?

    Bleib ruhig, geh nicht in die Konfrontation vor den Kindern und setz ein Gegenzeichen: anfeuern ohne Abwertung. Wenn es wiederholt passiert, hilft ein kurzes Gespräch nach dem Spiel oder über den Verein, damit klare Verhaltensregeln gelten.

    Häufig gestellte Fragen

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