Torwarttraining

    Fangübungen für junge Torhüter

    Diese Fangübung vermittelt jungen Torhütern sichere Torwart Basics: Handhaltung, Körper hinter den Ball und sauberes Sichern. Mit Variationen für U7 bis U11 und klaren Coaching-Tipps für dein Training.

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    26. Nov. 2025
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    Aktualisiert: 20. Juli 2026
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    5 Min. Lesezeit
    Grundaufbau: Fangdreieck aus drei Hütchen-Stationen, Zuwürfe auf Brusthöhe zum Torhüter, 4–12 Kinder, Abstand 5–8 m.

    Junge Torhüter wollen vor allem eins: Sicherheit am Ball. Das Fangdreieck ist dafür die ideale Einstiegsübung – im Kinder-Torwarttraining (U7–U11) genauso wie für Feldspieler, die mal ins Tor gehen. Die Grundtechnik dahinter – W-Form, Schalenhaltung, Körper hinter den Ball – erklärt dir Schritt für Schritt die Übung Torwarttraining: Fangtechnik Basics. Hier geht es um die passende Übungsform dazu: drei Stationen, viele Wiederholungen, mutiges Entgegengehen und ein erstes Gefühl für „Ball festmachen“.

    Übungsname & Ziel

    Übungsname: Fangdreieck – „Sicher fangen, sicher ablegen“

    Ziel: Die Kinder trainieren grundlegende Torwart Fangübungen: richtige Fangtechnik (W-Form/Schale), Körperhaltung hinter dem Ball, Timing beim Entgegengehen und kontrolliertes Sichern (Ball an den Körper ziehen). Gleichzeitig verbessert die Übung Koordination und Konzentration.

    Material, Spieleranzahl & Dauer

    • Material:
      • 6–9 Hütchen (für 3 Stationen)
      • 3–6 Bälle (je nach Gruppengröße)
      • optional: 2 Markierungsstangen oder Minihürden (für Koordination)
      • optional: Leibchen für Werfer
    • Spieleranzahl: min. 4, max. 12
      • Optimal: 6–10 (2–3 Gruppen)
    • Dauer: 15–20 Minuten (inkl. kurzer Erklärung)

    Aufbau

    • Markiere ein Dreieck mit drei Hütchen-Stationen (Abstand je nach Alter: 5–8 Meter).
    • An Station A steht der Torhüter (oder der rotierende „Fänger“).
    • An Station B und C stehen Werfer/Zuspieler mit Ball.
    • Optional: Vor Station A eine kleine Koordinationszone (2 Hütchen als „Starttor“ oder 2 Minihürden).

    Schritt-für-Schritt Anleitung

    1. Startposition einnehmen: Der Torhüter steht leicht in den Knien, Gewicht auf den Fußballen, Hände vor dem Körper („bereit“). Frage dich als Trainer: Sieht die Haltung stabil aus oder steht das Kind „aufrecht wie eine Kerze“?
    2. Zuspiel 1 (Brusthöhe): Werfer an Station B wirft oder passt den Ball auf Brusthöhe. Der Torhüter fängt mit der W-Form und zieht den Ball aktiv zum Körper.
    3. Sichern & ablegen: Nach dem Fang macht der Torhüter einen kleinen Schritt zurück, hält den Ball kurz „fest“, legt ihn dann kontrolliert neben sich ab (nicht fallen lassen).
    4. Orientierung: Torhüter schaut sofort zu Station C (Kopf hoch). Das trainiert, nach einer Aktion direkt wieder bereit zu sein.
    5. Zuspiel 2 (Bauch-/Hüfthöhe): Station C spielt den Ball nun leicht tiefer. Der Torhüter fängt in der Schalenhaltung und sichert wieder zum Körper.
    6. Rückpass/Abwurf: Der Torhüter rollt oder wirft den Ball sauber zurück zu Station C (kurze Distanz, kontrolliert).
    7. Rotation: Nach 4–6 Bällen wechseln: Torhüter geht zu einer Werferstation, ein neues Kind wird Fänger.
    8. Steigerung: Nach jeder Runde wird die Distanz minimal erhöht oder die Bälle kommen mit etwas mehr Tempo – aber nur, wenn die Technik stabil bleibt.

