Fußballregeln

    Fußball-Ausrüstung Pflicht oder erlaubt? Regel 4 im Kinderfußball erklärt

    Regel 4 schreibt fünf Teile der Fußball-Ausrüstung vor und regelt erlaubte Extras, Farben und Sicherheit. Hier findest Du die Vorgaben für 2026/27, die neue Accessoires-Regel sowie Unterschiede bei Futsal, ÖFB und SFV – mit praktischem Spieltagscheck.

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    27. Sept. 2026
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    Aktualisiert: 27. Sept. 2026
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    13 Min. Lesezeit

    Samstagmorgen, F-Jugend-Spieltag: Auf der Kabinenbank liegen Schuhe und Schienbeinschoner, ein Kind zieht die Stutzen hoch, ein anderes trägt noch Ohrringe. Vor dem Start schaut die Spielleitung auf die Ausrüstung. Jetzt entstehen die typischen Fragen: Müssen die Ohrringe raus? Sind normale Sportschuhe erlaubt? Und braucht das Kind im Tor wirklich Handschuhe?

    Welche Fußball-Ausrüstung Pflicht ist, beschreibt Regel 4 der Fußball-Regeln 2026/27. Für Eltern und Trainer lohnt sich dabei ein genauer Blick: Manche Vorgaben gelten zwingend, andere betreffen erlaubte Extras – und bei Schmuck hat sich zur Saison 2026/27 etwas geändert.

    Warum Regel 4 auch im Kinderfußball zählt

    Regel 4 legt fest, welche Ausrüstung Kinder im Spiel tragen müssen, welche zusätzlichen Gegenstände erlaubt sind und was aus Sicherheitsgründen nicht aufs Feld gehört. Für das Training macht diese Spielregel keine Vorgaben; dort legen Verein und Trainer die Ausrüstungsregeln fest.

    Das bedeutet nicht, dass Schienbeinschoner beim Training unwichtig wären. Als Trainer solltest Du ihren Einsatz auch dort verbindlich regeln und Eltern vor dem ersten Training darüber informieren. Eine klare Vereinsregel verhindert Diskussionen am Platzrand.

    Merke: Pflicht gilt im Spiel. Die Ausrüstungspflichten aus Regel 4 betreffen den Spielbetrieb. Im Training gelten die Vorgaben Deines Vereins beziehungsweise Deines Trainers. „Regel 4 schreibt es im Training nicht vor“ bedeutet deshalb nicht automatisch „Bei uns ist es freiwillig“.

    Auch kleine Spielformen machen die Ausrüstung nicht nebensächlich. Der Berliner Fußball-Verband nennt für Kinderfußball-Spieltage ausdrücklich fußballgemäße Ausrüstung mit Fußballschuhen, Trikotset und Schienbeinschonern. Entscheidend ist also nicht, wie groß das Spielfeld ist oder ob eine klassische Schiedsrichterleitung dabei ist.

    Die Pflichtausrüstung: fünf Teile

    Die Grundausstattung nach Regel 4 besteht aus genau fünf Teilen. Diese Übersicht hilft Dir beim Packen und beim kurzen Check vor dem Spiel.

    TeilWas Regel 4 verlangtTypische Kinderfußball-Frage
    TrikotEin Trikot mit ÄrmelnReicht ein ärmelloses Oberteil? Nein, das vorgeschriebene Trikot hat Ärmel.
    Kurze HoseEine kurze Hose als Teil der GrundausstattungDarf das Kind im Tor eine lange Hose tragen? Ja, Torhüter dürfen Trainingshosen tragen.
    StutzenStutzen, die die Schienbeinschoner vollständig bedeckenDarf der Schoner oben herausschauen? Nein.
    SchienbeinschonerGeeignetes Material und ausreichende GrößeGibt es eine vorgeschriebene Mindestgröße? Regel 4 nennt weder eine Mindestgröße noch eine bestimmte Norm.
    SchuheSchuhe, die keine Gefährdung darstellenSind Stollen vorgeschrieben? Nein, Regel 4 enthält keine Vorgabe zum Sohlentyp.

    Schienbeinschoner: vorgeschrieben, aber ohne feste Mindestgröße

    Schienbeinschoner sind im Spiel Pflicht. Sie müssen aus geeignetem Material bestehen, ausreichend groß sein und vollständig unter den Stutzen verschwinden. Für Größe und Zweckdienlichkeit ist nach Regel 4 der Spieler selbst verantwortlich. Bei Kindern solltest Du als erwachsene Begleitperson deshalb mitprüfen, statt die Verantwortung praktisch allein beim Kind zu lassen.

