Technik

    Volley & Dropkick: 6 Schussübungen (U10–U17)

    Diese Einheit liefert dir 6 leicht umsetzbare Schussübungen für Volley und Dropkick von U10 bis U17. Mit klaren Schritten, Varianten und Coaching-Cues für besseres Timing und saubere Ballkontakte.

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    27. Dez. 2025
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    Aktualisiert: 24. Aug. 2026
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    5 Min. Lesezeit
    Grundaufbau: Tor mit Torwart, zwei Zuspielstationen seitlich (12–16 m), zentrale Abschlusszone — Zuspiel kommt seitlich, Volley-Abschluss.

    Übungsname & Ziel

    Übungsname: Volley & Dropkick – 6 Schussübungen (U10–U17)

    Ziel: Du trainierst mit deinem Team das Volley schießen lernen und den Dropkick als spielnahe Abschlussform: saubere Balltreffpunkte, richtige Körperhaltung, Timing beim Zuspiel und schnelle Abschlussentscheidungen. Ideal als Abschlusstraining Jugend – draußen oder als Torschuss Halle.

    Wenn du die Technik-Grundlagen noch einmal kompakt nachlesen willst, hilft dir der Beitrag Volley & Dropkick: Schusstechnik für Kinder (U10+).

    Materialien, Spieleranzahl, Dauer

    • Materialien: 1–2 Tore (oder Minitore), 6–10 Bälle, 8–12 Markierungshütchen
    • Spieleranzahl: min. 4, ideal 8–14, max. 16 (dann in zwei Gruppen spiegeln)
    • Dauer: 20–30 Minuten (Hauptteil), optional +10 Minuten Wettkampfabschluss
    • Feldgröße: ca. 25x20 m (oder halbe Halle)

    Aufbau (kurz)

    • Stelle ein Tor auf.
    • Markiere zwei Zuspielstationen seitlich (links/rechts) auf ca. 12–16 m Torentfernung.
    • Markiere eine Abschlusszone zentral (ca. 10–14 m vor dem Tor).
    • Optional: Markiere eine Dropkick-Zone für den Torwart/Anspieler (seitlich oder zentral).

    Schritt-für-Schritt Anleitung (6 Schussübungen)

    Organisiere eine Rotation: Schütze → Ballholer → Zuspieler. So bleiben die Wiederholungen hoch.

    1) Volley nach Bodenpass (Einsteiger)

    1. Zuspieler spielt einen scharfen Bodenpass in die Abschlusszone.
    2. Schütze kommt entgegen und nimmt den Ball direkt als Volley (Ball springt minimal/kommt halbhoch durch Timing).
    3. Abschluss flach oder halbhoch ins Tor.

    2) Volley nach „Chip“-Zuspiel (Timing)

    1. Zuspieler chippt den Ball leicht hoch (1–2 m Flugkurve) in die Zone.
    2. Schütze richtet den Körper seitlich aus, Standbein neben den Ball.
    3. Schuss als Vollspann-Volley oder kontrollierter Innenrist-Volley.

    3) Dropkick aus der Hand (Torwart/Anspieler)

    1. Anspieler (oder Torwart) hält den Ball in beiden Händen.
    2. Ball leicht vor den Körper fallen lassen.
    3. Schütze trifft den Ball kurz nach dem Aufspringen (Dropkick) Richtung Tor.

    4) Volley nach Seitflanke (Halle & draußen)

    1. Zuspieler dribbelt 2–3 Kontakte an und spielt eine flache oder halbhohe Flanke.
    2. Schütze startet im Rücken eines Hütchens (kleiner Anlaufweg).
    3. Abschluss als Volley – Fokus: Treffpunkt vor dem Körper.

    5) Aufsetzer-Volley (Ball springt einmal)

    1. Zuspieler wirft/rollt den Ball so an, dass er einmal aufsetzt.
    2. Schütze wartet nicht passiv: kleine Anpassungsschritte.
    3. Schuss direkt nach dem Aufsetzer (häufig leichter als „reiner“ Volley).

    6) Entscheidungs-Volley (Reiz: links/rechts)

    1. Trainer ruft „links“ oder „rechts“, während der Ball unterwegs ist.
    2. Zuspiel kommt von der gerufenen Seite.
    3. Schütze muss schnell den Körper öffnen und abschließen.

