Funino: Was bedeutet „3 Felder“ im Training?
„3 Felder“ im Funino heißt: Drei kleine Spielfelder laufen parallel, damit Kinder gleichzeitig spielen und viele Ballaktionen sammeln. Du bekommst hier Aufbau, Praxisbeispiele und typische Fehler auf einen Blick.
KI-generiertes Symbolbild„3 Felder“ bedeutet im Funino/Minifußball, dass mehrere kleine Spielfelder nebeneinander aufgebaut werden, damit viele Kinder gleichzeitig in kurzen Spielen aktiv sind.
Was heißt „3 Felder“ im Funino genau?
Im Funino-Kontext beschreibt der Begriff „3 Felder“ eine Organisationsform: Statt eines großen Platzes werden drei kleine Felder parallel markiert (mit Hütchen und vier Minitoren pro Feld). So entstehen mehrere Spiele gleichzeitig – meist 3 gegen 3 (oder 2 gegen 2) ohne Torwart und mit häufigen Wechseln.
Warum ist das so beliebt? Weil Kinder in kleinen Spielformen mehr Ballkontakte, mehr Dribblings, mehr Torschüsse und mehr Erfolgserlebnisse bekommen. Nach einer Modellrechnung des DFB kommt ein Kind in 32 Minuten netto im 3 gegen 3 auf etwa 200 Ballaktionen, im 7 gegen 7 auf etwa 50. Genau dafür stehen die Spielformen im modernen Kinderfußball – und mehrere Felder sind der Weg, alle Kinder gleichzeitig spielen zu lassen.
Warum arbeiten viele Teams mit 3 Feldern?
Mehr Action, weniger Warten
Auf drei Feldern können 18 Kinder gleichzeitig spielen (3 gegen 3 auf jedem Feld). Das reduziert Wartezeiten enorm. Die Trainingsphilosophie Deutschland des DFB verlangt ausdrücklich, Standzeiten zu vermeiden, und die DFB-Beispiel-Spielstunde für Bambini ist für 12 Kinder auf drei Feldern mit 18 Bällen angelegt. Kennst du das Problem, dass Kinder in langen Reihen stehen und „dran sind“, aber kaum lernen? Mit 3 Feldern passiert das deutlich seltener.
Bessere Entwicklung durch kleine Spiele
Kleine Spielformen fördern wichtige Basics:
- Orientierung (Wo sind Gegner, Mitspieler, freie Tore?)
- Entscheidungen unter Zeitdruck (Passen, Dribbeln, Abschluss?)
- 1-gegen-1 und Mut zum Torabschluss
- Umschalten nach Ballgewinn oder Ballverlust
Gerade beim Abschluss profitieren Kinder davon, wenn sie oft aus dem Spiel heraus schießen. Passend dazu: In unserer Übung zum Torschuss aus der Bewegung findest du einfache Coachingpunkte, die du direkt in Funino-Spielen nutzen kannst.
Felder nach Spielstärke einteilen
Drei Felder passen genau zur Empfehlung des DFB, Trainingsfelder und Teams nach dem Entwicklungsstand einzuteilen: „Gold“, „Silber“ und „Bronze“. So spielen starke Kinder gegen starke, Anfänger gegen Anfänger – und niemand wird ausgeschlossen.
Aufbau mit 3 Feldern im Minifußball: So sieht ein typisches Set-up aus
So baust du die drei Felder auf:
- Felder abstecken: drei Felder nebeneinander oder untereinander, mit etwas Abstand dazwischen, damit Bälle nicht ins Nachbarfeld rollen. Als Richtwert für 3 gegen 3 nennt die DFB-Jugendordnung ca. 25 × 20 m; in Horst Weins Funino-Original ist das Feld 20–25 m breit.
- Tore stellen: pro Feld 4 Minitore (je 2 pro Team auf der Grundlinie, höchstens 2 × 1,2 m). Fehlen Minitore, gehen auch Hütchentore.
- Schusszone markieren: eine Linie 6 m vor jeder Grundlinie. Tore zählen nur, wenn aus dieser Zone geschossen wird.
- Bälle verteilen: an jedem Feld mehrere Bälle bereitlegen, damit nach einem Aus sofort weitergespielt wird.