    Keine festgelegte Mindestgröße bedeutet nicht, dass jedes winzige Modell automatisch zweckmäßig ist. Die Anforderung „ausreichend groß“ bleibt bestehen.

    Die ausführliche Einordnung findest Du unter Schienbeinschoner-Pflicht und Regeln bei DFB, ÖFB und SFV. Wenn es um Auswahl und Passform geht, hilft Dir der Ratgeber zu Schienbeinschonern.

    Stutzen und Tape: Die Farbe muss an der richtigen Stelle passen

    Klebeband oder anderes Material außen an den Stutzen muss dieselbe Farbe haben wie der Stutzenbereich, auf dem es sitzt. Bei einem blauen Stutzen mit weißem Abschluss kommt es also darauf an, wo Du das Tape anbringst: auf Blau gehört blaues Tape, auf Weiß weißes.

    Häufiger Anfängerfehler: Das Tape passt zum Trikot, aber nicht zum darunterliegenden Stutzen. Die Trikotfarbe ist für diese Vorgabe unerheblich. Hinweise zur Ausstattung findest Du im Ratgeber zu Stutzen und Fußballsocken.

    Schuhe: Pflicht bedeutet nicht Stollenpflicht

    Nach den DFB-Erläuterungen darf ein Kind auch in normalen Schuhen spielen, sofern diese andere nicht gefährden. Regel 4 schreibt weder Nocken noch Stollen noch eine bestimmte Sohle vor. Zusätzliche Wettbewerbsvorgaben musst Du trotzdem prüfen – etwa die ausdrücklich genannten Fußballschuhe beim Berliner Kinderfußball-Spieltag.

    Trenne außerdem die Regelfrage von der praktischen Eignung: „Erlaubt“ beantwortet noch nicht, welcher Schuh zum jeweiligen Untergrund passt. Dafür kannst Du den Ratgeber zu Fußballschuhen nutzen. Eine Kaufentscheidung ist für das Verständnis von Regel 4 nicht nötig.

    Was erlaubt ist: Schutzausrüstung, Sportbrille, Kopfbedeckung

    Zusätzliche Schutzausrüstung ist erlaubt, wenn sie ungefährlich ist. Regel 4 lässt beispielsweise folgende Gegenstände zu:

    • Handschuhe,
    • Kopfschutz,
    • Gesichtsmasken,
    • weiche, gepolsterte Knie- und Armschoner,
    • Torhütermützen,
    • Sportbrillen.

    Die gemeinsame Bedingung zählt mehr als die Bezeichnung auf der Verpackung: Ein Gegenstand darf keine Gefahr darstellen. Wenn Du bei einem ungewöhnlichen Ausrüstungsteil unsicher bist, kläre dessen Einsatz vor dem Spiel mit der zuständigen Spielleitung. Das funktioniert besser als eine Diskussion unmittelbar vor dem Anpfiff.

    Für Kopfbedeckungen gilt die Farbvorgabe Schwarz oder Hauptfarbe des Trikots. Eine beliebige Vereinsfarbe reicht daher nicht automatisch aus, wenn das aktuelle Spieltrikot eine andere Hauptfarbe hat.

    Und was ist mit einer Brille? Sportbrillen sind ausdrücklich als erlaubte Ausrüstung genannt. Als praktische Empfehlung ist eine für Sport geeignete Brille einer gewöhnlichen Alltagsbrille vorzuziehen. Das ist eine redaktionelle Empfehlung, kein pauschales Verbot jeder Alltagsbrille aus Regel 4.

    Schmuck und Accessoires: die neue Regel 2026/27

    Seit den Fußball-Regeln 2026/27 gibt es auf dem Feld kein generelles Schmuckverbot mehr: Accessoires sind erlaubt, wenn sie ungefährlich und sicher abgedeckt sind. Gefährliche Gegenstände müssen dagegen entfernt werden; Abkleben oder Abdecken macht diese nicht zulässig. Grundsätzlich soll Schmuck weiterhin abgelegt werden. Nach der DFB-Auslegung kommt leicht Abnehmbares vor dem Spiel ab. Im Zweifel entscheidet der Schiedsrichter, ob ein Gegenstand die Voraussetzungen erfüllt.

