Kleinfeldspiele

    Kleinfeldspiele 4 gegen 4 bis 5 gegen 5: Trainingsplan für U8–U11

    Kleinfeldspiele im 4 gegen 4 und 5 gegen 5 bringen Kindern in U8–U11 mehr Ballkontakte, bessere Entscheidungen und mehr Tore. Dieser Trainingsplan zeigt dir einfache Spielformen, klare Regeln und Varianten für draußen und die Halle.

    fbTobias Brenner · aktualisiert 26. Okt. 2026 · 20 Min.
    KI-generiertes Symbolbild

    Kleinfeldspiele sind im Kinderfußball der schnellste Weg zu mehr Ballkontakten, besseren Entscheidungen und echter Spielfreude. Gerade im 4 gegen 4 und 5 gegen 5 bekommen Kinder in U8–U11 ständig Situationen, die sie im „großen“ Spiel oft nur selten erleben: 1-gegen-1, Umschalten, Freilaufen, Torschuss unter Druck. Klingt nach viel? Ist es auch – aber genau deshalb sind Kleinfeldspiele so wertvoll.

    Damit dein Training nicht aus „einfach nur kicken“ besteht, sondern gezielt entwickelt, findest du hier einen anfängerfreundlichen Trainingsplan für U8 bis U11 – inklusive praktischer Spielformen, Coaching-Punkten und Varianten für draußen und Hallentraining im Kleinfeld.

    Warum 4 gegen 4 bis 5 gegen 5 im Kinderfußball so gut funktioniert

    Im Grundlagenalter lernen Kinder vor allem über das Spiel selbst. Kleinfeldspiele im Kinderfußball bieten dafür ideale Bedingungen:

    • Mehr Ballaktionen pro Kind: mehr Dribblings, Pässe und Abschlüsse
    • Mehr Entscheidungen: Wann dribbeln? Wann passen? Wohin laufen?
    • Mehr Erfolgserlebnisse: Tore fallen häufiger, Aktionen sind sichtbarer
    • Bessere Spielintelligenz: Kinder erkennen Räume und Gegnerdruck schneller

    Du kannst Inhalte wie Breite, Tiefe, Dreiecke oder Umschalten kindgerecht vermitteln, ohne lange zu erklären. Eine gute Faustregel: 30 Sekunden erklären, mehrere Minuten spielen lassen.

    Spieltagsbezug 2026/27

    Die seit der Saison 2024/2025 bundesweit geltenden DFB-Rahmenbedingungen für den Kinderfußball setzen bewusst auf kleine Teams und viel Einsatzzeit. In der F-Jugend sind je nach Wettbewerb unter anderem 3 gegen 3 und 5 gegen 5 vorgesehen, in der E-Jugend reichen die empfohlenen Formate bis zum 7 gegen 7. Die konkrete Umsetzung regeln die Landesverbände. Für die Trainingsplanung heißt das: 4 gegen 4 und 5 gegen 5 passen direkt zur aktuellen Spieltagsrealität, selbst wenn am Wochenende regional ein anderes Format gespielt wird.

    Auch in Österreich und der Schweiz unterscheiden sich Spielformen nach Verband und Region. Prüfe deshalb vor Saisonbeginn die lokale Ausschreibung. Der Trainingsnutzen kleiner Teams bleibt gleich.

    5 gegen 5 als Spielform: So wird am Spieltag gespielt

    Für das 4 gegen 4 und das 5 gegen 5 nennt die DFB-Jugendordnung (Anhang IV) in der F- und E-Jugend zwei Varianten: auf vier Minitore oder auf zwei Kleinfeldtore. Welche davon an deinem Spieltag gilt, steht in der Ausschreibung deines Verbands oder Kreises.

