Volley & Dropkick: Unterschied einfach erklärt
Volley und Dropkick sind beides Direktabnahmen, aber mit klarem Unterschied: Volley aus der Luft, Dropkick nach dem Aufsprung. Mit einfachen Beispielen verstehst du schnell, wann welche Schusstechnik im Kinderfußball sinnvoll ist.
Ein Volley ist ein Schuss, bei dem der Ball in der Luft direkt getroffen wird. Ein Dropkick ist ein Schuss, bei dem der Ball einmal auf den Boden fällt und direkt nach dem Aufspringen geschossen wird.
Volley erklärt: Was passiert beim Schuss aus der Luft?
Beim Volley kommt der Ball nicht zur Ruhe: Er fliegt als Flanke, Abpraller oder hoher Pass in den Strafraum – und wird ohne Bodenberührung geschossen. Das sieht spektakulär aus, ist aber im Kinderfußball oft schwierig, weil Timing und Körperhaltung stimmen müssen.
Worauf kommt es beim Volley an?
- Timing: Der Fuß trifft den Ball im richtigen Moment (zu früh = Ball geht hoch, zu spät = Ball wird „getoppt“).
- Körperspannung: Ein stabiler Oberkörper hilft, den Ball kontrolliert zu treffen.
- Trefffläche: Meist wird der Spann genutzt (fester Schuss) oder der Innenrist (kontrollierter Abschluss).
Für Kinder gilt: Ein sauberer Volley gelingt eher, wenn der Ball nicht zu hoch kommt. Bei U9/U10 sind viele Volleys eher Zufallsprodukte – und das ist völlig normal. Willst du, dass dein Kind den Volley schießen lernen kann, helfen zunächst einfache Ballgewöhnung und koordinative Übungen.
Dropkick Fußball: Was ist der Unterschied?
Beim Dropkick lässt der Spieler den Ball fallen, wartet den ersten Bodenkontakt ab und schießt ihn unmittelbar nach dem Aufsprung. Typisch ist das bei Torhütern beim Abschlag aus der Hand, aber auch Feldspieler können Dropkicks nutzen (z. B. nach einem hohen Zuspiel, wenn der Ball schwer direkt zu nehmen ist).
Das macht den Dropkick oft etwas „planbarer“ als den Volley, weil:
- der Aufsprung eine klare Orientierung gibt,
- der Ball kurz in eine günstige Höhe kommt,
- Kinder den Bewegungsablauf leichter „lesen“ können.
Aber: Der Ball springt nicht immer gleich. Auf nassem Rasen, Kunstrasen oder in der Halle verändert sich das Verhalten deutlich.
Volley Dropkick Unterschied – einfach gemerkt
Merksatz für Kinder: Volley = Luft. Dropkick = Boden + direkt nach dem Hüpfer.
- Volley: Ball wird ohne Aufspringen getroffen.
- Dropkick: Ball springt einmal auf, dann Schuss.
Warum ist das wichtig? Weil es zwei verschiedene Schusstechniken sind – mit unterschiedlichem Timing, unterschiedlicher Ballhöhe und oft auch unterschiedlicher Anwendung im Spiel.
Beispiele aus dem Kinderfußball (U7–U11)
- In einem Funino-Spiel prallt der Ball nach einem Block hoch weg. Ein Kind versucht einen Volley – trifft ihn aber mit dem Schienbein. Typisch: gutes Timing braucht Wiederholung. Passend dazu hilft es, Spielformen wie in Funino in der Halle: Regeln & Spielformen (U7–U11) zu nutzen, weil viele Ballkontakte entstehen.
- Der Torwart fängt den Ball und macht einen Dropkick-Abschlag. Wenn der Ball zu weit vor den Körper fällt, wird der Schuss ungenau. Hier zählt: Ball fallen lassen, einen Schritt nach vorn, dann treffen.
- Nach einer Flanke in der U11 versucht ein Kind einen Volley. Besser ist oft: erst kontrollieren und dann schießen – denn im Jugendbereich geht es vor allem um saubere Technik statt Show.
Wenn du tiefer in die Schusstechnik Jugend einsteigen willst, schau in den Praxisartikel Volley & Dropkick: Schusstechnik für Kinder (U10+).
Verwandte Begriffe
- Spannstoß (fester Schuss mit dem Fußrücken)
- Innenrist-Schuss (präziser Schuss, oft ins Eck)
- Direktabnahme (Oberbegriff: Schuss ohne Ballannahme – dazu gehören Volley und oft auch Dropkick)
Auch bei hohen Bällen tauchen ähnliche Themen auf, z. B. beim Kopfball. Wichtig sind hier Regeln und Sicherheit: Kopfball im Jugendfußball: Regeln DFB/ÖFB/SFV.
Fazit
Volley und Dropkick wirken ähnlich, sind aber klar zu unterscheiden: Volley aus der Luft, Dropkick nach dem ersten Aufsprung. Für Kinder zählt vor allem: Schritt für Schritt lernen, viele Wiederholungen – und im Spiel die einfache Lösung wählen, wenn der direkte Abschluss zu schwer ist.
FAQ
Was ist leichter zu lernen: Volley oder Dropkick?
Für viele Kinder ist der Dropkick leichter, weil der Aufsprung einen klaren Moment zum Treffen liefert. Der Volley braucht oft mehr Koordination und Timing.
Ab welchem Alter sollten Kinder Volley schießen lernen?
Meist klappt gezieltes „Volley schießen lernen“ erst ab U10/U11, wenn Koordination und Gleichgewicht stabiler sind. Vorher darf es spielerisch ausprobiert werden – ohne Druck.
Ist ein Dropkick nur etwas für Torhüter?
Nein. Torhüter nutzen ihn häufig beim Abschlag, aber auch Feldspieler können Dropkicks einsetzen, z. B. wenn ein direkter Volley zu riskant ist und der Ball nach dem Aufsprung besser zu treffen ist.
Häufig gestellte Fragen
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