Training & Übungen

    Torschuss aus der Bewegung

    Der Torschuss aus der Bewegung ist eine essenzielle Technik für junge Fußballer. In diesem Artikel erfährst du, wie du mit der Übung 'Tore-Jagd' spielerisch Präzision und Timing bei Anfängern verbesserst.

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    15. Nov. 2025
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    Aktualisiert: 17. Juli 2026
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    4 Min. Lesezeit
    Grundaufbau: Starthütchen, Hütchengasse und Tor in einer Linie, Dribbling mit Abschluss, 4–12 Spieler, Start 15–20 m vor dem Tor.

    Ein satter Schuss, der Ball zappelt im Netz und die Arme gehen zum Jubel hoch – der Torschuss ist für Kinder das absolute Highlight im Training. Doch im Spiel steht man selten still. Deshalb ist es wichtig, den Torschuss aus der Bewegung frühzeitig zu fördern (Koordinationstraining für junge Fußballer). In dieser Übung zeigen wir dir, wie Anfänger spielerisch den Übergang vom Dribbling zum Torabschluss meistern.

    Übungsname: Die „Tore-Jagd“

    Ziel der Übung: Das Hauptziel ist die Koordination von Dribbling und Abschluss. Die Kinder sollen lernen, den Ball in der Vorwärtsbewegung zu kontrollieren und im richtigen Moment mit Tempo abzuschließen.

    Benötigte Materialien & Spieleranzahl

    • Spieleranzahl: 4 bis 12 Kinder (idealerweise in zwei Gruppen aufgeteilt für mehr Wiederholungen).
    • Material: 1 Tor (groß oder Jugendtor), ausreichend Fußbälle, 4 Markierungshütchen.
    • Dauer: ca. 15 Minuten – danach lässt bei Anfängern die Konzentration für saubere Abschlüsse spürbar nach.
    • Altersklasse: G-Jugend bis E-Jugend (Anfänger).

    Schritt-für-Schritt Anleitung

    1. Aufbau: Stelle ein Hütchen etwa 15-20 Meter vor dem Tor auf (Startpunkt). Platziere zwei weitere Hütchen als „Slalom-Tore“ oder eine einfache Gasse in etwa 10 Metern Entfernung zum Tor.
    2. Start: Die Kinder stellen sich mit jeweils einem Ball am Startpunkt an.
    3. Dribbling: Auf Signal dribbelt das erste Kind im moderaten Tempo auf die Hütchengasse zu (siehe Dribbel-Parcours mit Hütchen für Variationen).
    4. Vorbereitung: Kurz vor der Gasse wird der Ball mit einem etwas größeren Kontakt leicht schräg nach vorne gelegt („den Ball zurechtlegen“).
    5. Abschluss: Unmittelbar nach dem Durchqueren der Gasse erfolgt der Torschuss aus der Bewegung, bevor der Ball zur Ruhe kommt.
    6. Rotation: Das Kind holt seinen Ball und stellt sich hinten wieder an.

    Variationen für verschiedene Altersgruppen

    Damit die Torschuss-Übung für Kinder jeder Stufe passt, kannst du den Schwierigkeitsgrad leicht anpassen (siehe Altersgerechtes Training planen):

    • Für die Kleinsten (G-Jugend): Die Distanz zum Tor verkürzen. Es geht primär darum, den Ball überhaupt in Richtung Tor zu schießen, während man läuft.
    • Wettbewerbs-Modus: Bilde zwei Teams. Welches Team erzielt zuerst 10 Treffer? Das erhöht den Druck und simuliert die Spielsituation.
    • Schwacher Fuß: Baue zwei Stationen auf. An der linken Seite darf nur mit dem linken Fuß, an der rechten nur mit dem rechten Fuß geschossen werden.
    • Mit Hindernis: Ein Trainer oder ein anderes Kind fungiert als „passiver Schatten-Verteidiger“, der nur leicht mitläuft, um den Zeitdruck zu erhöhen.

    Coaching-Tipps für den Erfolg

    Damit die Übung den gewünschten Lerneffekt erzielt, achte als Trainer auf folgende Details:

    • Blick vom Ball lösen: Erinnere die Kinder kurz vor dem Schuss daran, einmal kurz hochzuschauen („Wo steht das Tor/der Torwart?“).
    • Das Standbein: Das Standbein sollte etwa eine Fußbreite neben dem Ball stehen und in die Zielrichtung zeigen.
    • Durchschwingen: Das Schussbein sollte nach dem Kontakt locker nach vorne durchschwingen, um Kraft und Präzision zu generieren.
    • Positive Verstärkung: Lob ist der wichtigste Motor! Auch wenn der Ball daneben geht, sollte der Mut zum Abschluss belohnt werden.

    Typische Fehler & schnelle Korrekturen

    • Der Ball wird vor dem Schuss gestoppt: Viele Kinder halten den Ball nach der Gasse erst an, um „sicher“ zu schießen – genau das nimmt der Übung ihren Kern. Korrektur: Schritt 4 betonen. Der letzte Kontakt vor der Gasse legt den Ball schräg nach vorn; wer stoppt, startet die Wiederholung neu.
    • Blick klebt am Ball: Der Schuss geht irgendwohin, weil das Kind das Tor nie gesehen hat. Korrektur: ein kurzes Kommando („Schau hoch!“) genau in dem Moment, in dem der Ball zurechtgelegt wird – nicht früher, nicht später.
    • Anlauf frontal statt leicht seitlich: Wer gerade auf den Ball zuläuft, trifft ihn mit der Spitze und ohne Kontrolle. Korrektur: Die Hütchengasse minimal versetzt zum Tor aufbauen, sodass sich der leichte Bogen im Anlauf von selbst ergibt.
    • Stau am Startpunkt: Ab etwa 7 Kindern pro Gruppe steht die Hälfte nur herum. Korrektur: Eine zweite, gespiegelte Station am selben Tor aufbauen und im Wechsel schießen lassen – so verdoppelst du die Wiederholungen ohne extra Material.

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    Häufig gestellte Fragen

    Sag ihnen, sie sollen mit einem etwas größeren Kontakt den Ball leicht schräg nach vorn legen, damit er Tempo und Richtung für den Abschluss hat. Übe das ein paar Mal ohne Tor, damit es zur automatischen Bewegung wird, und erinnere vor dem Durchgang mit dem Stichwort „Ball zurechtlegen“ an die Technik.

    Erinnere sie an die Regel aus der Übung: Abschluss unmittelbar nach dem Durchqueren der Gasse, bevor der Ball zur Ruhe kommt. Du kannst die Distanz verkürzen, stärkere Ballkontakte fordern oder die Übung als Wettkampf (z. B. erstes Team mit 10 Treffern) gestalten, um den Druck zu erhöhen und das Tempo zu fördern.

    Verkürze die Distanz zum Tor und ggf. die Länge der Hütchengasse, sodass es primär darum geht, laufend in Richtung Tor zu schießen. Nutze größere Ziele oder ein Jugendtor und lege den Fokus auf Richtung statt Kraft, wie im Artikel vorgeschlagen.

    Richte zwei Stationen ein – links nur mit dem linken Fuß, rechts nur mit dem rechten Fuß – und lass die Kinder rotieren, so bekommen beide Füße viele Wiederholungen. Beim passiven Schatten‑Verteidiger läuft ein Trainer oder Kind nur leicht mit, um Zeitdruck zu simulieren, aber ohne zu attackieren, damit die Kinder unter Druck lernen abzuschließen.