- Spielmodus festlegen: 3 gegen 3 ohne Torwart, nach jedem Tor rotiert ein Spieler ein. Die Spielzeit pro Durchgang wählst du nach Alter; im DFB-Festival der G-Jugend sind es im 3 gegen 3 sieben Minuten.
Wichtig: Die Felder müssen nicht millimetergenau sein. Entscheidend ist, dass die Kinder schnell verstehen, wo gespielt wird und wo ein Tor zählt. Maße für deine Altersklasse rechnet dir der Spielfeld-Rechner für die F-Jugend aus.
Beispiele aus Training und Festival-Funino
Beispiel 1: Training mit 3 Feldern (Stationen-Logik)
Du kannst die drei Felder unterschiedlich „färben“:
- Feld 1: Freies Funino-Spiel
- Feld 2: Extra-Regel „Tor zählt nur nach Pass“
- Feld 3: Extra-Regel „Tor zählt doppelt nach 1-gegen-1“
So steuerst du Schwerpunkte, ohne lange zu erklären.
Beispiel 2: Funino-Festival (Spieltag-Charakter)
Beim Funino-Festival spielen Teams kurze Matches und steigen je nach Ergebnis ein Feld auf oder ab (Sieger hoch, Verlierer runter). Endet ein Spiel unentschieden, steigt im DFB-„Champions-League-Modus“ das Team auf, das das letzte Tor geschossen hat; bei 0:0 entscheidet Stein-Schere-Papier. Zwischen den Runden sind drei Minuten Pause vorgesehen. Das sorgt für ausgeglichene Spiele und motiviert – ohne Tabellenstress, denn die Ergebnisse werden nicht über den Spieltag hinaus festgehalten. Ausführlich: Champions-League-Modus beim Funino-Festival und Funino-Turnier organisieren.
Verwandte Begriffe (kurz erklärt)
- Funino: Minifußball-Format mit vier Minitoren, kleinen Teams und ohne Torwart. Die Spielarten im Überblick: Funino-Varianten: Spielformen für U6 bis U9.
- Abseits: Im Funino nicht relevant – wenn dein Kind später ins 7 gegen 7 wechselt, hilft dieser Guide: Abseits einfach erklärt für Kinder
- Schusspräzision: Viele Abschlüsse im Funino sind ideal, um Zielgenauigkeit zu schulen. Ergänzend eignen sich Zielspiele wie in Schusspräzision in der Halle: 8 Zielspiele (U8–U13).
Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest
- Zu große Felder: Dann wird es wieder „Großfeld-Fußball“ mit weniger Aktionen.
- Zu lange Spielzeiten: Besser kurz und intensiv, dann rotieren.
- Zu viele Wartende: Ab zwei Rotationsspielern pro Team lieber ein weiteres Feld aufbauen.
- Zu viele Regeln: Eine Zusatzregel pro Feld reicht völlig.
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Häufig gestellte Fragen
Ähnliche Begriffe im Lexikon
Funino-Varianten
Funino-Varianten sind unterschiedliche Spiel- und Turnierformen auf kleinen Feldern (meist 3 gegen 3 oder 4 gegen 4), die Kindern von U6 bis U9 viele Ballkontakte, Tore und Entscheidungen ermöglichen.
Kleinfeldspiel
Kleinfeldspiel bedeutet: Kinder spielen Fußball auf kleineren Feldern und meist mit weniger Spielern pro Team (z. B. 3 gegen 3 bis 7 gegen 7) statt auf dem großen 11er-Feld.
Linie überspielen
Linie überspielen bedeutet: Du spielst den Ball so, dass er an einer Reihe von Gegenspielern vorbei zu einem Mitspieler kommt – also „durch“ oder „über“ eine Abwehrlinie.
Tempo rausnehmen
„Tempo rausnehmen“ bedeutet, das Spieltempo bewusst zu senken, um wieder Kontrolle zu bekommen – meist durch sichere Pässe, Ballhalten und bessere Entscheidungen am Ball.
Überzahlspiel
Ein Überzahlspiel bedeutet, dass eine Mannschaft in einer Spielsituation mehr Angreifer als Verteidiger hat – zum Beispiel 2 gegen 1 oder 3 gegen 2.
Minifußball-Glossar
Das Minifußball-Glossar erklärt die Begriffe, die du rund um die kleinen Spielformen im Kinderfußball hörst, von Funino über Schusszone und Rotation bis zur Coachingzone.