Übungssammlung · 8 Spiele

    Annahme unter Druck: 8 Scanning-Spiele (U10–U15)

    Diese 8 Scanning-Spiele helfen Kindern von U10 bis U15, vor der Ballannahme den Schulterblick zu automatisieren. So wird der erste Kontakt unter Druck ruhiger, schneller und spielnäher.

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    22. Jan. 2026
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    Aktualisiert: 20. Juli 2026
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    7 Min. Lesezeit
    Grundaufbau: Rechteck mit zwei bis vier Minitoren oder Zielzonen für Paare und kleine Teams, 6–16 Spieler, Feld 15x20 m.

    Ziel der Sammlung

    • Scannen vor der Ballannahme automatisieren („Schulterblick“)
    • Erster Kontakt Training: Ball in freie Räume mitnehmen statt stoppen
    • Entscheidungen unter Druck verbessern (Drehen, klatschen lassen, aufdrehen)
    • Spaß durch kurze, klare Wettkampf-Formate

    Aufbau

    - Markiere ein Rechteck (15x20 m). - Baue je nach Spiel 2–4 Minitore aus Hütchen oder Zielzonen. - Arbeite in Paaren, Dreiergruppen oder 2 Teams.

    Die 8 Spiele – Schritt für Schritt

    1

    Farbcode-Annahme (Warm-up)

    • Je 2 Spieler mit Ball, 8–12 m Abstand.
    • Trainer zeigt kurz vor dem Pass eine Farbe (Leibchen/Hütchen hochhalten).
    • Empfänger scannt, ruft die Farbe, nimmt den Ball in die passende Richtung mit (z. B. „Rot = rechts“).
    2

    Nummern-Ruf (Schulterblick erzwingen)

    • Passe im Paar.
    • Trainer steht hinter dem Empfänger und zeigt 1–3 Finger.
    • Empfänger muss vor der Annahme scannen, Zahl rufen, dann an- und mitnehmen.
    3

    Gate-First-Touch

    • Stelle 6–10 „Gates“ (Hütchentore) im Feld auf.
    • Paare passen sich zu.
    • Nach der Annahme muss der erste Kontakt durch ein Gate führen (nicht dribbeln bis zum Gate, sondern mit dem ersten Kontakt Richtung Gate).
    4

    Schatten-Druck (1 Kontakt unter Gegnernähe)

    • Im Paar: Passgeber + Empfänger, dazu ein „Schatten“ (passiver Gegner) neben dem Empfänger.
    • Pass kommt – Empfänger scannt, nimmt weg vom Schatten mit.
    • Nach 5 Pässen wechseln die Rollen.
    5

    3er-Dreieck mit „Klatschen oder Drehen“

    • 3 Spieler bilden ein Dreieck.
    • Ball wird gepasst, Empfänger scannt und entscheidet:
    • Klatschen lassen (direkt zurück) oder
    • Aufdrehen (erster Kontakt nach außen, dann zum dritten Spieler passen).
    • Nach 60–90 Sekunden Richtung wechseln.
    6

    Rondo 4v1 – Scan-Punkt

    Wenn du Rondos generell einführen willst, hilft es, vorher über einfache Ballführung zu kommen – z. B. mit Ideen aus Dribbeln lernen U7: 8 kindgerechte Spiele (die Prinzipien funktionieren auch als Technik-Start für Ältere).

    • 4 Außenspieler, 1 Verteidiger in der Mitte.
    • Regel: Vor jeder Annahme muss ein klarer Schulterblick sichtbar sein.
    • Zusatz: Punkt zählt nur, wenn der Empfänger mit dem ersten Kontakt aus dem Druck spielt.
    12
    Schritt 0 / 2
    Abb. 1 · Rondo 4-gegen-1, Scan-Punkt: Der Verteidiger läuft den nächsten Passweg nach rechts an (abgeschwächte Linie = zugestellt) — der Empfänger hat vorher gescannt und spielt mit dem ersten Kontakt durch die frei werdende Mitte zum tiefen Mitspieler.
    7

    2v2 + 2 Anspieler (Scanning in Spielform)

    • Feld ca. 18x22 m, 2 Teams à 2 im Feld, je 1 Anspieler außen pro Team.
    • Ziel: Ball halten und nach 3 Pässen auf einen Anspieler spielen.
    • Regel: Ballannahme zählt nur, wenn vorher gescannt wurde (Trainer lobt sichtbar gutes Verhalten).
    8

    „Exit-Zone“ unter Druck (Umschalt-Feeling ohne Chaos)

    • 3v3 im Feld, hinter jeder Grundlinie eine Exit-Zone (2–3 m) markieren.
    • Nach Ballgewinn muss das Team durch Annahme + Mitnahme in die Exit-Zone dribbeln.
    • Fokus: erster Kontakt weg vom Gegner, Blick hoch, Tempo.
    Abb. 2 · Exit-Zone unter Druck: Nach dem Ballgewinn nimmt der Ballführende den Ball mit dem ersten Kontakt weg vom Gegner und dribbelt in die Exit-Zone hinter der Grundlinie — erster Kontakt raus aus dem Druck, Blick hoch, Tempo.

    Coaching-Tipps

    • Fordere frühes Scannen: „Schulterblick, bevor der Pass kommt – nicht erst beim Kontakt!“
    • Nutze einfache Leitfragen: „Wo ist der Gegner? Wo ist der freie Raum? Wo ist der nächste Pass?“
    • Achte auf den offenen Körperwinkel (seitlich zum Ball stehen), damit Drehen leichter wird.
    • Belohne Verhalten, nicht nur Ergebnis: Ein guter Schulterblick darf auch mal zu einem Fehlpass führen – wichtig ist die Gewohnheit.

    Ergänzend lohnt sich ein Blick auf defensive Ordnung, wenn du später echte Drucksituationen im Spiel nachstellen willst: Restverteidigung einfach erklärt (U12+).

    Häufig gestellte Fragen

    Weil Kinder durch Scannen schon vor der Ballannahme Gegner, Raum und Mitspieler wahrnehmen. Das verbessert die Entscheidung (drehen, klatschen lassen, mitnehmen) und macht die Annahme unter Druck deutlich stabiler.

    Mit klaren, wiederholbaren Triggern: sichtbarer Schulterblick vor dem Pass, offene Körperstellung und eine einfache Entscheidungsfrage („Wo ist der freie Raum?“). Belohne gute Scan-Aktionen verbal, auch wenn die Ausführung noch nicht perfekt ist.

    Rondos (z. B. 4v1) und kleine Überzahl-/Anspielerformen (z. B. 2v2+2) sind ideal, weil sie viele Ballaktionen in kurzer Zeit erzeugen. Mit Regeln wie Kontaktlimit oder Punktwertung für Mitnahme in die offene Seite wird Scannen automatisch relevant.