    MerkmalVariante mit MinitorenVariante mit Kleinfeldtoren
    Tore4 Minitore, höchstens 2,0 x 1,2 m2 Kleinfeldtore, in der F-Jugend möglichst auf 1,65 m Höhe reduziert
    Torwartohne Torwartje nach Verband mit Torwart, dann oft „4+1“ genannt
    Spielfeldca. 40 x 25 mca. 40 x 25 m
    Tore zählennur aus der 6-m-Schusszoneab der Mittellinie

    Für beide Varianten gilt im DFB-Rahmen:

    • Kein Einwurf: Bälle, die ins Aus gehen, werden eingedribbelt oder eingepasst. Einen Einwurf gibt es erst im 7 gegen 7 der E-Jugend.
    • Ballgröße: in der F-Jugend Größe 3 (290 g), in der E-Jugend Größe 4 (350 g).
    • Rotation: Im 5 gegen 5 hat jedes Team höchstens vier Rotationsspieler. Ab zwei Rotationsspielern pro Team soll aber möglichst ein weiteres Feld aufgebaut werden. Jedes Kind soll möglichst mindestens 75 Prozent der Spielzeit bekommen. Mit mehr als einem Rotationsspieler pro Team können rechnerisch nicht mehr alle Kinder auf diesen Wert kommen.

    Abseits und Strafstoß: Der DFB-Leitfaden sieht in den Festivalformen weder Abseits noch Elfmeter vor. Beim Spiel auf Minitore ohne Torwart gibt es zum Beispiel in Sachsen auch keinen Strafstoß. Beim Spiel mit Torwart (4+1) setzen dagegen viele Verbände einen Strafstoß an: Sachsen vom 7-m-Punkt, Niedersachsen, Niederrhein und Bremen aus 8 Metern. Zum Abseits trifft etwa das Regelwerk für die 5-gegen-5-Mini-Turniere der Bremer E-Jugend keine ausdrückliche Aussage. Frag im Zweifel bei deinem Verband nach.

    Was bedeutet 4+1 im Kinderfußball?

    4+1 steht für vier Feldspieler plus Torwart. Gemeint ist also ein 5 gegen 5 mit Torwart auf zwei Kleinfeld- oder Jugendtore. Ob so gespielt wird, regelt jeder Landesverband selbst, teilweise sogar jeder Kreis. Einige Beispiele für die Saison 2026/27:

    • Niederrhein: Bei den F-Junioren ist das 5 gegen 5 mit Torwart auf Jugendtore die Soll-Spielform. Weitere Felder ohne Torwart auf Minitore sind möglich.
    • Niedersachsen: Regelform der E-Jugend ist 4+1 gegen 4+1.
    • Sachsen: In der F- und E-Jugend ist das 5 gegen 5 sowohl ohne Torwart als auch als 4+1 zugelassen. In der F-Jugend legt der Kreis- oder Stadtverband in der Ausschreibung fest, welche Form gespielt wird.
    • Bremen: Die E-Jugend spielt wahlweise Mini-Turniere im 5 gegen 5 (4+1) oder eine Liga im 7 gegen 7.

    Auch Details wie die Rückpassregel unterscheiden sich: Am Niederrhein kommt sie im 5 gegen 5 der F-Junioren nicht zur Anwendung, in Niedersachsen gilt sie im 4+1 der E-Jugend. Welche Spielform dein Verband ansetzt, zeigt der Vergleich der Kinderfußball-Spielformen in allen 21 Landesverbänden.

    Für die Grundordnung im 4+1 hilft Kindern ein einfaches Bild wie die Raute im Kleinfeld: Ein Kind sichert hinten, zwei geben Breite, eins gibt Tiefe. Nutze sie als Orientierung, nicht als feste Position. Die Kinder sollen trotzdem durchwechseln und verschiedene Rollen erleben.

    Organisation: Feld, Tore, Mannschaften (U8–U11)

    Bevor die Spielformen starten, lohnt sich ein klarer Rahmen. So sparst du Zeit und vermeidest Chaos.

