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    Lochpass: Präzision in die Schnittstelle

    Der Lochpass ist ein Pass durch die Lücke in der Abwehr in den freien Raum. Mit gutem Timing und Präzision entsteht sofort Torgefahr – auch im Kinderfußball.

    Tobias Brenner
    20. Jan. 2026
    Aktualisiert: 20. Jan. 2026
    3 Min.

    Lochpass

    Taktik
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    Ein Lochpass ist ein Pass durch die Lücke in der Abwehr in den freien Raum oder in den Lauf eines Mitspielers, um die Defensive zu überspielen.

    Ein Lochpass ist ein flacher oder leicht diagonaler Pass durch eine Lücke in der Abwehr direkt in den Lauf oder Fuß eines Mitspielers. Ziel ist, die gegnerische Kette zu überspielen und sofort Torgefahr zu erzeugen.

    Was bedeutet „Lochpass“ genau?

    Ein Lochpass (oft auch „Steckpass“ genannt) ist ein Pass in die Schnittstelle – also in den Raum zwischen zwei Verteidigern oder zwischen Abwehr und Torwart. Entscheidend ist nicht nur die Richtung, sondern vor allem das Timing: Der Ball soll genau dann gespielt werden, wenn der Mitspieler startet und die Gegner nicht mehr eingreifen können.

    Für Kinder und Eltern hilft ein Bild: Stell dir zwei Verteidiger wie zwei Hütchen vor. Der Lochpass ist der Ball, der genau durch den Spalt zwischen den Hütchen rollt – nicht zu nah am Verteidiger, nicht zu weit, sondern „wie an der Schnur“.

    Woran erkennst du einen guten Lochpass?

    Ein Lochpass ist dann gut, wenn er drei Dinge erfüllt:

    • Präzision: Der Ball landet dort, wo der Mitspieler ihn erreichen kann – ohne Tempoverlust.
    • Passschärfe: Nicht zu weich (sonst kommt ein Gegner ran), nicht zu hart (sonst verspringt der Ball).
    • Timing: Der Pass kommt im richtigen Moment. Zu früh? Dann läuft der Stürmer ins Abseits oder der Raum ist noch zu.

    Gerade beim Timing spielt auch die Regel eine Rolle: Wie das genau funktioniert, liest du in Abseits einfach erklärt für Kinder. Denn ein Lochpass ist oft nur dann gefährlich, wenn der Empfänger nicht im Abseits steht.

    Beispiele aus dem Kinderfußball (U8 bis U13)

    Kinderfußball ist schnell und chaotisch – perfekt für einfache Lochpass-Momente:

    Beispiel 1: 3-gegen-3 im Funino

    Ein Kind dribbelt an, zwei Gegner stehen nebeneinander. Der Mitspieler startet seitlich in den freien Raum. Statt weiter zu dribbeln, spielt das Kind einen kurzen Lochpass durch die Lücke. Ergebnis: freie Bahn zum Tor.

    Beispiel 2: 5-gegen-5 mit „Tiefenläufen“

    Ein Spieler im Zentrum bekommt den Ball, schaut kurz hoch und steckt ihn hinter die Abwehr. Der Mitspieler nimmt den Ball mit und schließt ab. Pass und Abschluss hängen eng zusammen – passend dazu: Torschuss aus der Bewegung.

    Beispiel 3: Gegenbewegung und dann in die Tiefe

    Ein Stürmer kommt erst kurz entgegen (zieht einen Verteidiger mit) und startet dann explosiv in den Raum. Genau hier öffnet sich die Schnittstelle. Das Prinzip wird in Gegenbewegung beim Freilaufen erklärt (U10+) verständlich erklärt.

    Tipps für Training und Coaching (beginner)

    Damit Kinder den Lochpass lernen, helfen klare, einfache Coachingpunkte:

    • „Kopf hoch vor dem Pass“: Erst schauen, dann spielen.
    • „In den Lauf, nicht auf den Fuß“: Der Mitspieler soll Tempo aufnehmen.
    • „Innenrist für Kontrolle“: Mit dem Innenrist gelingt Anspiel und Richtung am leichtesten.
    • „Mut zum Risiko“: Ein Lochpass darf auch mal abgefangen werden – wichtig ist die Idee.

    Verwandte Begriffe

    • Schnittstelle: Raum zwischen zwei Verteidigern.
    • Steckpass: häufiges Synonym für Lochpass.
    • Tiefenlauf: Laufweg in Richtung gegnerisches Tor.
    • Pressing: Gegner unter Druck setzen – relevant, weil Lochpässe oft entstehen, wenn Gegner unsortiert sind (siehe C-Jugend Training: Pressing & Spielaufbau Basics.

    Häufig gestellte Fragen

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