    Variationen für verschiedene Altersgruppen

    U7–U8 (Einsteiger)

    • Nur Werfen statt Passen, langsames Tempo.
    • Kürzere Distanz (4–5 m).
    • Fokus auf richtige Handform und „Ball zum Körper ziehen“.
    • Erfolgserlebnis: Zähle laut mit („3 sichere Fänge am Stück!“).

    U9–U10 (Fortgeschrittene Basics)

    • Zuspiele als flache Pässe und halbhohe Bälle mischen.
    • Nach dem Fang 1–2 schnelle Sidesteps (Seitsteps), dann nächstes Zuspiel.
    • Optional: Werfer dürfen leicht variieren (links/rechts), Torhüter muss kleine Anpassungsschritte machen.

    U11 (mehr Spielnähe)

    • Zuspieler schießen mit Innenseite aus kurzer Distanz (kontrolliert, nicht „draufbolzen“).
    • Zusatzaufgabe: Nach Fang sofort schneller Abwurf in ein Hütchentor.
    • Entscheidungstraining: Werfer ruft kurz vorher „hoch“ oder „flach“.

    Coaching-Tipps (damit Fangübungen wirklich wirken)

    • Hände aktiv zum Ball: Nicht warten, sondern dem Ball entgegengehen.
    • Körper hinter den Ball: Besonders bei tiefen Bällen – Knie beugen, Oberkörper leicht nach vorne.
    • Sichern heißt: Ball an den Körper ziehen. Das gibt Stabilität und verhindert „Abpraller“.
    • Kurze Korrekturen statt langer Vorträge: 1 Hinweis, 3 Wiederholungen, dann nächstes Kind.
    • Angst rausnehmen: Weiche Bälle (oder leichter Luftdruck) helfen, wenn Kinder noch zögerlich sind.

    Praktischer Bezug zum Spiel

    Wenn dein Kind im Spiel einen Ball fängt, ist der nächste Schritt oft ein schneller Abwurf oder Pass. Passend dazu lohnt sich ergänzend ein Blick auf Torschuss aus der Bewegung, damit auch die Mitspieler verstehen, wie Abschlüsse entstehen – und warum der Torhüter oft unter Zeitdruck agiert.

    Und was, wenn ein Fehler passiert und ein Ball durchrutscht? Gerade bei jungen Keepern ist das normal. Wichtig ist der Umgang damit im Team und zu Hause – hilfreich ist der Artikel Umgang mit Niederlagen im Kinderfußball. Auch Eltern können viel beitragen: Die Rolle der Eltern am Spielfeldrand zeigt, wie Unterstützung ohne zusätzlichen Druck gelingt.

    Häufige Fehler (und schnelle Lösungen)

    • Ball wird „geklatscht“ statt gefangen: Tempo reduzieren, größere Bälle nutzen, Fangform demonstrieren.
    • Ellbogen zu weit außen: „Ellbogen Richtung Rippen“ als leichtes Bild.
    • Kind steht auf den Fersen: Startsignal „auf die Zehenspitzen“ oder kleine Prellsprünge vor dem Zuspiel.

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    Häufig gestellte Fragen

    Idealerweise in fast jeder Einheit als kurzer Block von 10–15 Minuten. Viele saubere Wiederholungen mit kontrolliertem Tempo sind für Kinder wirksamer als seltene, sehr harte Schüsse.

    Für Anfänger eignen sich leichtere oder etwas weichere Trainingsbälle (ggf. mit reduziertem Luftdruck). Das senkt die Hemmschwelle, verbessert die Handaktivität und fördert eine saubere Fangtechnik.

    Beginne mit Rollen und weichen Würfen aus kurzer Distanz und steigere erst dann Tempo und Entfernung. Betone Mut und richtige Grundprinzipien (Hände zum Ball, Körper dahinter) und vermeide Druck durch „Leistungsbewertungen“.