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    Raumaufteilung: Breite & Tiefe kindgerecht erklären

    Breite und Tiefe sind die Basis für gute Raumaufteilung im Kinderfußball: Das Team macht das Feld groß und schafft Anspielstationen. Mit einfachen Bildern lernen Kinder schnell, nicht alle zum Ball zu rennen und häufiger frei zu stehen.

    Tobias Brenner
    29. Okt. 2025
    Aktualisiert: 12. Jan. 2026
    4 Min.

    Raumaufteilung bedeutet im Kinderfußball: Dein Team verteilt sich so auf dem Feld, dass immer Spielräume entstehen – nach außen (Breite) und nach vorne/hinten (Tiefe).

    Was heißt „Breite und Tiefe“ im Fußball?

    Kinder hören oft: „Mach das Feld groß!“ Genau darum geht’s. Breite heißt: Spieler stehen nicht alle in der Mitte, sondern nutzen auch die Außenbahnen. Tiefe heißt: Es gibt Anspielstationen vor und hinter dem Ball – also nicht alle auf einer Linie.

    Warum ist das wichtig? Wenn alle Kinder zum Ball rennen, wird es eng, Pässe werden schwer und Dribblings enden schnell. Mit guter Raumaufteilung wird das Spiel einfacher: mehr Zeit, mehr Passwege, mehr Chancen.

    Breite kindgerecht erklärt

    Breite ist wie „Arme ausstrecken“: Dein Team macht sich breit, damit der Gegner nicht alles zustellen kann.

    • Ein Kind steht rechts außen, ein anderes links außen
    • Der Ballführende hat mehr Optionen: Pass nach rechts, links oder in die Mitte
    • Gegenspieler müssen sich entscheiden: Wen decken sie?

    Praxisbild: Im 5-gegen-5 stehen drei Kinder direkt am Ball – keine Breite. Besser: eins am Ball, eins rechts, eins links. Plötzlich kann ein einfacher Pass nach außen reichen, um Druck zu lösen.

    Tiefe kindgerecht erklärt

    Tiefe ist „vorne und hinten gestaffelt“: Ein Kind bietet sich vor dem Ball an (für den Weg nach vorne), ein anderes hinter dem Ball (als sichere Rückpass-Option).

    • Vor dem Ball: „Ich bin frei für den Pass in die Spitze!“
    • Hinter dem Ball: „Wenn’s eng wird, spiel zurück!“
    • So bleibt Ballbesitz stabil und das Team kann neu aufbauen

    Gerade bei Kindern hilft das enorm, weil Pässe noch ungenau sein können. Mit Tiefe kannst du Fehler besser auffangen.

    Beispiele aus dem Kinderfußball (G- bis E-Jugend)

    Kinder lernen Raumaufteilung am besten über einfache Bilder und Regeln:

    • „Drei Zonen“-Regel: links – Mitte – rechts. Mindestens ein Kind steht in jeder Zone.
    • „Eine vor, eine hinter“: Bei Ballbesitz bietet sich ein Kind vorne an, eins bleibt als Absicherung.
    • „Nicht im Schatten stehen“: Kinder sollen so stehen, dass sie wirklich anspielbar sind (nicht hinter einem Gegner).

    Passend dazu hilft das Thema Freilaufen: Wer Breite und Tiefe nutzt, wird automatisch öfter frei. Auch beim Abschluss wird Raumaufteilung sichtbar: Nach einem Pass nach außen öffnet sich oft der Weg zum Tor, z. B. für einen Torschuss aus der Bewegung. Mehr dazu findest du hier: Torschuss aus der Bewegung.

    Typische Fehler – und wie du sie kindgerecht korrigierst

    • Alle rennen zum Ball → „Einer am Ball, zwei machen das Feld groß!“
    • Alle stehen auf einer Linie → „Einer kommt kurz, einer geht tief!“
    • Außenbahnen sind leer → „Wer bleibt heute unser rechter/ linker Flügel?“

    Als Elternteil am Rand kannst du unterstützen, ohne reinzuschreien: lieber einfache, positive Hinweise oder Ruhe bewahren. Dazu passt: Die Rolle der Eltern am Spielfeldrand.

    Verwandte Begriffe (kurz erklärt)

    • Positionsspiel: Geordnete Raumaufteilung, damit Pässe leichter werden.
    • Freilaufen: Sich so bewegen, dass man anspielbar wird.
    • Abseits: Betrifft die Tiefe im Großfeld – im Kinderfußball je nach Spielmodus relevant. Verständlich erklärt hier: Abseits einfach erklärt für Kinder.

    FAQ

    Wie erkläre ich Kindern „Breite“ in einem Satz?

    Sag: „Geh nach außen, damit wir Platz in der Mitte bekommen.“ Kinder verstehen das schnell, wenn du es mit „Feld groß machen“ verbindest.

    Was ist mit „Tiefe“ gemeint, wenn Kinder ständig nach vorne rennen?

    Tiefe heißt nicht nur „nach vorne“. Wichtig ist auch eine Absicherung hinter dem Ball, damit ein Rückpass möglich bleibt und das Team nicht sofort ausgekontert wird.

    Ab welchem Alter ist Raumaufteilung sinnvoll?

    Schon in der G- und F-Jugend als einfache Regel („nicht alle zum Ball“). In der E-Jugend kannst du Breite und Tiefe gezielter coachen, ohne es zu taktisch zu machen.

    Häufig gestellte Fragen

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