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    Freistoß-Varianten: 5 einfache Ideen für Kinder

    Diese Übung zeigt dir 5 leicht umsetzbare Freistoß-Varianten für Kinder – mit klaren Rollen, kurzen Laufwegen und schnellem Abschluss. Ideal für Beginner im Training und als Hallen-Variante nutzbar.

    Tobias Brenner
    16. Dez. 2025
    Aktualisiert: 12. Jan. 2026
    5 Min.

    Standards sind im Kinderfußball oft verschenkte Chancen – dabei lieben Kinder klare Rollen und kleine „Tricks“. Mit dieser Freistoß-Übung für die Jugend trainierst du fünf Freistoß Varianten für Kinder, die leicht zu merken sind, schnell Erfolgserlebnisse bringen und sowohl draußen als auch als Hallenfreistoß Ideen funktionieren.

    Übungsname & Ziel

    Übungsname: Freistoß-Varianten: 5 einfache Ideen für Kinder

    Ziel:

    • Kinder lernen Standards im Kinderfußball spielerisch kennen
    • Fokus auf kurz ausspielen, Timing, Passqualität und Abschluss
    • Mut zur Entscheidung: Schuss oder Pass?
    • Kommunikation („Ich bin frei!“, „Lass!“) und Rollenverständnis

    Tipp: Passe Feldgrößen an Alter und Platz an – eine gute Orientierung bietet der Überblick zu Spielfeldgrößen nach Altersklasse.

    Material, Spieleranzahl, Dauer

    Material:

    • 6–10 Hütchen/Markierungsteller
    • 1–2 Mini- oder Jugendtore (alternativ: Hütchentor)
    • 4–8 Bälle (damit es flüssig bleibt)
    • Leibchen (für Verteidiger/Blocker)

    Spieleranzahl: min. 4, max. 12

    Dauer: 15–25 Minuten (5 Varianten à 3–5 Minuten)

    Aufbau

    • Markiere einen Freistoßpunkt (ca. 10–18 m zum Tor – je nach Alter)
    • Stelle eine Mauer aus 1–3 Hütchen oder 1–3 passiven Verteidigern (Beginner!)
    • Lege zwei Laufwege mit Hütchen fest: kurzer Anspielpunkt seitlich und Tiefenlauf Richtung Tor
    • Optional in der Halle: nutze Bande/Wand als Begrenzung, Torentfernung kürzer

    Schritt-für-Schritt Anleitung (mit 5 Varianten)

    Grundregeln für alle Varianten

    • 1 Kind ist Ballführer (Freistoßschütze)
    • 1 Kind ist Mitspieler (Anspielstation)
    • 1 Kind ist Abschluss-Spieler (läuft ein)
    • 1–3 Kinder sind passive Verteidiger (später aktiv)
    1. Erkläre die Rollen kurz: Wer passt? Wer läuft? Wer schießt?
    2. Starte ohne Gegnerdruck: erst Timing und Passschärfe.
    3. Nach jedem Versuch rotieren die Rollen im Uhrzeigersinn.
    4. Zähle Treffer als Team-Challenge: „Schafft ihr 5 Tore in 3 Minuten?“

    Variante 1: „Kurz-Klatsch-Schuss“ (Freistoß kurz ausspielen)

    1. Freistoßschütze passt kurz auf die Seite.
    2. Anspieler lässt klatschen (direkt zurück) oder mit einem Kontakt ablegen.
    3. Freistoßschütze schließt sofort ab (Schuss flach, aufs Eck).

    Warum gut für Beginner? Wenig Laufwege, klare Abfolge, schneller Abschluss.

    Variante 2: „Kurz – Mitnehmen – Abschluss“

    1. Freistoßschütze spielt kurz zur Seite.
    2. Anspieler nimmt den Ball mit dem ersten Kontakt in Richtung Tor mit.
    3. Abschluss nach 1–2 Kontakten.

    Coaching-Frage: „Kannst du den ersten Kontakt so setzen, dass du sofort zum Tor kommst?“

    Variante 3: „Doppelpass durch die Mauer“

    1. Freistoßschütze passt kurz auf den Mitspieler.
    2. Mitspieler passt in den Lauf zurück (Doppelpass).
    3. Freistoßschütze geht durch die Lücke (außen an der Mauer vorbei) und schießt.

