Kinder als Schiris im Training: 10 Fair-Play-Regeln (U8–U13)
Kinder als Schiris stärken Fairness und Verantwortung im Fußball. Diese Checkliste zeigt 10 leicht umsetzbare Fair-Play-Regeln plus praktische Kleinfeld-Tipps für U8–U13.
KI-generiertes SymbolbildKinder als Schiris im Kleinfeld (U8–U13) sind mehr als „nur“ Regelhüter: Sie lernen Verantwortung, Kommunikation und Fairness – und das ganze Team profitiert. Damit das klappt, braucht es einfache, klare Fair-Play-Regeln für Kinder, die auch in hektischen Spielsituationen funktionieren. Du willst, dass dein Kind sicher pfeift, ohne Angst vor Fehlern? Dann nutze diese Checkliste als Leitfaden für Minifußball-Schiedsrichter und als Orientierung für Trainer, Eltern und Teams.
Wo Kinder überhaupt pfeifen
| Situation | Wer leitet das Spiel? |
|---|---|
| Training, Vereinsturnier | ein Kind als Schiri auf Zeit – ideal zum Üben |
| G- und F-Jugend (DE) | kein Schiedsrichter: Die Kinder entscheiden gemeinsam, Trainer moderieren |
| E-Jugend (DE) | je nach Landesverband ohne (z. B. Mittelrhein, Sachsen, Westfalen) oder mit Schiedsrichter (z. B. Bremen, Saarland, Württemberg) |
| Offizieller Schiedsrichter (DE) | Ausbildung ab 12 Jahren, in einigen Landesverbänden ab 14 |
| Österreich | U6–U10 ohne; U11/U12 Schiedsrichter, die keine Verbandsschiedsrichter sein müssen |
| Schweiz | G, F, E ohne; D-7 und D-9 mit Mini-Schiedsrichter |
Merke: Die Checkliste gilt für jedes Kind, das ein Spiel leitet. Welche Spielleitung im Wettbewerb vorgesehen ist, steht in der Ausschreibung. Wie Spiele ganz ohne Schiri laufen, erklärt Kinderfußball ohne Schiedsrichter.
Warum Fair-Play-Regeln für Kinder-Schiris so wichtig sind
Im Kinderfußball geht es um Entwicklung. Ein junger Schiri darf Fehler machen – entscheidend ist, wie er entscheidet und wie alle Beteiligten damit umgehen. Gerade bei den Regeln für Kinder-Schiris zählt: ruhig bleiben, klar sprechen, freundlich auftreten.
Checkliste: 10 Fair-Play-Regeln für Spiele (U8–U13)
-
☐ Pfeif nur, was du wirklich gesehen hast
- Vermutungen führen zu Diskussionen. Wenn du unsicher bist: lieber weiterspielen lassen.
-
☐ Erkläre Entscheidungen kurz und kindgerecht
- Ein Satz reicht: „Ball war im Aus“ oder „Foul, weil geschubst“.
-
☐ Bleib neutral – egal, wer dein Freund ist
- Als Schiri gilt: gleich behandeln, gleiche Maßstäbe, keine Sonderregeln.
-
☐ Nutze klare Handzeichen und eine deutliche Stimme
- Zeig mit ausgestrecktem Arm die Richtung, in die es weitergeht. Den erhobenen Arm für den indirekten Freistoß brauchst du nur, wenn ihr so spielt. Die Gesten im Überblick: Schiedsrichterzeichen.
-
☐ Lass Vorteil laufen, wenn es fair ist
- Das gefoulte Team bleibt im Ballbesitz und spielt weiter. Bei U8–U10 lieber sparsam nutzen.
-
☐ Stoppe sofort bei gefährlichem Spiel
- Hohes Bein, Rempler von hinten, Kopf-/Gesichtsbereich: sofort unterbrechen. Wurde ein Kind am Kopf getroffen, holst du einen Erwachsenen. Bei Verdacht auf Gehirnerschütterung gilt: im Zweifel raus. Mehr dazu in Kopfball im Jugendfußball: Regeln DFB/ÖFB/SFV.
-
☐ Regle Standards einfach und konsequent
- Gleiche Abläufe, gleiche Abstände. In den DFB-Festivalformen (2 gegen 2 bis 5 gegen 5) gibt es keinen Einwurf: Eingedribbelt oder eingepasst wird, der Gegner hält 3 m Abstand. Nach DFB-Rahmen kommt der Einwurf erst im 7 gegen 7, Bayern verzichtet sogar dort darauf. Basics: Freistoß-Regeln im Kinderfußball und Einkick statt Einwurf.
-
☐ Keine Diskussionen – aber respektvolle Kommunikation
- Kurz anhören, entscheiden, weitermachen. Erwachsene diskutieren gar nicht. Wo die Grenze liegt: Was ist „Meckern“ beim Schiri?
-
☐ Sei fair bei Strafen: erst erklären, dann handeln
- Karten spielen kaum eine Rolle: In der Schweiz gibt es in G, F und E keine Strafen, in Württemberg in der E-Jugend keine Karten. Erst ermahnen („Stopp, nicht schubsen“), dann Freistoß. Wiederholt sich unfaires Verhalten, übernimmt der Trainer.
-
☐ Nach dem Spiel: kurzer Fair-Play-Check
- Handschlag, „Alles okay?“, ein positives Schlusswort. Den Handschlag zu Beginn und am Ende empfiehlt der DFB als festes Ritual.
So übst du die Schiri-Rolle im Training
- Vor dem Abschlussspiel eine Aufgabe festlegen, etwa nur Aus und Foul.
- Jedes Kind leitet fünf Minuten, dann wechselt die Rolle.
- Du stehst nah am Feld und fragst danach: „Was war schwer zu sehen?“
Wer dabeibleiben will: Ab wann die Ausbildung möglich ist, steht in Schiedsrichter werden als Jugendlicher.
Kleinfeld-Schiri-Tipps: So wird’s leichter
- Positionierung: Lauf diagonal zum Spiel, damit du Zweikämpfe siehst.
- Ruhige Körpersprache: Schultern locker, Blick hoch – das wirkt souverän.
- Regeln vorher klären: Spielmodus, Ausbälle, Abstände, Turnierregeln. Bei Unklarheiten vor Anpfiff fragen.
- Abseits? Bis zur E-Jugend spielen fast alle deutschen Landesverbände ohne (Ausnahme Saarland), in der D-Jugend entscheidet der Verband. In Österreich gilt Abseits ab U11, in der Schweiz ab Kategorie D ab der Mittellinie. Erklärhilfe: Abseits einfach erklärt für Kinder.
Passend dazu
Mehr zur F-Jugend (U8/U9)

