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    Rückpassregel zum Torwart einfach erklärt

    Die Rückpassregel verhindert Zeitspiel: Ein absichtlicher Fußpass zum eigenen Torwart darf nicht mit der Hand aufgenommen werden. Hier bekommst du einfache Erklärungen, Beispiele und die wichtigsten Fragen aus dem Kinderfußball.

    Tobias Brenner
    12. Jan. 2026
    Aktualisiert: 12. Jan. 2026
    3 Min.

    Die Rückpassregel bedeutet: Spielt ein Mitspieler den Ball absichtlich mit dem Fuß zum eigenen Torwart zurück, darf der Torwart den Ball nicht mit den Händen aufnehmen.

    Was ist die Rückpassregel zum Torwart?

    Die Rückpassregel (oft auch „Rückpass Torwart“ genannt) ist eine wichtige Regel im Fußball, damit Zeitspiel verhindert wird und das Spiel flüssig bleibt. Entscheidend ist dabei nicht, wo der Ball herkommt, sondern wie er gespielt wird.

    Kernidee: Wenn ein Feldspieler den Ball kontrolliert und bewusst mit dem Fuß zum eigenen Torwart spielt, ist das kein Ball zum Aufnehmen. Der Torwart muss dann wie ein Feldspieler agieren: passen, dribbeln oder klären.

    Wann darf der Torwart den Ball nicht aufnehmen?

    Kinder und Eltern merken sich am besten diese Faustregel: Absicht + Fuß = Hände verboten.

    Typische Situationen, in denen der Satz „Torwart darf den Ball nicht aufnehmen“ gilt:

    • Ein Verteidiger spielt einen klaren Pass zurück zum Torwart.
    • Ein Spieler stoppt den Ball und legt ihn dem Torwart bewusst „hin“.
    • Ein Rückpass wird als sichere Lösung genutzt, um Gegnerdruck zu umgehen.

    Wichtig: Nicht jeder Ball, der „nach hinten“ geht, ist automatisch ein Rückpass im Sinne der Regel. War es z. B. ein Abpraller oder ein unabsichtliches Berühren, kann der Torwart den Ball oft trotzdem aufnehmen.

    Was passiert bei einem verbotenen Rückpass?

    Nimmt der Torwart den Ball nach einem verbotenen Rückpass doch in die Hand, gibt es einen indirekten Freistoß für die angreifende Mannschaft.

    Das bedeutet:

    • Der Ball darf nicht direkt ins Tor geschossen werden.
    • Vor einem Tor muss mindestens ein weiterer Spieler den Ball berühren (Pass, Abpraller, Ablage).

    Wie ein indirekter Freistoß grundsätzlich funktioniert, erfährst du im Detail in unserem Artikel Freistoß - Regeln und Arten im Kinderfußball.

    Beispiele aus dem Kinderfußball (leicht zu verstehen)

    Beispiel 1: Klassischer Rückpass

    Ein Kind in der Abwehr wird unter Druck gesetzt und spielt einen sauberen Pass zurück. Der Torwart nimmt ihn mit der Hand auf. Ergebnis: indirekter Freistoß.

    Beispiel 2: Verunglückte Klärung

    Ein Verteidiger will den Ball wegschlagen, trifft ihn aber schräg, und er rollt zum Torwart. War das keine klare Absicht, darf der Torwart oft aufnehmen. Warum? Weil es eher eine missglückte Aktion als ein „Rückpass zum Sichern“ ist.

    Beispiel 3: Rückpass mit dem Kopf?

    Ein Spieler köpft den Ball absichtlich zum Torwart. Das ist kein Fußspiel – der Torwart darf den Ball in der Regel aufnehmen. (Achtung: Sonderregeln im Jugendfußball können beim Kopfball relevant sein.) Mehr dazu: Kopfball im Jugendfußball: Regeln DFB/ÖFB/SFV.

    Verwandte Begriffe (kurz erklärt)

    FAQ zur Rückpassregel

    Gilt die Rückpassregel auch im Kinderfußball (F-/E-Jugend)?

    Meist ja, aber die genaue Umsetzung kann je nach Verband, Spielform und Altersklasse variieren. In vielen Kinderformaten wird stärker pädagogisch gepfiffen und erklärt, statt sofort hart zu bestrafen.

    Darf der Torwart einen Rückpass mit dem Fuß annehmen?

    Ja. Der Torwart darf den Ball jederzeit mit dem Fuß spielen – auch nach einem Rückpass. Verboten ist nur das Aufnehmen mit der Hand nach einem absichtlichen Fuß-Rückpass.

    Was ist, wenn ein Gegner den Ball berührt, bevor er zum Torwart kommt?

    Berührt ein Gegner den Ball dazwischen (z. B. Abfälschen), ist es normalerweise kein kontrollierter Rückpass mehr. Dann darf der Torwart den Ball oft wieder aufnehmen, weil die klare „Absicht + Fuß“-Kette unterbrochen ist.

    Häufig gestellte Fragen

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