    Wichtig: Bei Kindern ist Abseits bei Standards oft Thema – je nach Spielform. Wenn du das kindgerecht erklären willst, hilft Abseits einfach erklärt für Kinder.

    1. Freistoßschütze passt kurz.
    2. Ein Mitspieler läuft quer vor der Mauer entlang (ohne zu schubsen!), um Sicht zu stören.
    3. Anspieler schießt oder steckt durch.

    Hinweis: Betone Fairness und „kein Rempeln“. Es geht um Laufwege, nicht um Körperkontakt.

    Variante 5: „Außen vorbei – flache Hereingabe“

    1. Freistoßschütze spielt kurz auf außen.
    2. Außenspieler dribbelt 2–3 Meter an und spielt eine flache Hereingabe in den Strafraum.
    3. Einläufer schließt mit Innenrist ab (erstes Ziel: aufs Tor, nicht perfekt platziert).

    Für den Abschluss kannst du Elemente aus Torschuss aus der Bewegung übernehmen, z. B. „Schuss nach kurzem Dribbling“.

    Variationen nach Alter (Beginner-freundlich)

    U7–U9

    • Mauer nur als Hütchen oder 1 passiver Verteidiger
    • Distanz 8–12 m, Tor ggf. kleiner
    • Erlaubt: unbegrenzte Kontakte
    • Ziel: richtige Idee erkennen („kurz spielen“ statt „immer schießen“)

    U10–U11

    • 1–2 Verteidiger werden halbaktiv (dürfen nach dem Pass herausrücken)
    • Begrenze Kontakte: Anspieler max. 2 Kontakte
    • Zähle Bonuspunkte für Direktabschluss nach Klatsch

    U12+

    • Verteidiger aktiv, mit Torwart
    • Zusätzliche Regel: Abschluss innerhalb von 6 Sekunden
    • Kombiniere Varianten in einer „Ansage“: Trainer ruft „1–5“, Kinder führen aus

    Coaching-Tipps (damit Standards wirklich klappen)

    • Passschärfe: kurz heißt nicht langsam – der Ball muss „ankommen“.
    • Timing der Läufe: Einläufer startet, wenn der Pass gespielt wird, nicht vorher.
    • Kommunikation: klare Kommandos („Kurz!“, „Klatsch!“, „Dreh!“).
    • Blick zum Tor: Nach dem ersten Kontakt kurz scannen – wo ist die Ecke offen?
    • Erfolgserlebnisse sichern: Beginne ohne Gegnerdruck und steigere erst dann.

    Mini-Wettkampf zum Abschluss

    • 2 Teams, jedes Team hat 5 Versuche.
    • Pro Variante gibt es 1 Punkt, bei Tor nach Direktabschluss 2 Punkte.
    • Wer gewinnt, darf die nächste Freistoß-Variante „ansagen“.

    FAQ

    Welche Freistoß-Variante ist für Kinder am einfachsten?

    Am leichtesten ist meist „Kurz-Klatsch-Schuss“, weil die Abfolge klar ist und nur zwei Pässe plus Abschluss nötig sind. Kinder bekommen schnell Erfolgserlebnisse und lernen, dass ein kurzer Freistoß eine echte Torchance sein kann.

    Wie trainierst du Freistöße in der Halle?

    In der Halle funktionieren Hallenfreistoß Ideen besonders gut mit kurzen Distanzen und flachen Pässen. Nutze Hütchentore oder das Hallentor, setze eine „Mauer“ aus Hütchen und arbeite mit Regeln wie „Abschluss nach spätestens 2 Kontakten“, damit das Spieltempo hoch bleibt.

    Ab welchem Alter lohnt sich Standardtraining im Kinderfußball?

    Schon ab U7/U8 lohnt sich das – aber als spielerische Routine, nicht als starres Taktikprogramm. Kinder lernen dabei Passwinkel, Laufwege und Kommunikation. Wichtig ist, dass die Varianten einfach bleiben und häufig rotiert wird.

    Wie viele Varianten sollten Kinder wirklich auswendig können?

    Für Beginner reichen 2–3 Varianten, die regelmäßig wiederholt werden. Mehr Varianten sind möglich, wenn die Kinder die Grundprinzipien (kurz spielen, klatschen, einlaufen, abschließen) verstanden haben. Qualität ist wichtiger als Menge.

    Häufig gestellte Fragen

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