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    Sicherheits-Checkliste für Trainer

    Mit dieser Sicherheits-Checkliste strukturierst du dein Jugendtraining so, dass Risiken früh auffallen. Von Platzkontrolle bis Notfallplan: einfach abhaken und sicher trainieren.

    Tobias Brenner
    23. Dez. 2025
    Aktualisiert: 12. Jan. 2026
    4 Min.

    Sicherheit ist im Jugendfußball kein „Extra“, sondern die Grundlage für Spaß, Entwicklung und Vertrauen. Gerade im sicherheit training jugend-Kontext entscheidet ein klarer Ablauf darüber, ob Kinder frei spielen können oder unnötige Risiken entstehen. Die gute Nachricht: Mit einer einfachen Routine vor, während und nach dem Training deckst du die häufigsten Gefahrenquellen ab – ohne den Trainingsfluss zu stören.

    Sicherheits-Checkliste für Trainer (Beginner)

    Vor dem Training: Platz, Material, Rahmen

    1. Platzbegehung (2 Minuten)

      • Prüfe Löcher, Steine, Glasscherben, rutschige Stellen, vereiste Zonen.
      • Achte auf Hindernisse am Rand (Bänke, Werbebanden, Pfosten). Warum? Stürze passieren oft außerhalb der eigentlichen Spielfläche.
    2. Tore sichern

      • Tore müssen kippsicher sein (Bodenverankerung/Gewichte). Netze auf Risse prüfen.
      • Mini-Tore nie ungesichert stehen lassen – Kinder klettern schnell daran.
    3. Material-Check

      • Hütchen, Stangen, Koordinationsleitern ohne scharfe Kanten.
      • Bälle passend zur Altersklasse (Größe, Druck). Zu harte Bälle erhöhen das Verletzungsrisiko.
    4. Wetter- und Hitze-Plan

      • Bei Hitze: Trinkpausen fest einplanen, Schatten nutzen.
      • Bei Gewitter: Training unterbrechen und Schutz suchen. Faustregel: Donner in der Nähe = raus vom Platz.
    5. Anwesenheit & Kontaktwege

      • Teilnehmerliste checken: Wer ist da, wer fehlt?
      • Notfallkontakte griffbereit (Telefon, Liste). Kläre: Wer begleitet im Ernstfall ein Kind?

    Start ins Training: Körper vorbereiten und Regeln setzen

    1. Aufwärmen ist Pflicht (nicht verhandelbar)

    2. Kurze Sicherheitsregeln (30 Sekunden)

      • „Kein Grätschen im Training“, „Kein Schubsen“, „Stoppsignal beachten“.
      • Rhetorische Frage an die Kinder: „Was machen wir, wenn jemand am Boden liegt?“ → Alle stoppen, Ball weg, Trainer ruft.
    3. Schmuck & Ausrüstung prüfen

      • Ohrringe, Ketten, Uhren ab. Schienbeinschoner drin? Schuhe passend zum Untergrund?
      • Bei langen Haaren: zusammenbinden (Sicht und Sicherheit).

    Während des Trainings: Belastung steuern, Unfälle vermeiden

    1. Übungsaufbau mit Sicherheitsabständen

      • Genug Raum zwischen Stationen, klare Laufwege.
      • Bei Parcours: Start-/Zielzone markieren, Gegenverkehr vermeiden. Ein Beispiel für sauberen Aufbau findest du im Dribbel-Parcours mit Hütchen.
    2. Altersgerechte Intensität

    • Kinder ermüden ungleich – plane Wechsel und kurze Blöcke.
    • Technik vor Tempo: Bei Schussformen (z. B. aus dem Lauf) erst kontrolliert steigern, siehe Torschuss aus der Bewegung.
    1. Zweikampfregeln klar definieren
    • In Beginner-Gruppen lieber „Ball erobern ohne Kontakt“ oder mit klaren Kontaktgrenzen.
    • Bei Übermotivation sofort deeskalieren: kurze Pause, Regel wiederholen.
    1. Trink- und Erholungspausen aktiv einfordern
    • Nicht warten, bis Kinder „durstig melden“. Viele merken es zu spät.
    1. Erste-Hilfe-Basics griffbereit
    • Verbandmaterial, Kühlpack, Einmalhandschuhe.
    • Trainer sollten wissen: stabile Seitenlage, Druckverband, wann 112.

    Nach dem Training: Ordnung, Nachsorge, Prävention

    1. Cool-down & kurzes Auslaufen
    • Hilft, Kreislauf zu beruhigen und Muskelkater zu reduzieren.
    1. Verletzungen dokumentieren
    • Was ist passiert, wann, wer war dabei? Das hilft bei Nachfragen und zur Prävention.
    1. Material sicher verstauen
    • Tore sichern, Stangen/Hütchen einsammeln. Keine Stolperfallen für die nächste Gruppe.

    Tipps für einen sicheren Trainingsalltag

    • Standardisiere deine Routine: Gleiche Reihenfolge vor jeder Einheit spart Zeit und reduziert Fehler.
    • Nutze klare Stoppsignale: Pfeife/Handzeichen + „Stopp“-Wort. Kinder reagieren schneller auf Rituale.
    • Kommuniziere mit Eltern: Kurze Info zu Ausrüstung, Wetter, Abholregeln. So entstehen weniger Missverständnisse.

    FAQ

    Was gehört zur wichtigsten Grundausstattung für Sicherheit im Jugendtraining?

    Ein Erste-Hilfe-Set, ein geladenes Handy, eine Teilnehmer- und Notfallkontaktliste sowie gesicherte Tore sind das Minimum. Dazu kommen passende Bälle, intakte Hütchen/Stangen und klare Stoppsignale.

    Wie erkennst du Überlastung bei Kindern im Training?

    Typische Zeichen sind nachlassende Koordination, häufiges Stolpern, ungewöhnliche Reizbarkeit, Kopfschmerzen oder „Bauchweh“. Reduziere dann Intensität, baue Trinkpausen ein und wechsle zu ruhigen Technikformen.

    Was solltest du bei Hitze oder Kälte im Jugendfußball beachten?

    Bei Hitze brauchst du feste Trinkpausen, Schatten und weniger Dauerläufe. Bei Kälte sind längeres Aufwärmen, trockene Kleidung nach dem Training und angepasste Pausen wichtig. Bei Gewitter gilt: Training sofort beenden und Schutz suchen.

    Häufig gestellte Fragen

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