    Spielfeldgrößen und Tore

    Die passende Feldgröße hängt von Alter, Leistungsstand und Ort ab. Als Orientierung:

    • 4 gegen 4: ca. 20 x 25 m bis 25 x 30 m
    • 5 gegen 5: ca. 25 x 30 m bis 30 x 40 m

    Lieber etwas kleiner starten und bei Bedarf vergrößern. Kinder sollen häufig in Zweikämpfe kommen, aber noch Räume zum Dribbeln finden. Entstehen fast nur Ballverluste und Trauben, vergrößere das Feld an jeder Seite um 2–3 Meter. Gibt es kaum Zweikämpfe, wird es entsprechend kleiner.

    Wenn du unsicher bist, nutze die Übersicht zu Spielfeldgrößen nach Altersklasse – das hilft auch bei der Abstimmung im Verein.

    Teams und Wechsel

    Für Anfänger empfiehlt sich:

    • Teams mit 4 oder 5 Kindern
    • höchstens 1–2 Wechselspieler pro Team
    • Wechsel alle 2–3 Minuten oder nach Toren
    • bei 14 oder mehr Kindern möglichst zwei Felder parallel aufbauen

    Das funktioniert in der Praxis besser als ein großes Spiel mit langen Pausen: Bei 12 Kindern bildest du 3 Teams à 4 – zwei spielen 4 gegen 4, das dritte kommt nach jeweils 2 Minuten für das Team rein, das am längsten auf dem Feld steht. Bei 16 Kindern sind zwei parallele 4-gegen-4-Felder ideal. So bleiben alle aktiv.

    Material

    • 8–12 Hütchen
    • Leibchen in 2–3 Farben
    • 2–4 Minitore oder Stangentore
    • viele Bälle für schnellen Ballnachschub
    • Stoppuhr oder Handy-Timer für feste Spielzeiten

    Trainingsplan (60–70 Minuten) für 4 gegen 4 / 5 gegen 5

    Dieser Plan passt für U9- und U10-Training, funktioniert aber genauso gut in U8 und U11 – du steuerst über Feldgröße, Regeln und Gegnerdruck. Plane innerhalb der Einheit mindestens 35–45 Minuten echte Spielzeit ein. Lange Trink- und Erklärpausen drücken die Intensität unnötig.

    BlockDauerSpielformSchwerpunkt
    1) Ankommen & Aktivierung10 Minuten„Dribbel-Chaos mit Aufgaben“Dribbling und Wahrnehmung
    2) Technik im Spiel15 Minuten4 gegen 4 „Zonen-Tore“ mit EndzonenMut im 1-gegen-1, Freilaufen
    3) Umschalten15–20 Minuten5 gegen 5 „Doppel-Tor“schnelles Umschalten, Räume erkennen
    4) Abschlussfokus10–15 Minuten4 gegen 4/5 gegen 5 mit AbschlussregelTore nach Dribbling oder Pass
    5) Mini-Turnier & Cooldown10 Minuten„Champions-Run“Spielfreude bei niedrigem Druck

    Los geht’s.

    1) Ankommen & Aktivierung (10 Minuten)

    Spielform: „Dribbel-Chaos mit Aufgaben“

    Aufbau: Quadrat 20 x 20 m, jedes Kind hat einen Ball.

    Ablauf: Freies Dribbling. Du gibst alle 30–45 Sekunden eine Aufgabe:

    • „Nur rechter/linker Fuß“
    • „Stop & Go“: Ball stoppen, explosiv starten
    • „Richtungswechsel“: etwa Schere oder Übersteiger – zeigen, nicht zerreden
    • „Tunnel-Tor“: Zwei Hütchen bilden kleine Tore, die Kinder dribbeln hindurch

    Coaching-Punkte:

    • Kopf heben und freie Wege erkennen
    • Ball im engen Raum nah am Fuß führen
    • mutig das Tempo wechseln

    Warum das passt: Du bereitest Dribbling und Wahrnehmung vor – ohne Wartezeiten.

    2) Technik im Spiel: 4-gegen-4-Übung „Zonen-Tore“ (15 Minuten)

    Spielform: 4 gegen 4 mit Endzonen

    Aufbau: Feld ca. 25 x 30 m. Hinter jeder Grundlinie eine 3–5 m tiefe Endzone markieren.