    Für Futsal gilt eine andere Vorgabe: Nach den FIFA-Futsalregeln 2025/26 ist jeglicher Schmuck verboten, Abkleben ist nicht erlaubt. Bei einer Hallenrunde nach diesen Regeln heißt es deshalb: Schmuck komplett ab. Auch mehrere Landesverbände verbieten bei Hallen- und Futsalspielen im Jugendbereich weiterhin jede Art von Schmuck. Übertrage die neue Feldregel deshalb nicht automatisch auf jedes Hallenturnier, sondern prüfe die Ausschreibung. Was bei Ohrsteckern, Tape und strengeren Kreisregeln genau gilt, erklärt der Beitrag Schmuck beim Fußball: Was Kinder 2026/27 tragen dürfen. Die Hallenregeln im Überblick findest Du bei den Futsal-Regeln bei DFB, ÖFB und SFV.

    Torwart: Farben, Handschuhe, lange Hose

    Braucht das Kind im Tor eine komplette Spezialausstattung? Regel 4 verlangt vor allem eine klar unterscheidbare Farbe: Die Torwartkleidung muss sich von der Kleidung der anderen Spieler und der Schiedsrichter unterscheiden. Der Fußball-Verband Mittelrhein nennt in seinen Juniorenbestimmungen ebenfalls einheitliche Spielkleidung und einen farblich abgesetzten Torwart.

    Für den Ausrüstungscheck gelten diese Punkte:

    • Torwarthandschuhe sind erlaubt, aber nicht vorgeschrieben.
    • Torhüter dürfen eine lange Trainingshose tragen.
    • Schienbeinschoner bleiben auch im Tor Pflicht.
    • Die Torwartfarbe muss klar unterscheidbar sein; ein anderes Kleidungsstück allein genügt nicht.

    Ein typischer Fall: Ein Kind übernimmt spontan das Tor und zieht Handschuhe an. Damit ist der Wechsel aus Ausrüstungssicht noch nicht erledigt. Prüfe auch die Oberteilfarbe und die Schienbeinschoner. Gerade bei wechselnden Torhütern hilft es, das passende Torwartoberteil griffbereit zu halten.

    In den Minitor-Spielformen der G-Jugend gibt es keinen Torwart. Torwartausrüstung wird erst bei den entsprechenden Spielformen mit Kleinfeldtoren relevant. Warum frühes Wechseln sinnvoller ist als eine feste Zuordnung, beschreibt Torwart bei den Bambini: rotieren statt spezialisieren.

    Für Kleidungsfragen führt der Weg zum Ratgeber zur Torwarthose. Eine breitere Orientierung bietet die Torwart-Ausrüstung für Einsteiger.

    Unterziehkleidung im Herbst und Winter

    Am herbstlichen Spieltag steht Dein Kind bereits umgezogen vor der Kabine – und unter der blauen Mannschaftshose schaut eine rote Leggings hervor. Warm genug, aber regelgerecht? Bei Unterziehkleidung kommt es auf die Zuordnung der Farben an.

    Nach Regel 4 gilt:

    • Unterziehhosen und Leggings müssen die Hauptfarbe der kurzen Hose haben.
    • Unterziehhemden müssen die Hauptfarbe der Trikotärmel haben.
    • Die Spieler eines Teams tragen jeweils dieselbe Farbe der entsprechenden Unterziehkleidung.

    „In Vereinsfarbe“ ist als Ansage deshalb zu ungenau. Hat Dein Team ein weißes Trikot mit blauen Ärmeln und eine schwarze Hose, richten sich die Unterziehhemden nach den blauen Ärmeln und die Leggings nach der schwarzen Hose.

    Als Trainer kannst Du diese Farben vor der kalten Jahreszeit einmal konkret in die Elterninformation schreiben. Das erspart hektisches Tauschen in der Kabine. Klingt einfach? Genau solche kleinen Absprachen machen den Spieltagscheck leichter.

    Beispiel Hamburg: Ausnahmen gelten unter bestimmten Bedingungen

    Der Hamburger Fußball-Verband erlaubt bei unter +10 °C farblich abweichende Unterziehkleidung in Jugendspielen ohne Aufstieg mit Heim-Schiedsrichter. Diese Bedingungen gehören zusammen. Daraus folgt keine allgemeine Ausnahme für sämtliche Jugendspiele in Deutschland.

