Übungssammlung · 4 Spiele

    Abschluss aus der Drehung: Technik und 4 Spiele

    Der Abschluss aus der Drehung hilft Kindern, unter Gegnerdruck schnell aufzudrehen und sauber abzuschließen. Mit Technikteil, 4 Spielformen und einfachen Variationen passt die Einheit ideal für Beginner.

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    17. Jan. 2026
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    Aktualisiert: 20. Juli 2026
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    6 Min. Lesezeit
    Grundaufbau: Abschlusszone 12–14 m vor dem Tor mit zwei seitlichen Startpunkten und optionalem Dreh-Quadrat, 4–16 Spieler, Feld 18x25 m.

    Ziel der Sammlung

    • Erster Kontakt weg vom Gegner (Drehung öffnen)
    • Körpertäuschung und Abschirmen (Ball schützen)
    • Schneller Torabschluss nach 1–2 Kontakten
    • Mutig werden beim Abschluss unter Zeitdruck

    Aufbau

    - Markiere vor dem Tor eine Abschlusszone (z. B. 12–14 m vor dem Tor). - Lege seitlich zwei Startpunkte (A links, B rechts) mit Hütchen fest. - Optional: Baue in der Abschlusszone ein kleines Dreh-Quadrat (3 x 3 m) als Orientierung für den ersten Kontakt.

    Die 4 Spiele – Schritt für Schritt

    1

    „Dreh & Finish“ – 1v0 auf Zeit

    8 Minuten

    Coachingfrage: Schaffst du es, nach der Drehung sofort den Blick zum Tor zu heben?

    • Zwei Gruppen links/rechts.
    • Pass in den Rücken, Drehung, Abschluss.
    • Wertung: 1 Punkt pro Tor, Bonuspunkt, wenn der Schuss innerhalb von 3 Sekunden nach Ballannahme erfolgt.
    2

    „Rücken-Check“ – 1v1 mit Start im Rücken

    10–12 Minuten

    Für passende Finten-Ideen (die nach der Drehung helfen) passt der Artikel 1v1 als Angreifer: 8 Finten-Spiele (U10–U15).

    • Angreifer steht mit Rücken zum Tor, Verteidiger direkt dahinter (1 m Abstand).
    • Trainer spielt den Ball zum Angreifer.
    • Angreifer darf sofort drehen und abschließen, Verteidiger versucht zu stören.
    3

    „Wandspieler hilft“ – 2v1 in die Drehung

    12–15 Minuten

    Hier lernst du das Grundprinzip „Pass oder Dribbling?“ sehr spielnah – ähnlich wie im Beitrag Angriff im 2-gegen-1: Pass oder Dribbling? (U9+).

    • Angreifer A bekommt den Ball mit Rücken zum Tor.
    • Ein Mitspieler (Wandspieler) steht seitlich in 6–8 m Entfernung.
    • Verteidiger startet im Rücken.
    • Ziel: A dreht, nutzt bei Bedarf den Wandspieler (Klatschpass) und kommt zum Abschluss.
    1212
    Schritt 0 / 2
    Abb. 1 · »Wandspieler hilft« (2v1), Beispielsituation: Der Verteidiger schiebt von hinten nach und stellt die direkte Drehung zu (1) — also klatscht der Angreifer seitlich auf den Wandspieler (2). Pass oder Dribbling: Die Antwort folgt dem Druck.
    4

    „Zonen-Finale“ – 3v3/4v4 mit Dreh-Bonus

    15–20 Minuten
    • Kleines Spiel auf ein Tor (oder zwei Minitore), Feld ca. 20 x 30 m.
    • Regel: Tore zählen nur, wenn der Torschütze den Ball zuvor mit Rücken zum Tor angenommen und sich in die Drehung gelöst hat.
    • Optionaler Bonus: Tor nach max. 2 Kontakten zählt doppelt.

    Variationen nach Alter

    U7–U9

    • Verteidiger nur passiv oder mit „Schattenverteidigung“ (läuft nebenher, ohne Tackling).
    • Größere Abschlusszone, mehr Zeit: Abschluss nach 3 Kontakten erlaubt.
    • Fokus auf Innenrist-Drehung (einfachste Lösung).

    U10–U12

    • Verteidiger aktiv, aber mit klarer Regel: kein Tackling von hinten, nur seitlich.
    • Abschluss nach 2 Kontakten, Bonus für schwachen Fuß.
    • Zusätzliche Aufgabe: Vor der Drehung kurzer Schulterblick (Scan).

    U13+

    • Start mit engerem Gegnerkontakt, mehr Druck.
    • Nach Drehung sofort Entscheidung: Schuss oder Steckpass in Mini-Ziel.
    • Zeitlimit (z. B. 4 Sekunden) erhöht Spielrealismus.

    Coaching-Tipps

    • Schulterblick vor der Annahme: „Wo ist der Gegner, wo ist das Tor?“
    • Körperspannung & tiefer Schwerpunkt: stabil bleiben, nicht aufrecht drehen.
    • Erster Kontakt weg vom Druck: Ball in den freien Raum „mitnehmen“, nicht stoppen.
    • Schuss vorbereiten: nach der Drehung schnell den Standfuß setzen, Oberkörper leicht über den Ball.

    Technikteil: Zwei Pattern zum Einstieg

    1) Technik-Pattern ohne Gegnerdruck (10–12 Minuten)

    1. Spieler A passt flach zu Spieler B, der mit dem Rücken zum Tor steht (in der Abschlusszone).
    2. B nimmt den Ball mit dem torfernen Fuß an und dreht sich in einem Kontakt auf.
    3. B schließt nach maximal 2 Kontakten ab.
    4. Rollen wechseln: Passgeber wird Schütze.

    Worauf kommt es an? Erster Kontakt in den freien Raum, nicht „unter den Körper“.

    2) Technik-Pattern mit passivem Gegner (8–10 Minuten)

    1. Wie oben, aber ein Verteidiger steht hinter B und übt leichten Kontakt (passiv) aus.
    2. B schirmt kurz ab, löst sich mit einer Drehung (z. B. Außenrist- oder Innenrist-Drehung) und schießt.
    3. Nach 3–4 Wiederholungen Verteidiger tauschen.

    Häufig gestellte Fragen

    Starte mit vielen Wiederholungen ohne Gegnerdruck (Pass, Drehung, Schuss) und steigere dann in kleinen Schritten: erst passiver Gegner, danach aktiver 1v1-Druck. Entscheidend ist der erste Kontakt weg vom Gegner, damit die Drehung nicht zum „Stoppen“ wird.

    Die Innenrist-Drehung ist für Beginner meist am leichtesten: Ball mit dem torfernen Fuß leicht in den freien Raum mitnehmen, Körper dazwischen bringen und dann zügig abschließen. Außenrist- oder Sohlendrehungen können später als Erweiterung folgen.

    Arbeite mit klaren Regeln: kein Tackling von hinten, Verteidiger darf nur seitlich stören. Zusätzlich hilft eine markierte Abschlusszone, in der der Angreifer geschützt drehen darf, bevor der Verteidiger voll attackiert.