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    Koordination im Futsal: 6 kurze Spiele ohne Geräte

    Sechs kurze Koordinationsspiele für Futsal in der Halle – komplett ohne Geräte und ideal für Einsteiger. Perfekt für Reaktion, Orientierung und schnelle Richtungswechsel im Warm-up oder als Trainingsblock.

    Tobias Brenner
    19. Jan. 2026
    Aktualisiert: 19. Jan. 2026
    5 Min.

    Koordination ist im Futsal ein echter Gamechanger: wenig Platz, hoher Tempo-Wechsel, viele Richtungsänderungen – und ständig neue Reize. Genau deshalb lohnt sich Koordinationstraining in der Halle, das ohne Geräte auskommt und trotzdem Spaß macht. Die folgenden sechs Mini-Spiele sind perfekt für Beginner, als Warm-up oder als kurzer Block im Training – und sie zahlen direkt auf Futsal Koordination, Reaktion Spiele und Beweglichkeit Halle ein.

    Übungsname & Ziel

    Übungsname: Koordination im Futsal – 6 kurze Spiele ohne Geräte

    Ziel:

    • Reaktionsschnelligkeit (akustische/visuelle Signale schnell umsetzen)
    • Orientierung (Blick heben, Raum wahrnehmen, Entscheidungen treffen)
    • Richtungswechsel & Fußarbeit (Stop-and-go, kurze Schritte)
    • Körperspannung & Gleichgewicht (stabil bleiben trotz Kontakt/Tempo)

    Du suchst ergänzend noch Ballaktionen für die Kleinsten? Dann passt der Mix aus Koordination und Ballgefühl aus Dribbeln lernen U7: 8 kindgerechte Spiele ideal dazu.

    Rahmenbedingungen

    Materialien:

    • keine Geräte nötig (optional: Hallenlinien als Orientierung)

    Spieleranzahl:

    • min. 2, ideal 6–14, max. 20 (bei großen Gruppen in zwei Feldern parallel)

    Dauer:

    • 18–30 Minuten (6 Spiele à 3–5 Minuten, kurze Wechselpausen)

    Feldgröße:

    • halbe Halle oder ein Bereich von ca. 15×20 m (je nach Gruppe)

    Schritt-für-Schritt Anleitung (6 Spiele)

    Die Spiele laufen nacheinander. Nach jedem Spiel: 20–40 Sekunden Pause, kurz erklären, direkt weiter. So bleibt das Tempo hoch und die Kinder bleiben aufmerksam.

    1) Linien-Blitz

    Ziel: Orientierung + Stopp/Start

    1. Alle Kinder bewegen sich frei im Feld (traben, sidesteps, rückwärts).
    2. Du rufst ein Kommando: „Seitenlinie“, „Mittellinie“, „Grundlinie“.
    3. Die Kinder sprinten zur genannten Linie, berühren sie und kommen schnell zurück ins Feld.
    4. Nach 20–30 Sekunden wechselst du die Bewegungsart (z. B. nur rückwärts hin, vorwärts zurück).

    2) Spiegel-Duell

    Ziel: Reaktion + Fußarbeit in kurzen Schritten

    1. Paare bilden, Abstand 1–2 Meter, gegenüberstehen.
    2. Spieler A ist der „Leader“, Spieler B der „Spiegel“.
    3. A bewegt sich seitlich/diagonal in Mini-Schritten, stoppt, startet, täuscht an.
    4. B spiegelt exakt – ohne zu kreuzen oder zu drehen.
    5. Nach 30–45 Sekunden Rollenwechsel.

    3) Ampel-Futsal (ohne Ball)

    Ziel: schnelle Signalverarbeitung + Körperkontrolle

    1. Alle laufen frei im Feld.
    2. Du gibst Farbsignale:
      • Grün: schnell (Sprint)
      • Gelb: kontrolliert (traben)
      • Rot: sofort stoppen und „einfrieren“ (Balance halten)
    3. Zusatzregel: Bei „Rot“ ein Bein anheben (Gleichgewicht) – wer wackelt, macht 2 Hampelmänner und ist wieder drin.