    Prüfe deshalb die Bestimmungen Deines eigenen Verbands, statt eine Regel aus einem anderen Wettbewerb zu übernehmen. Für Training und Wartezeiten auf der Bank kannst Du die zusätzliche Wärmeschicht getrennt von der Spielkleidung planen. Hinweise dazu findest Du im Ratgeber zur Trainingskleidung.

    Feld, Halle, Österreich, Schweiz: die Unterschiede

    Regel 4 bildet die Grundlage für die Ausrüstung auf dem Feld. Trotzdem darfst Du nicht jede Aussage zu Schuhen oder Accessoires unverändert auf einen anderen Wettbewerb übertragen. Besonders beim Wechsel in die Hallenrunde oder bei einem Turnier im Nachbarland lohnt sich der Blick in die jeweiligen Vorgaben.

    Die Tabelle beschränkt sich auf die hier belegten Regeln. Wo keine zusätzliche nationale Vorgabe genannt ist, bedeutet das nicht automatisch, dass es keine weiteren Bestimmungen gibt.

    ThemaFeld: Regel 4 / DFBHalle/FutsalÖsterreich: ÖFBSchweiz: SFV
    SchienbeinschonerPflicht; geeignet, ausreichend groß und vollständig von Stutzen bedecktIm Futsal Pflicht und von Stutzen bedecktKeine zusätzliche ÖFB-Sondervorgabe in dieser ÜbersichtIn allen Kategorien Pflicht, auch im Kinderfussball
    SchuhePflicht; Regel 4 legt keinen Sohlentyp fest. Normale Schuhe sind laut DFB bei fehlender Gefährdung erlaubtIm Futsal sind Schuhe PflichtIm Kinderfußball sollen Schuhe mit fest eingearbeiteten, nicht auswechselbaren Stollen aus weichem Material getragen werden; also keine SchraubstollenIn D-7, D-9 und C–A sind Stollenschuhe verboten
    Schmuck und AccessoiresSeit 2026/27 ungefährlich und sicher abgedeckt erlaubt; gefährliche Gegenstände entfernen; leicht Abnehmbares ablegenIm Futsal jeglicher Schmuck verboten, auch abgeklebt; mehrere Landesverbände verbieten Schmuck auch bei Hallenspielen der JugendKeine zusätzliche ÖFB-Sondervorgabe in dieser ÜbersichtIn D-7, D-9 und C–A ungefährliche, sicher abgedeckte Accessoires erlaubt; in FF-17 bis FF-21 Schmuck verboten

    Maßgeblich sind die geltenden Spielregeln zusammen mit den Durchführungsbestimmungen Deines Verbands beziehungsweise Veranstalters. Durchführungsbestimmungen sind die ergänzenden Vorgaben für den jeweiligen Wettbewerb. Eine Hallenausschreibung solltest Du deshalb nicht allein anhand der Überschrift „Hallenfußball“ beurteilen: Prüfe, welches Regelwerk tatsächlich gilt.

    Für die Praxis heißt das: Frage vor dem Turnier gezielt nach Schuhvorgaben, Schmuckregeln und möglichen Ausnahmen bei Unterziehkleidung. Eine kurze Klärung vor der Anreise ist hilfreicher als Vermutungen beim Umziehen.

    Vor dem Spiel: der Ausrüstungs-Check in zwei Minuten

    Der Check muss keine lange Ansprache werden. Gehe mit Deinem Kind oder Deinem Team die folgenden Punkte durch, bevor alle zum Spielfeld laufen.

    • Trikot mit Ärmeln und Spielhose: Ist die Grundausstattung vollständig? Beim Torwart ist auch eine Trainingshose erlaubt.
    • Schienbeinschoner: Sind beide angelegt und vollständig von den Stutzen bedeckt?
    • Tape: Hat es dieselbe Farbe wie der Stutzenbereich darunter?
    • Schmuck: Ist leicht abnehmbarer Schmuck abgelegt? Sind verbleibende Accessoires auf dem Feld ungefährlich, sicher abgedeckt und im Zweifel geklärt? Beim Futsal muss sämtlicher Schmuck ab.
    • Schuhe: Sind sie passend zum Platz, ungefährlich und mit den Wettbewerbsvorgaben vereinbar?
    • Torwartfarbe: Unterscheidet sich das Oberteil klar von den anderen Spielern und der Spielleitung?
    • Unterziehkleidung: Passt sie zur vorgeschriebenen Hosen- beziehungsweise Ärmelfarbe und ist die entsprechende Farbe im Team einheitlich?

