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    Kurzpassspiel im Kinderfußball

    Diese Beginner-Übung im Quadrat verbessert das Kurzpassspiel im Kinderfußball mit vielen Wiederholungen und klaren Laufwegen. Mit Variationen für U6 bis U11 und praxisnahen Coaching-Tipps.

    Tobias Brenner
    6. Dez. 2025
    Aktualisiert: 12. Jan. 2026
    5 Min.
    15 Min4-12 Spieler10x10m
    Hütchen, Bälle, Leibchen

    Kurzpassspiel im Kinderfußball ist die Basis für sauberes Kombinationsspiel: kurze Distanzen, viele Ballkontakte, klare Entscheidungen. Gerade im Beginner-Bereich hilft eine einfache, wiederholbare Übung dabei, Technik und Spielverständnis gleichzeitig zu entwickeln. Aber wie schaffst du es, dass Kinder nicht nur „irgendwie“ passen, sondern mit Tempo, Richtung und Idee?

    Übungsname: Quadrat-Kurzpass mit Freilauf (Beginner)

    Ziel der Übung

    Diese Passspiel-Übung verbessert das Kurzpassspiel im Kinderfußball (Haupt-Keyword) durch:

    • saubere Innenseitpässe und kontrollierte Ballannahme
    • Orientierung vor der Ballannahme (kurz „Scannen“)
    • Freilaufverhalten nach dem Abspiel (Pass & Go)
    • einfache Kommunikation („Hier!“, Name rufen)

    Das Format ist bewusst übersichtlich, damit Kinder schnell Erfolgserlebnisse haben – ideal als Einstieg in Fußball Kurzpass-Prinzipien.

    Organisation: Feld, Material, Spielerzahl, Dauer

    Benötigte Materialien

    • 8–12 Hütchen (für 1–2 Quadrate)
    • 2–4 Bälle (damit es zügig weitergeht)
    • Leibchen (optional, für Teams/Varianten)

    Spieleranzahl

    • Minimum: 4 Kinder (1 Quadrat)
    • Maximum: 12 Kinder (2 Quadrate parallel oder Rotation)

    Dauer

    • 15 Minuten (inkl. kurzer Erklärung und 1–2 Variationen)

    Aufbau

    • Markiere ein Quadrat, ca. 10 x 10 Meter (U7/U8 eher 8 x 8, U11 eher 12 x 12).
    • Stelle an jede Ecke 1 Kind (bei mehr Kindern: 2 pro Ecke, dann wird rotiert).
    • 1 Ball startet an einer Ecke.

    Schritt-für-Schritt Anleitung (nummeriert)

    1. Startposition einnehmen: Je ein Kind steht an einer Ecke, Körper leicht geöffnet (nicht „geschlossen“ zum Feldrand).
    2. Pass spielen: Kind A spielt einen flachen Innenseitpass zu Kind B an der nächsten Ecke (im Uhrzeigersinn).
    3. Erster Kontakt: Kind B nimmt den Ball mit dem ersten Kontakt leicht in Passrichtung mit (kleiner Touch), sodass der zweite Kontakt der Pass ist.
    4. Direktes Weiterspielen: Kind B passt zu Kind C – wieder flach, kontrolliert, nicht „bolzen“.
    5. Pass & Go: Nach jedem Pass läuft der Passgeber seiner Passlinie nach und stellt sich an der Ecke an, zu der er gepasst hat (Freilaufen als Gewohnheit).
    6. Coaching-Stopps kurz halten: Wenn es stockt, maximal 15–20 Sekunden korrigieren (z. B. Standbein, Passschärfe), dann sofort weiter.
    7. Richtungswechsel: Nach 2–3 Minuten lässt du die Richtung wechseln (gegen den Uhrzeigersinn), damit beide Füße gefordert werden.
    8. Wettbewerb (optional): Zähle, wie viele saubere Pässe in 60 Sekunden gelingen – nur wenn die Qualität stimmt.

    So entsteht ein klarer Rhythmus: Anbieten – annehmen – passen – nachlaufen. Genau das, was „Passspiel Übungen“ im Kinderbereich leisten sollen.

