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    Manndeckung einfach erklärt (U9–U13)

    Manndeckung heißt: Ein Verteidiger orientiert sich an einem Gegenspieler und verhindert dessen Ballannahme. Hier findest du eine kindgerechte Erklärung, typische Fehler und Beispiele aus U9–U13.

    Tobias Brenner
    11. Jan. 2026
    Aktualisiert: 19. Jan. 2026
    4 Min.

    Manndeckung

    Verteidigen
    Einsteiger

    Manndeckung heißt, dass ein Verteidiger einen Gegenspieler übernimmt und dessen Ballannahme durch Nähe und Passweg-Blocken erschwert.

    Manndeckung bedeutet: Jeder Verteidiger übernimmt einen bestimmten Gegenspieler und bleibt möglichst nah bei ihm – besonders dann, wenn der Gegner den Ball bekommen könnte.

    Was ist Manndeckung im Kinderfußball?

    Manndeckung einfach erklärt: Statt „den Raum“ zu verteidigen, orientierst du dich mannorientiert an einem Gegenspieler. Dein Auftrag lautet: Anspiel verhindern, Druck machen, Zweikampf führen, wenn der Ball kommt. Gerade im Kinderfußball (U9–U13) wirkt das zunächst logisch, weil Kinder klare Aufgaben mögen: „Du hast die Nummer 7.“

    Wichtig: Manndeckung ist nicht gleich „hinterherlaufen“. Gute Deckung im Kinderfußball heißt, du stehst so, dass du Ball und Gegner gleichzeitig sehen kannst und den Passweg störst. Ein einfacher Merksatz für Kids: „So nah wie nötig, so weit wie möglich.“

    So funktioniert mannorientiert verteidigen (kindgerecht)

    Grundposition: Sehen, sichern, stören

    Damit Manndeckung im Jugendfußball funktioniert, helfen drei einfache Punkte:

    • Seitlich versetzt stehen (nicht direkt hinter dem Gegner), damit du den Passweg blockst.
    • Abstand anpassen: Je näher der Ball, desto enger decken.
    • Körper zwischen Gegner und Tor bringen, wenn es gefährlich wird.

    Typische Fehler – und wie du sie vermeidest

    Kinder machen bei der Deckung oft diese Fehler:

    • Ball schauen und Gegner verlieren: Lösung: „Kopf auf“, ballnah enger werden.
    • Zu eng kleben, obwohl der Ball weit weg ist: Lösung: Abstand vergrößern, Kräfte sparen.
    • Hinterher sprinten, statt den Passweg zuzustellen: Lösung: zuerst Passlinie blocken.

    Wenn du das 1-gegen-1 verbessern willst, passt dazu unser Artikel über Verteidigen im 1v1: 8 Duellspiele (U10–U15).

    Beispiele aus U9–U13: Wann Manndeckung sinnvoll ist

    Beispiel 1: Gegner hat einen sehr starken Dribbler

    In der U10/U11 kann es helfen, den besten Spieler enger zu begleiten, damit er weniger freie Ballannahmen bekommt. Aber: Das Team darf nicht auseinanderfallen – sonst entstehen Lücken.

    Beispiel 2: Eckball verteidigen (U10+)

    Bei Standards nutzen viele Teams klare Zuordnungen („Du deckst den langen Pfosten-Spieler“). Das ist Manndeckung in Reinform. Für einfache Aufgabenverteilung siehe Eckball verteidigen: einfache Regeln & Aufgaben (U10+).

    Beispiel 3: Umschalten nach Ballverlust

    Nach Ballverlust rufen viele Trainer: „Schnell zuordnen!“ – kurzfristig mannorientiert zu verteidigen kann das Spiel beruhigen. Später wird das durch Teamprinzipien wie Restabsicherung ergänzt, z.B. in Restverteidigung einfach erklärt (U12+).

    Verwandte Begriffe (kurz erklärt)

    • Raumdeckung: Du verteidigst einen Bereich statt einen Spieler. Oft stabiler, aber schwerer zu lernen.
    • Übergabe/Übernahme: Wenn Gegner kreuzen, gibst du „deinen“ Spieler ab und ein Mitspieler übernimmt.
    • Doppeln: Zwei Verteidiger sichern gemeinsam gegen einen starken Ballführer.

    Praxis-Tipp für Eltern und Trainer

    Frag dich: Soll dein Kind lernen, Zweikämpfe zu führen – oder eher Spielverständnis (Positionierung, Absichern) aufzubauen? In U9–U11 kann Manndeckung klare Orientierung geben. Ab U12/U13 sollte sie häufiger mit Raumprinzipien kombiniert werden, damit Kinder nicht nur „ihrem Mann“ folgen, sondern auch das Teamspiel verstehen.

    FAQ

    Ist Manndeckung im Kinderfußball sinnvoll?

    Ja, als einfache Einstiegsform. Kinder verstehen Zuordnungen schnell. Wichtig ist, dass sie dabei lernen, Passwege zu schließen und nicht nur stumpf hinterherzulaufen.

    Wie eng muss ein Kind seinen Gegenspieler decken?

    Das hängt von der Ballnähe ab: Ist der Ball in der Nähe, darf der Abstand klein sein (Zugriff). Ist der Ball weit weg, reicht ein größerer Abstand, solange Passweg und Gegner im Blick bleiben.

    Was ist besser: Manndeckung oder Raumdeckung?

    Keine Variante ist immer „besser“. Manndeckung ist oft leichter zu erklären (U9–U11). Raumdeckung fördert später stärker das Teamverhalten. Ideal ist eine Mischung: ballnah enger mannorientiert, ballfern eher raumorientiert absichern.

    Häufig gestellte Fragen

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    mannorientiert verteidigen
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