    Regeln:

    • Ein Tor zählt, wenn ein Kind mit Ball in die Endzone dribbelt und ihn dort kontrolliert stoppt.
    • Kein Schuss nötig – der Fokus liegt auf dem Durchbruch.
    Abb. 1 · 4v4 „Zonen-Tore“: Hinter jeder Grundlinie liegt eine Endzone — ein Punkt zählt, wenn ein Kind mit Ball hineindribbelt und ihn dort kontrolliert stoppt.
    Eigenes TeamGegnerBall

    Varianten:

    • Für U10/U11: Tor zählt nur nach Pass in die Endzone auf ein hineinstartendes Kind
    • Für Anfänger: Endzone verbreitern
    • Für Fortgeschrittene: Nach einem Punkt startet das verteidigende Team sofort mit einem neuen Ball von der eigenen Endzone aus – wer zu langsam umschaltet, bekommt den Gegenangriff in Unterzahl ab

    Coaching-Fragen:

    • „Wo ist der freie Raum?“
    • „Wann lohnt sich ein Dribbling – wann ein Pass?“

    Lernziel: Mut im 1-gegen-1, Timing beim Freilaufen und erste Passentscheidungen.

    3) Schwerpunkt Umschalten: 5-gegen-5-Training „Doppel-Tor“ (15–20 Minuten)

    Spielform: 5 gegen 5 auf zwei Minitore pro Seite

    Aufbau: Feld 30 x 40 m oder kleiner in der Halle. Auf jeder Grundlinie stehen zwei Minitore mit 6–8 m Abstand.

    Regeln:

    • Normales Spiel, Abschlüsse sind auf beide gegnerischen Minitore möglich.
    • Nach Ballgewinn soll das Team schnell umschalten: „Kannst du sofort angreifen?“
    Abb. 2 · 5v5 „Doppel-Tor“: Auf jeder Grundlinie stehen zwei Minitore — nach dem Ballgewinn hebt das Kind den Kopf und greift sofort das freie der beiden Tore an.
    Eigenes TeamGegnerBall

    Varianten:

    • Tor zählt doppelt, wenn es innerhalb von 6 Sekunden nach Ballgewinn fällt
    • In der Halle darf die Bande als Mitspieler genutzt werden, sofern die örtlichen Regeln das erlauben
    • Bei großen Leistungsunterschieden erhält das schwächere Team ein breiteres Tor
    • Spieltagsnah für 4+1: Stell statt der Minitore je ein Kleinfeldtor mit Torwart auf, lass Bälle aus dem Aus eindribbeln oder einpassen und wechsle den Torwart nach jedem Durchgang

    Coaching-Punkte:

    • Nach Ballverlust sofort zurückarbeiten und Druck auf den Ball ausüben
    • Nach Ballgewinn erster Blick nach vorn
    • Ohne Ball Breite geben

    Warum das wirkt: Zwei Tore pro Seite zwingen Kinder, den Kopf zu heben und Räume zu erkennen. Das Spiel wird automatisch dynamischer.

    4) Abschlussfokus: „Tore nach Dribbling oder Pass“ (10–15 Minuten)

    Spielform: 4 gegen 4/5 gegen 5 mit Abschlussregel

    Aufbau: Normales Kleinfeld mit Mini- oder Jugendtoren.

    Regelideen – nur eine auswählen:

    • Tor zählt nur nach Torschuss aus der Bewegung
    • Tor zählt nur, wenn vorher mindestens ein Pass gespielt wurde
    • Tor zählt doppelt nach einem gewonnenen 1-gegen-1

    Häufiger Anfängerfehler: Trainer kombinieren zwei oder drei Zusatzregeln. Dann denken die Kinder mehr über Vorgaben als über das Spiel nach. Starte frei, führe eine Regel für 4–5 Minuten ein und beobachte, ob die gewünschte Situation tatsächlich häufiger entsteht.

    Wenn du den Abschluss technisch verbessern willst, passt ergänzend der Beitrag zu Torschuss aus der Bewegung – ideal, um typische Fehler wie einen zu kurzen letzten Schritt oder eine ungünstige Oberkörperlage schnell zu korrigieren.