    Variationen für verschiedene Altersgruppen

    Für U6/U7 (ganz leicht)

    • Quadrat kleiner (6–8 m), damit die Distanzen nicht überfordern.
    • Ballannahme darf erst stoppen, dann passen (zwei Kontakte ohne Druck).
    • Fokus: Richtige Fußfläche (Innenseite), Ball flach halten.

    Für U8/U9 (Standard)

    • Pflicht: erster Kontakt in Spielrichtung.
    • Zusatzregel: Vor der Annahme einmal kurz „Kopf hoch“ (Scannen).
    • Kommunikation einführen: Passempfänger ruft deutlich.

    Für U10/U11 (fortgeschrittene Beginner)

    • Direktspiel erlauben (ein Kontakt), aber nur, wenn der Pass sauber ankommt.
    • 2 Bälle gleichzeitig im Quadrat (erhöht Wahrnehmung und Tempo).
    • „Zielpass“: Passe bewusst auf den vorderen Fuß, damit der nächste Pass schneller geht.

    Coaching-Tipps (damit das Kurzpassspiel wirklich besser wird)

    • Qualität vor Tempo: Lieber langsam und sauber starten, dann Schritt für Schritt erhöhen.
    • Standbein zeigt zum Ziel: Das ist der schnellste Fix für schiefe Pässe.
    • Passschärfe dosieren: Zu hart = Ball springt weg, zu weich = Gegner könnte dazwischengehen.
    • Offene Stellung erklären: „So stehen, dass du zwei Ecken sehen kannst“ – das verstehen Kinder schneller als Theorie.
    • Loben, was du sehen willst: z. B. „Super, Kopf hoch vor der Annahme!“ statt nur Fehler zu markieren.
    • Mini-Transfer ins Spiel: Frage zwischendurch: „Wann brauchst du im Spiel so einen kurzen Pass?“

    Wenn du das Ganze später mit Abschluss verbinden willst, passt als nächster Schritt unser Beitrag zum Torschuss aus der Bewegung – so wird aus Kurzpass direkt eine spielnahe Aktion.

    Typische Fehler – und schnelle Korrekturen

    • Ball wird „geschoben“ statt gepasst: Erinnerung: „Fuß fest, Ball rollen lassen – Innenseite wie eine Wand.“
    • Kinder bleiben nach dem Pass stehen: Klare Regel: Pass = Laufauftrag (Pass & Go).
    • Unruhe durch Wartezeiten: Bei 9–12 Kindern lieber zwei Quadrate aufbauen.

    Praxis-Hinweise für Eltern und Trainer

    Eltern fragen oft: „Warum so viel passen und nicht nur spielen?“ Kurzpass-Übungen geben Kindern Sicherheit am Ball und reduzieren Frust. Gerade wenn mal etwas nicht klappt, hilft ein positiver Umgang mit Fehlern – dazu passt der Artikel Umgang mit Niederlagen im Kinderfußball. Und wenn am Rand zu viel reingerufen wird, lohnt sich ein Blick auf Die Rolle der Eltern am Spielfeldrand, damit Kinder eigenständig entscheiden lernen.

    FAQ

    Wie oft sollte Kurzpassspiel im Kinderfußball trainiert werden?

    2–3 kurze Blöcke pro Woche reichen oft aus, wenn sie viele Wiederholungen bieten. Wichtig ist, dass die Übung spielnah bleibt und nicht zu lange monoton läuft.

    Ab welchem Alter ist „Pass & Go“ sinnvoll?

    Schon ab U7, wenn du es als einfache Regel formulierst: „Nach dem Pass läufst du deinem Ball hinterher.“ Je früher Kinder das verinnerlichen, desto leichter fällt späteres Kombinationsspiel.

    Was ist wichtiger: Ballannahme oder Pass?

    Beides gehört zusammen. Im Beginner-Bereich sorgt eine gute Ballannahme dafür, dass der Pass überhaupt kontrolliert möglich wird. Deshalb: erst sauber annehmen, dann gezielt passen – danach Tempo steigern.

    Häufig gestellte Fragen

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