    Variationen nach Altersgruppe (U10–U17)

    U10–U11 (Beginner, Technik vor Kraft)

    • Erlaube Innenrist-Volley statt Vollspann. Den Unterschied zwischen den Kontaktflächen vertieft Abschluss lernen: Innenseite vs. Spann (U7–U11).
    • Verkürze die Distanz auf 6–10 m.
    • Nutze einen leichteren Ball (wenn im Verein vorhanden) oder spiele mehr Aufsetzer-Volleys (Übung 5), weil das Timing einfacher ist.
    • Einfachste Einstiegsprogression – „Dropkick nach Selbstfallenlassen“: Jedes Kind steht einzeln mit Ball 6–10 m vor einer Hütchenlinie, lässt den Ball mit beiden Händen fallen, wartet, bis er einmal aufspringt, und schießt ihn direkt nach dem Aufsprung (wenn der Ball wieder hochkommt) als Dropkick über die Linie. Lieber ruhig und sauber als hart.
    • Halbvolley-Brücke – „Zuspiel vom Boden“: Paare stehen 10–12 m auseinander; Spieler A passt flach, aber etwas „schärfer“, sodass der Ball kurz vor Spieler B einmal aufspringt. Spieler B schießt direkt nach dem Aufsprung zurück (Halbvolley) – kleiner Ausholweg, Fuß „durch den Ball“ führen. Der Halbvolley ist die perfekte Brücke zwischen normalem Schuss und Volley.
    • Timing-Frage als Coaching-Cue: „Triffst du den Ball zu früh (nach dem Fallen) oder zu spät (wenn er schon wieder fällt)?“ So lernen Kinder, den Absprung bewusst zu beobachten.
    • Spielform „2-gegen-2 Flugball-Abschluss“: Feld ca. 20x25 m, 2 Tore, daneben ein neutraler Zuspieler (oder Trainer) mit Ball. Jeder Angriff startet mit einem Anwurf vom Neutralen in die Flugbahn. Ein Abschluss zählt doppelt, wenn er als Volley oder Dropkick erfolgt. Nach 60–90 Sekunden rotieren.

    U12–U14 (mehr Dynamik, mehr Wiederholungen)

    • Zuspieler unter Zeitdruck: maximal 2 Kontakte.
    • Zielzonen im Tor (Ecken markieren) und Punkte vergeben.
    • Nach dem Schuss sofort Gegenpressing light: Ballholer spielt schnell zurück, nächster Abschluss startet.

    U15–U17 (Spielnähe & Entscheidungsdruck)

    • Baue einen passiven Verteidiger ein, der den Schusswinkel stört.
    • Kombiniere: Klatschpass → Chip → Volley.
    • Wettkampfmodus: Team A gegen Team B, 10 Abschlüsse, wer trifft mehr?

    Coaching-Tipps (Schusstechnik U11 U17)

    • Standbein: neben den Ball, Fußspitze zeigt grob zum Ziel.
    • Oberkörper: leicht über dem Ball, sonst geht der Volley schnell zu hoch.
    • Treffpunkt: beim Volley mittig bis leicht unter der Ballmitte, beim Dropkick kurz nach dem Aufspringen.
    • Anlauf: lieber kurz und kontrolliert als lang und hektisch.
    • Ausholen & Nachschwingen: klarer Schwung, Fuß „geht durchs Ziel“.
    • Frage an deine Spieler: „Hörst du den sauberen Kontakt – oder klatscht der Ball weg?“ Das schärft die Wahrnehmung.

    Für Hallen-Organisation und passende Spielformen kannst du ergänzend Funino in der Halle: Regeln & Spielformen (U7–U11) nutzen.

    Häufige Fehler & schnelle Korrekturen

    • Ball wird „getreten“ statt getroffen: Tempo rausnehmen, Fokus auf Timing und Treffpunkt.
    • Zu viel Rücklage: „Brust über den Ball“ als einfache Coaching-Cue.
    • Zuspiele ungenau: Zuspieler als eigene Lernrolle sehen – Qualität des Zuspiels entscheidet über Lernfortschritt.

    Sicherheit & Fairness

    Volleys und Dropkicks sind spektakulär – aber Sicherheit geht vor. Achte auf genügend Abstand in der Schusszone und klare Laufwege. Wenn du Regeln und Orientierung im Spiel vertiefen willst, passt auch Abseits einfach erklärt für Kinder als Ergänzung für dein Training.


    Mehr Torschuss-Übungen

    Mehr Übungen für die E-Jugend (U10/U11)

    Häufig gestellte Fragen

    Am effektivsten ist eine Progression mit vielen einfachen Kontakten: Starte mit Aufsetzer-Volleys (Ball springt einmal), kurzer Distanz und optional Innenrist-Abschluss. Erst wenn Timing und Treffpunkt stabil sind, steigerst du auf Chip-Zuspiele und höhere Bälle. Wichtig: Zuspielqualität sichern, sonst leidet die Lernkurve.

    Der Dropkick lebt vom Treffmoment: Der Ball wird kurz nach dem Aufspringen getroffen, wenn er wieder hochkommt. Achte darauf, dass der Ball leicht vor den Körper fällt, das Standbein stabil steht und der Oberkörper nicht in Rücklage geht. So entstehen flache, druckvolle Schüsse statt hoher „Kerzen“.

    In der Halle reduzierst du die Schussdistanz (z. B. 6–10 m), arbeitest mit klaren Zonen und bevorzugst Zuspiele, die gut kontrollierbar sind (flache Flanken, Aufsetzer-Volleys). Plane feste Laufwege und genug Abstand ein, damit keine Spieler in die Schussbahn kreuzen.