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    Linienrichter (Assistent) einfach erklärt

    Der Linienrichter (Schiedsrichter-Assistent) hilft dem Schiedsrichter bei Abseits, Ausbällen und knappen Szenen an der Seitenlinie. Mit einfachen Beispielen aus dem Kinderfußball verstehst du schnell, worauf es ankommt.

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    19. Jan. 2026
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    Aktualisiert: 14. Juli 2026
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    3 Min. Lesezeit

    Ein Linienrichter (offiziell: Schiedsrichter-Assistent) unterstützt den Schiedsrichter am Spielfeldrand – vor allem bei Abseits, Ausbällen und knappen Entscheidungen an der Seitenlinie.

    Was macht ein Linienrichter (Schiri-Assistent) genau?

    Der Linienrichter läuft an einer Seitenlinie mit und hat eine klare Aufgabe: Er soll dem Schiedsrichter helfen, Situationen zu erkennen, die aus der Mitte des Feldes schwer zu sehen sind. Besonders wichtig ist dabei die Position: Der Assistent versucht, immer auf Höhe des vorletzten Abwehrspielers zu sein (oder auf Höhe des Balls, je nachdem, was näher zur Torlinie ist). So kann er Abseits-Situationen besser beurteilen.

    Typische Aufgaben im Fußball:

    • Abseits anzeigen (Flagge hoch, wenn ein Spieler im Abseits aktiv ins Spiel eingreift)
    • Ausball erkennen: Einwurf, Abstoß oder Eckball?
    • Fouls oder Handspiel nahe der Seitenlinie melden (wenn der Schiri es nicht gesehen hat)
    • Bei höheren Spielklassen: Unterstützung bei Tor-/Nicht-Tor-Entscheidungen und Wechseln

    Gerade im Kinderfußball ist das Ziel nicht, „kleinlich“ zu pfeifen, sondern fair und verständlich zu entscheiden. Kennst du das: Der Ball geht knapp ins Aus und beide Teams rufen sofort „Unser Ball!“? Genau hier hilft ein Assistent.

    So läuft die Kommunikation mit dem Schiedsrichter

    Der Linienrichter nutzt meist eine Fahne (Flagge), um Zeichen zu geben. Der Schiedsrichter entscheidet am Ende selbst, ob er die Empfehlung übernimmt. Wichtig: Der Assistent pfeift nicht, sondern signalisiert.

    Häufige Signale:

    • Flagge nach oben: mögliche Abseits-Situation
    • Flagge seitlich: Richtung für Einwurf
    • Flagge schräg nach unten: Eckball oder Abstoß anzeigen (je nach Richtung)

    Für Kinder und Eltern ist hilfreich zu wissen: Selbst wenn der Linienrichter etwas anzeigt, kann der Schiri anders entscheiden – zum Beispiel, wenn er eine bessere Sicht hatte.

    Beispiele aus dem Kinderfußball

    Beispiel 1: Abseits bei der E-Jugend

    Ein Stürmer steht beim Pass deutlich vor der Abwehr. Der Linienrichter bleibt auf Höhe der Abwehr, sieht die Situation und hebt die Flagge. Der Schiri unterbricht das Spiel und erklärt kurz: Abseits. Tipp: Wenn du Abseits besser verstehen willst, schau in den Artikel Abseits einfach erklärt für Kinder.

    Beispiel 2: Ball im Seitenaus – wer bekommt den Einwurf?

    Der Ball prallt im Zweikampf ins Aus. Beide Teams reklamieren. Der Linienrichter zeigt klar die Richtung an. Das reduziert Diskussionen und hilft, das Spiel schnell fortzusetzen.

    Beispiel 3: Eckball oder Abstoß?

    Ein Schuss wird noch leicht abgefälscht und geht über die Torauslinie. Von der Mittellinie ist das schwer zu erkennen. Der Linienrichter sieht die Berührung und signalisiert Eckball. Passend dazu: Elfmeter - Das musst du wissen erklärt dir auch, wie Schiris in Strafraumszenen entscheiden.

    Verwandte Begriffe (kurz erklärt)

    Merksatz für Kinder

    Der Linienrichter ist wie ein zweites Paar Augen für den Schiedsrichter – besonders an der Linie und beim Abseits.

    Häufig gestellte Fragen

    Viele Kinderfußball-Spiele werden nur mit einem Schiedsrichter angesetzt, weil weniger Offizielle verfügbar sind oder die Spielleitung bewusst einfach gehalten wird. Dann trifft der Schiri alle Entscheidungen allein und achtet häufig darauf, das Spiel verständlich und flüssig zu halten.

    In unteren Jugendklassen helfen manchmal Vereinshelfer als inoffizielle Assistenten, zum Beispiel nur für Einwürfe und Ausbälle. Ob das zulässig ist, hängt von Wettbewerb und Absprache mit dem Schiedsrichter ab. Entscheidend ist, dass die Person neutral signalisiert und nicht für das eigene Team „mitpfeift“.

    Der Linienrichter zeigt Abseits nur an, wenn ein Spieler aus Abseitsposition aktiv ins Spiel eingreift – etwa durch Ballkontakt, Einfluss auf einen Gegner oder die Teilnahme an der Aktion. Steht ein Spieler zwar im Abseits, greift aber nicht ein, bleibt die Fahne unten.

    Ähnliche Begriffe im Lexikon

    Linienrichter
    Schiri Assistent
    Abseits
    Fußball Regeln Kinder
    Schiedsrichter