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    Elfmeter - Das musst du wissen

    Alles Wissenswerte zum Elfmeter: Von den offiziellen Regeln über Besonderheiten im Jugendbereich bis hin zur korrekten Position von Torwart und Schütze.

    Tobias Brenner
    4. Okt. 2025
    Aktualisiert: 12. Jan. 2026
    4 Min.

    Elfmeter: Die Definition

    Ein Elfmeter (fachsprachlich: Strafstoß) ist eine Standardsituation im Fußball, bei der ein Spieler den Ball aus einer Entfernung von elf Metern direkt auf das Tor schießen darf. Er wird vom Schiedsrichter zugesprochen, wenn die verteidigende Mannschaft im eigenen Strafraum ein Foul begeht oder ein Handspiel begeht.

    Elfmeter Regeln: So funktioniert der Strafstoß

    Der Elfmeter ist eine der spannendsten Szenen im Fußballspiel. Damit alles fair abläuft, gibt es klare Elfmeter Regeln, die im offiziellen Regelwerk der FIFA (und für uns in Deutschland beim DFB) festgehalten sind. Hier sind die wichtigsten Punkte einfach erklärt:

    Die Ausführung

    Der Ball muss genau auf dem Elfmeterpunkt liegen. Der Schütze muss klar identifizierbar sein – er darf sich den Ball also nicht heimlich schnappen. Sobald der Schiedsrichter pfeift, darf der Spieler anlaufen. Wichtig dabei: Der Anlauf darf verzögert werden, aber sobald der Schütze den Standfuß neben den Ball setzt, muss der Schuss in einer flüssigen Bewegung erfolgen (ein komplettes Abstoppen direkt vor dem Schuss ist verboten).

    Die Position der anderen Spieler

    Außer dem Schützen und dem Torwart müssen alle anderen Spieler:

    • Sich außerhalb des Strafraums befinden.
    • Mindestens 9,15 Meter vom Elfmeterpunkt entfernt sein (dafür gibt es den Teilkreis am Strafraum).
    • Hinter der Torlinie oder hinter dem Ball stehen.

    Die Rolle des Torwarts

    Der Torhüter muss zum Zeitpunkt des Schusses mit mindestens einem Teil eines Fußes auf, über oder hinter der Torlinie stehen. Er darf nicht zu früh nach vorne springen, darf sich aber auf der Linie hin- und herbewegen, um den Schützen zu verunsichern.

    Besonderheiten im Kinderfußball

    Im Kinder- und Jugendfußball gibt es oft kleine Abweichungen, die Trainer und Eltern kennen sollten (siehe Eltern-Checkliste: Das erste Fußballspiel):

    • Verkürzte Distanz: In der F-Jugend oder E-Jugend wird oft auf kleineren Feldern gespielt. Hier beträgt die Distanz nicht immer 11 Meter, sondern häufig nur 8 oder 9 Meter (Strafstoßmarke).
    • Kein Nachschuss beim Neunmeterschießen: In Turnierformen, bei denen ein Sieger nach Unentschieden ermittelt wird, gibt es keinen Nachschuss. Im normalen Spielbetrieb (Meisterschaft) ist ein Nachschuss erlaubt, sofern der Ball vom Torwart abgewehrt wurde oder vom Pfosten zurück ins Feld springt (ohne dass der Schütze ihn zweimal hintereinander berührt).
    • Empathie vor Regelstrenge: Bei den Minikickern (Bambini) geht es primär um den Spaß. Hier drücken Schiedsrichter oft ein Auge zu, wenn der Anlauf nicht perfekt war oder ein Mitspieler einen Meter zu früh losgelaufen ist.

    Beispiele aus der Praxis

    1. Das Handspiel: Ein Abwehrspieler springt im Strafraum hoch, um den Ball zu blocken. Dabei berührt der Ball seinen unnatürlich vergrößerten Arm. Entscheidung: Elfmeter.
    2. Der Doppelkontakt: Der Schütze schießt gegen den Pfosten, der Ball prallt direkt zu ihm zurück und er schießt ihn ins Tor, ohne dass ein anderer Spieler den Ball berührt hat. Entscheidung: Indirekter Freistoß für die Abwehr (Regelverstoß: Doppelkontakt).

    Verwandte Begriffe

    • Elfmeterschießen: Das Verfahren zur Spielentscheidung nach einem Unentschieden in K.o.-Runden.
    • Strafraum: Der markierte Bereich (16-Meter-Raum), in dem Fouls zum Elfmeter führen.
    • Vorteil: Wenn der Schiedsrichter trotz Foul weiterspielen lässt, weil die angreifende Mannschaft eine klare Torchance behält.

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