    Coaching-Fragen:

    • „Kannst du den Ball in Richtung Tor mitnehmen?“
    • „Wie kommst du in eine gute Schussposition?“

    5) Mini-Turnier & Cooldown (10 Minuten)

    Spielform: „Champions-Run“

    Ablauf: Auf 2–3 Feldern laufen Spiele über jeweils 2–3 Minuten. Gewinner bleiben auf ihrem Feld, die anderen Teams rotieren.

    Halte den Druck niedrig. Kinder sollen mutig bleiben. Vermeide Tabellen über die gesamte Einheit, besonders in der U8 und U9. Kurze Ergebnisse motivieren; eine öffentliche Rangliste kann schwächere Kinder dagegen früh ausbremsen.

    Ein guter Umgang mit Emotionen gehört dazu. Was sagst du nach einem verlorenen Spiel, und wie reagieren Eltern? Hilfreich ist der Artikel zum Umgang mit Niederlagen im Kinderfußball.

    5 gegen 5 im Turnier: Ablauf und Tipps für den Spieltag

    Das Mini-Turnier im Training ist die beste Vorbereitung auf den echten Spieltag. Nach der DFB-Jugendordnung gibt es in der F-Jugend keinen Ligaspielbetrieb. Gespielt wird in Festivals mit mindestens zwei Vereinen, im Rhythmus von zwei bis drei Wochen. In der E-Jugend lässt der DFB-Rahmen Festivals, Turniere und auch Ligaspielbetrieb zu. Was bei euch gilt, entscheidet dein Landesverband.

    So läuft ein 5-gegen-5-Festival ab

    Nach dem DFB-Leitfaden und der DFB-Jugendordnung läuft ein Festival so ab. Spielzeit und Modus legt aber dein Verband oder Kreis fest, und die Regeln weichen teils ab:

    • Auf- und Absteigen: Nach jedem Durchgang geht das Siegerteam ein Feld weiter, das unterlegene Team ein Feld zurück. Zwischen den Runden gibt es drei Minuten Pause.
    • Unentschieden: Es steigt das Team auf, das das letzte Tor erzielt hat. Bei 0:0 entscheidet Stein-Schere-Papier.
    • Spieldauer: In der F-Jugend auf Minitore bis zu 7 Durchgänge à höchstens 10 Minuten, auf Kleinfeldtore 6 x 10–12 Minuten. In der E-Jugend bei Festivals und Turnieren 6 x 10–12 Minuten.
    • Ergebnisse: Jedes Spiel wird gewertet, festgehalten wird aber nichts über den Spieltag hinaus.
    • Schiedsrichter: In der F-Jugend entscheiden die Kinder selbst. In der E-Jugend legt der Landesverband fest, ob mit oder ohne Schiedsrichter gespielt wird.

    Zwei Beispiele für Abweichungen: Bei den 5-gegen-5-Mini-Turnieren der Bremer E-Jugend dauert jedes Spiel 1 x 12 Minuten, bei vier bis sechs Spielen pro Turnier. Am Mittelrhein kann statt mit auf- und absteigenden Feldern auch jeder gegen jeden gespielt werden, Ergebnisse werden dort weder gesammelt noch ausgewertet.

    Merke: Im Modus mit auf- und absteigenden Feldern gibt es auch ohne Tabelle in jedem Spiel Sieger und Verlierer. Ein verlorenes Spiel heißt am Festivaltag nur: Das nächste Spiel findet ein Feld weiter unten statt.