D-Jugend-Regeln im Überblick (U12/U13): Spielform, Spielzeit, Ballgröße, Abseits und was je Landesverband unterschiedlich ist

Turniere in der D-Jugend (U12/U13): Welche Turniermodi nach dem Festival-Alter passen

D-Jugend Training: Der komplette Leitfaden für U12/U13

E-Jugend Spielfeld: Maße, Tore und Feldaufbau für U10 und U11

E-Jugend-Regeln im Überblick: Spielform, Spielzeit, Ballgröße, Abseits & Sonderregeln (U10/U11)

Torwarttraining für Kinder: Wann es sinnvoll wird, wie es altersgerecht aussieht und was Trainer und Eltern beachten sollten (U8–U13)
Altersklassen & SpielbetriebD-Jugend-Regeln im Überblick (U12/U13): Spielform, Spielzeit, Ballgröße, Abseits und was je Landesverband unterschiedlich ist
Für die D-Jugend gelten gemeinsame Vorgaben, aber auch unterschiedliche Regeln der Landesverbände. Der Überblick erklärt Altersklassen, Spielformen, Spielzeit, Ballgröße und Abseits sowie die Unterschiede beim Vereinswechsel zwischen U12 und U13.
Turnierformen & FestivalsTurniere in der D-Jugend (U12/U13): Welche Turniermodi nach dem Festival-Alter passen
Gruppenphase, Schweizer System oder Jeder gegen jeden: Der passende Modus bestimmt Spielzeit, Pausen und Fairness eines D-Jugend-Turniers. Besonders bei acht Teams bietet eine Gruppenphase mit anschließenden Platzierungsspielen einen klaren und ausgewogenen Ablauf.
Altersgerechtes TrainingD-Jugend Training: Der komplette Leitfaden für U12/U13
Dieser Leitfaden zeigt, was Kinder in der D-Jugend brauchen und wie du Technik, Spielverständnis und Gruppentaktik trainierst. Acht Spielformen und eine komplette Einheit für 75 bis 90 Minuten liefern konkrete Hilfe für den Trainingsplatz.
Altersklassen & SpielbetriebE-Jugend Spielfeld: Maße, Tore und Feldaufbau für U10 und U11
Der DFB-Rahmen sieht für das Sieben-gegen-Sieben der E-Jugend ein 55 x 35 Meter großes Feld und zwei Jugendtore mit 5,00 x 2,00 Metern vor. Verbindlich sind jedoch immer die Durchführungsbestimmungen des zuständigen Landesverbands.
Altersklassen & SpielbetriebE-Jugend-Regeln im Überblick: Spielform, Spielzeit, Ballgröße, Abseits & Sonderregeln (U10/U11)
Die E-Jugend umfasst U10 und U11 und spielt nach DFB-Rahmen 4 gegen 4 bis 7 gegen 7, meist 5 gegen 5 oder 7 gegen 7. Der Ratgeber erklärt Spielzeit, Ballgröße, Feldmaße, Einwurf, Rückpass und Spielleitung und zeigt, was dein Landesverband anders regelt.
TorwarttrainingTorwarttraining für Kinder: Wann es sinnvoll wird, wie es altersgerecht aussieht und was Trainer und Eltern beachten sollten (U8–U13)
Bis einschließlich E-Jugend sollten Kinder die Torwartposition kennenlernen, aber nicht fest darauf spezialisiert werden. Ab der D-Jugend kann ein regelmäßiges technisch-taktisches Torwarttraining beginnen, während Feldspielerfahrungen weiterhin dazugehören.
Alles zur F-Jugend (U8/U9) im Überblick →Alle Übungen für die F-Jugend (U8/U9) →
Häufig gestellte Fragen
Weiterlesen