    Für den gesamten Tascheninhalt kannst Du ergänzend die Packliste für den Spieltag verwenden. Den Ausrüstungscheck ersetzt das Packen allerdings nicht: Schoner in der Tasche sind noch keine Schoner am Bein.

    Was passiert, wenn ein Schuh oder Schoner verloren geht?

    Verliert ein Kind während des Spiels versehentlich einen Schuh oder Schienbeinschoner, muss es das Teil spätestens bei der nächsten Unterbrechung wieder anziehen. Spielt es vorher den Ball oder erzielt ein Tor, zählt der Treffer.

    Beispiel: Beim Antritt rutscht ein Schuh ab, das Kind erreicht trotzdem den Ball und schießt ihn ins Tor. Der versehentliche Schuhverlust macht den Treffer nicht ungültig. Die Regel ist aber keine Erlaubnis, anschließend dauerhaft ohne Schuh oder Schoner weiterzuspielen.

    Fazit: Pflicht, Erlaubnis und Empfehlung auseinanderhalten

    Die Grundausstattung bleibt übersichtlich: Trikot mit Ärmeln, kurze Hose, Stutzen, Schienbeinschoner und Schuhe. Dazu kommen Vorgaben für Sicherheit, Farben und den jeweiligen Wettbewerb. Wenn Du leicht abnehmbaren Schmuck vorher ablegen lässt, Unterziehfarben klar absprichst und vor der Hallenrunde die Regeln prüfst, vermeidest Du die typischen Diskussionen. So bleibt vor dem Anpfiff mehr Aufmerksamkeit für die Kinder und das Spiel.

    Häufig gestellte Fragen

    Nach Regel 4 gehören ein Trikot mit Ärmeln, eine kurze Hose, Stutzen, Schienbeinschoner und Schuhe zur Pflichtausrüstung. Die Schienbeinschoner müssen aus geeignetem Material bestehen, ausreichend groß sein und vollständig unter den Stutzen liegen. Torhüter dürfen auch Trainingshosen tragen. Ergänzende Wettbewerbsvorgaben Deines Verbands musst Du ebenfalls beachten.

    Regel 4 macht keine Vorgaben für das Training. Dort entscheiden die Regeln des Vereins beziehungsweise des Trainers, ob Schienbeinschoner verbindlich getragen werden müssen. Als Trainer solltest Du ihren Einsatz auch im Training klar regeln und Eltern darüber informieren. Die fehlende Trainingsvorgabe in Regel 4 bedeutet nicht, dass Schoner in Deinem Verein freiwillig sind.

    Auf dem Feld gibt es seit 2026/27 kein generelles Schmuckverbot mehr. Accessoires dürfen getragen werden, wenn sie ungefährlich und sicher abgedeckt sind. Gefährliche Gegenstände müssen entfernt werden und dürfen nicht durch Abkleben oder Abdecken zugelassen werden. Leicht abnehmbaren Schmuck soll Dein Kind weiterhin vor dem Spiel ablegen. Im Futsal bleibt jeglicher Schmuck verboten, auch abgeklebt.

    Regel 4 verlangt Schuhe, schreibt aber keinen bestimmten Sohlentyp vor. Nach den DFB-Erläuterungen sind normale Schuhe erlaubt, wenn sie andere nicht gefährden. Wettbewerbsvorgaben können die Anforderungen ergänzen: Im ÖFB-Kinderfußball sollen fest eingearbeitete, nicht auswechselbare Stollen aus weichem Material getragen werden, also keine Schraubstollen. Der SFV verbietet Stollenschuhe in D-7, D-9 und C–A.

    Auch Torhüter müssen Schienbeinschoner tragen. Ihre Kleidung muss sich farblich klar von den anderen Spielern und den Schiedsrichtern unterscheiden. Eine lange Trainingshose ist erlaubt. Torwarthandschuhe darf Dein Kind tragen, Regel 4 schreibt diese aber nicht vor. In den Minitor-Spielformen der G-Jugend gibt es keinen Torwart.

    Unterziehhosen und Leggings müssen die Hauptfarbe der kurzen Hose haben, Unterziehhemden die Hauptfarbe der Trikotärmel. Innerhalb des Teams muss die Farbe der entsprechenden Unterziehkleidung einheitlich sein. Eine belegte Ausnahme gilt in Hamburg bei unter +10 °C für Jugendspiele ohne Aufstieg mit Heim-Schiedsrichter. Diese Ausnahme lässt sich nicht pauschal auf andere Wettbewerbe übertragen.

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