    Tipps für deinen 5-gegen-5-Turniertag

    1. Ausschreibung lesen: Minitore oder Kleinfeldtore, mit oder ohne Torwart, wie oft gewechselt wird: Das regelt dein Verband oder Kreis. Kläre es vor dem Spieltag, nicht erst am Feldrand.
    2. Wechselliste vorbereiten: Schreib die Reihenfolge der Wechsel vorher auf. Bei bis zu vier Rotationsspielern pro Team brauchst du feste Abläufe statt spontaner Entscheidungen. Ab zwei Rotationsspielern pro Team soll laut DFB-Leitfaden aber möglichst ein weiteres Feld aufgebaut werden. Sprich das vorher mit dem Ausrichter ab.
    3. Torwart-Plan bei 4+1: Leg fest, wer in welchem Durchgang ins Tor geht. Positionsspezifische Ausbildung spielt im Kindesalter laut DFB noch keine Rolle, also darf jedes Kind mal ran.
    4. Spielfortsetzungen üben: In den Festivalformen des DFB-Leitfadens wird nach Toraus und nach einem Gegentor von der Grundlinie eingedribbelt oder eingepasst, der Gegner zieht sich zurück. Mit Torwart regeln viele Verbände Abstoß und Anstoß anders: Am Niederrhein, in Sachsen und in Bremen wird dann an der Mittellinie angestoßen, in Bremen bringt der Torhüter den Ball nach Toraus per Abstoß, Abwurf oder Abschlag zurück ins Spiel. Übe die Fortsetzung, die in deiner Ausschreibung steht, im Training ein paar Mal, dann verlieren die Kinder am Spieltag keine Zeit.
    5. Coaching zurückfahren: Nach den Fair-Play-Regeln der F-Jugend gibst du aus der gemeinsamen Coaching-Zone nur die nötigsten Anweisungen. Die drei Minuten zwischen den Runden reichen zum Trinken und für eine Frage: „Wo war eben Platz?“
    6. Eltern informieren: In der F-Jugend halten Zuschauer mindestens 3 m Abstand zum Kleinspielfeld, der DFB-Leitfaden nennt für Eltern sogar 15 m. Sag das vor dem ersten Festival an, dann gibt es am Feldrand weniger Diskussionen.
    7. Handschlag als Ritual: Zu Beginn und am Ende jedes Spiels geben sich die Kinder die Hand. So verankert der DFB-Leitfaden Fair Play im Kinderfußball.

    Belastung und Coaching richtig dosieren

    Kleinfeldspiele sind intensiv. Nutze bei U8–U11 Spielblöcke von 3–5 Minuten, gefolgt von etwa 60–90 Sekunden zum Trinken, Wechseln und für eine kurze Frage. Vier Blöcke à 4 Minuten liefern mehr konzentrierte Aktionen als ein einziges 20-Minuten-Spiel.

    Coache möglichst während natürlicher Unterbrechungen. Ein Richtwert: höchstens ein klarer Schwerpunkt pro Spielform. Statt „Breit machen, Kopf hoch, schneller passen und nachrücken!“ genügt zunächst: „Wo findest du Platz?“ Das Kind muss die Lösung selbst sehen.

    Kleinfeld im Hallentraining: So passt du 4 gegen 4 bis 5 gegen 5 an

    In der Halle wird alles schneller. Damit es trotzdem sauber bleibt:

    • Feld etwas kleiner wählen, etwa 18 x 25 m bis 25 x 30 m
    • Regeln vereinfachen und Sonderregeln reduzieren
    • Bälle mit geringer Sprungkraft nutzen, etwa Futsal- oder Indoorbälle
    • klare Auslinien festlegen
    • keine Grätschen erlauben
    • mindestens 1–2 m Sicherheitsabstand zu Wänden, Bänken und Geräten einplanen

    Tipp: Kontaktbegrenzungen wie „maximal drei Kontakte“ sind für Anfänger oft kontraproduktiv. Besser über Feldgröße, Torpositionen und Bonuspunkte steuern.

    Typische Fehler – und einfache Lösungen

    Auch im Anfängertraining tauchen oft die gleichen Probleme auf. Du kannst sie ohne lange Stopps lösen.