    4) Nummern-Jagd

    Ziel: Orientierung + Entscheidung unter Zeitdruck

    1. Alle Kinder bekommen eine Nummer (1 bis X). Bei großen Gruppen doppelte Nummern vergeben.
    2. Du rufst zwei Nummern, z. B. „3 und 7!“
    3. Diese beiden sprinten zur Mittellinie, klatschen sich ab und laufen zurück.
    4. Variation: Du rufst drei Nummern – wer zuerst da ist, gewinnt den Punkt für sein Team.

    5) Schatten-Fangen

    Ziel: Richtungswechsel + Antizipation

    1. Zwei Fänger bestimmen, alle anderen sind Läufer.
    2. Fänger dürfen nur im „Futsal-Style“ arbeiten: kurze Schritte, tiefer Körperschwerpunkt, schnelle Richtungswechsel.
    3. Wer gefangen wird, wird zum „Schatten“: Er läuft hinter dem Fänger her und macht ihn langsamer.
    4. Nach 60–90 Sekunden neue Fänger.

    6) Umschalt-Kommando

    Ziel: Umschalten im Kopf (Switch) + Raumgefühl

    1. Du teilst das Feld gedanklich in zwei Zonen (z. B. linke/rechte Hallenhälfte).
    2. Alle bewegen sich in Zone A.
    3. Auf dein Kommando („Wechsel!“) sprinten alle sofort in Zone B.
    4. Zusatz: Beim Wechsel muss jeder einmal kurz abstoppen (Stopp-Schritt) und dann neu beschleunigen.

    Variationen für verschiedene Altersgruppen

    Für U6–U8 (Einsteiger)

    • Weniger Kommandos gleichzeitig, klare Wörter („rot/gelb/grün“).
    • Kürzere Intervalle (20–30 Sekunden), mehr Pausen.
    • Bei Spiegel-Duell: nur seitliche Schritte, keine Drehungen.

    Für U9–U11

    • Kommandos kombinieren: „Mittellinie + rückwärts zurück“.
    • Bei Nummern-Jagd: erst klatschen, dann auf Signal „links/rechts“ entscheiden.
    • Bei Ampel: bei „Rot“ zusätzlich einmal um die eigene Achse drehen und wieder stabil stehen.

    Für U12+ (mehr Futsal-Transfer)

    • Umschalt-Kommando mit „Press!“/„Drop!“: auf „Press“ schnell zusammenrücken, auf „Drop“ auseinanderziehen.
    • Spiegel-Duell mit Täuschungen (Schulterfeintens) und abrupten Stops.

    Coaching-Tipps (damit es wirklich Koordination bringt)

    • Bestehe auf kurzen, schnellen Schritten statt großen Sprüngen – das passt zur Hallendynamik.
    • Fordere den Blick nach vorn: Kinder sollen nicht nur auf die Füße schauen. Wer sieht, reagiert schneller.
    • Arbeite mit klaren Signalen (ein Wort, eine Geste). Zu viele Erklärungen bremsen das Tempo.
    • Baue Mini-Wettkämpfe ein („Wer reagiert am schnellsten?“), aber ohne Druck: Qualität vor Chaos.

    Wenn deine Gruppe neu zusammengewürfelt ist, helfen dir feste Rituale und einfache Regeln – schau dafür in Neue Kinder im Team: Integration in 4 Wochen (U7). Und wenn du nach dem Koordinationsblock direkt in Abschluss-Aktionen gehen willst, passt Torschuss aus der Bewegung als nächster Baustein.

    FAQ

    Wie oft solltest du Koordination im Futsal trainieren?

    Für Kinder reicht meist 2–3× pro Woche je 10–15 Minuten als fester Warm-up-Block. Entscheidend ist die Regelmäßigkeit: viele kurze Wiederholungen bringen mehr als seltene lange Einheiten.

    Was tun, wenn es in der Halle zu wild wird?

    Halte die Spielfläche kleiner, reduziere die Laufgeschwindigkeit (z. B. nur traben) und nutze klare Stoppsignale. Außerdem helfen kurze Runden (max. 60–90 Sekunden) und schnelle Rollenwechsel.

    Sind Spiele ohne Ball im Futsal überhaupt sinnvoll?

    Ja – gerade für Koordination Kinder Halle sind ballfreie Reize wertvoll: Kinder lernen stoppen, drehen, beschleunigen und Signale verarbeiten. Danach fällt es ihnen leichter, diese Bewegungen mit Ball unter Zeitdruck umzusetzen.

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    Häufig gestellte Fragen

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