Kinderfußball ohne Schiedsrichter: Wie Spielleitung durch Kinder und Fair-Play-Regeln funktionieren

Kein Schiri da? Wenn Eltern oder Trainer ein Jugendspiel leiten müssen

Gewalt gegen Schiedsrichter im Jugendfußball: Ursachen, Zahlen und was Vereine, Trainer und Eltern tun können

Verhalten von Kindern bei Fouls: was ist erlaubt?

Zeitspiel im Kinderfußball: Regeln & Umgang (DACH)
Hallentraining sicher: Regeln, Aufbau, Fairplay
FußballregelnKinderfußball ohne Schiedsrichter: Wie Spielleitung durch Kinder und Fair-Play-Regeln funktionieren
Bei F-Junioren und jüngeren Kindern wird nach den DFB-Fair-Play-Regeln ohne Schiedsrichter gespielt. Der Artikel erklärt, wie Kinder selbst entscheiden, Trainer Konflikte moderieren und Eltern den nötigen Abstand halten.
FußballregelnKein Schiri da? Wenn Eltern oder Trainer ein Jugendspiel leiten müssen
Fehlt beim E- oder D-Jugend-Spiel der angesetzte Schiedsrichter, müssen häufig Eltern oder Trainer einspringen. Klare Absprachen, ein neutraler Maßstab und die Vorgaben des Landesverbands helfen dir, das Spiel sicher zu leiten.
FußballregelnGewalt gegen Schiedsrichter im Jugendfußball: Ursachen, Zahlen und was Vereine, Trainer und Eltern tun können
Das DFB-Lagebild 2025/26 zählt 5.450 Spiele mit Gewalt- oder Diskriminierungsvorfällen, den dritten Rückgang in Folge, doch Schiedsrichter waren in 2.100 Spielen Geschädigte. Trainer, Vereine und Eltern schützen junge Schiedsrichter durch frühes Eingreifen, klare Zuständigkeiten und verbindliche Regeln.
Spielfeldrand & VerhaltenVerhalten von Kindern bei Fouls: was ist erlaubt?
Fouls und Zweikämpfe gehören auch im Kinderfußball dazu – entscheidend sind Sicherheit und Fair Play. Hier lernst du, was erlaubt ist, wie Kinder richtig reagieren und wie du Schiri-Entscheidungen stressfrei begleitest.
FußballregelnZeitspiel im Kinderfußball: Regeln & Umgang (DACH)
Zeitspiel im Kinderfußball ist oft Unsicherheit statt Absicht. Hier findest du die Regeln 2026/27 mit Countdown bei Torwart, Einwurf und Abstoß, die Unterschiede in DFB, ÖFB und SFV und konkrete Tipps für Trainer und Eltern.
Hallentraining sicher: Regeln, Aufbau, Fairplay
In der Halle steigen Tempo und Risiko gleichzeitig. Diese Checkliste hilft dir, Aufbau, Regeln, Schmuck-Verbot und Fairplay so zu organisieren, dass Kinder sicher und mit Spaß trainieren.