    • Alle laufen zum Ball
      • Lösung: zwei Tore pro Seite oder Endzonen nutzen, damit Breite entsteht
    • Zu wenig Mut im 1-gegen-1
      • Lösung: Dribbel-Tore doppelt zählen und mutige Aktionen loben, auch wenn sie scheitern
    • Kaum Pässe
      • Lösung: Bonus-Tor nach Pass in die Tiefe oder „Tor zählt nach Assist“ bei U10/U11
    • Ein Kind dominiert jede Aktion
      • Lösung: Teams neu mischen, Feld verbreitern oder Treffer verschiedener Kinder als Teamaufgabe zählen
    • Der Ball ist zu lange im Aus
      • Lösung: Trainer spielt sofort einen Ersatzball ein; Abstoß und Einwurf später separat erklären

    Fazit: Kleinfeldspiele als roter Faden für U8–U11

    Mit 4 gegen 4 bis 5 gegen 5 bekommst du im Kinderfußball genau das, was Kinder am meisten brauchen: viele Ballkontakte, viele Entscheidungen und viel Freude. Der Trainingsplan funktioniert als stabile Basis und lässt sich Woche für Woche variieren, ohne die Struktur zu verlieren. Stell dir bei jeder Einheit nur eine Leitfrage: „Welche Spielsituation sollen die Kinder heute besonders oft erleben?“ Dann wählst du die passende Spielform – und lässt das Spiel für dich arbeiten.

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    Häufig gestellte Fragen

    Für 4 gegen 4 funktionieren meist etwa 20x25 m bis 25x30 m, für 5 gegen 5 etwa 25x30 m bis 30x40 m. Starte lieber etwas kleiner, damit Kinder häufiger in 1-gegen-1-Situationen kommen, und vergrößere das Feld, wenn es zu eng wird oder kaum Dribblings möglich sind.

    Im Grundlagenalter sind feste Positionen meist nicht sinnvoll. Kinder lernen mehr, wenn sie rotieren und verschiedene Rollen erleben: mal aufbauen, mal verteidigen, mal abschließen. Gib stattdessen einfache Prinzipien vor (Breite geben, nach Ballverlust zurückarbeiten) und lass die Kinder Lösungen im Spiel finden.

    Wähle ein etwas kleineres Feld, arbeite mit klaren Zonen und einfachen Regeln und sorge für Ballnachschub. Vermeide harte Kontaktbegrenzungen bei Anfängern und achte auf Sicherheitsregeln: keine Grätschen, genügend Abstand zu Wänden und klare Wechsel. Zwei Minitore pro Seite helfen zusätzlich, damit sich das Spiel verteilt und nicht alle zum Ball rennen.

    4+1 steht für vier Feldspieler plus Torwart, also ein 5 gegen 5 auf zwei Kleinfeld- oder Jugendtore. Ob 4+1 gespielt wird oder 5 gegen 5 ohne Torwart auf vier Minitore, legt dein Landesverband oder Kreis fest. Zwei Beispiele für 2026/27: Am Niederrhein ist das 5 gegen 5 mit Torwart die Soll-Spielform der F-Junioren, in Niedersachsen spielt die E-Jugend grundsätzlich 4+1 gegen 4+1.

    Im DFB-Rahmen auf einem Feld von ca. 40 x 25 m, entweder auf vier Minitore ohne Torwart mit 6-m-Schusszone oder auf zwei Kleinfeldtore, dann zählen Tore ab der Mittellinie. Bälle aus dem Aus werden eingedribbelt oder eingepasst, einen Einwurf gibt es nicht. Jedes Team hat höchstens vier Rotationsspieler, ab zwei Rotationsspielern pro Team soll aber möglichst ein weiteres Feld aufgebaut werden.

    Nach dem DFB-Leitfaden in Festivalform mit auf- und absteigenden Feldern: Das Siegerteam geht ein Feld weiter, das unterlegene Team ein Feld zurück, zwischen den Runden gibt es drei Minuten Pause. Jedes Spiel wird gewertet, festgehalten wird aber nichts über den Spieltag hinaus. In der F-Jugend spielen die Kinder ohne Schiedsrichter, in der E-Jugend entscheidet das der Landesverband. Spielzeit und Modus legt dein Verband oder Kreis fest und weicht teils ab.

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