Technik

    Körperstellung: offen vs. geschlossen erklärt

    Die Körperstellung entscheidet, ob dein Kind beim ersten Kontakt Überblick und Tempo gewinnt. Hier lernst du offene und geschlossene Stellung einfach erklärt – mit Beispielen und Coaching-Tipps.

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    19. Jan. 2026
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    Aktualisiert: 20. Juli 2026
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    3 Min. Lesezeit

    Die Körperstellung beschreibt im Fußball, wie du deinen Körper zum Ball, zum Spielfeld und zu Gegnern ausrichtest – besonders wichtig sind die offene Stellung und die geschlossene Stellung.

    Was bedeutet „offene“ und „geschlossene“ Körperstellung?

    Wenn Kinder im Training „Dreh dich auf!“ oder „Steh offen!“ hören, geht es fast immer um Blickfeld und Anschlussaktion.

    Offene Stellung (offene Körperstellung)

    Bei der offenen Stellung ist der Körper leicht seitlich gedreht. Ein Fuß zeigt eher in Spielrichtung, Schultern und Hüfte sind „geöffnet“. Das Ziel: Du kannst Ball und Spielfeld gleichzeitig sehen.

    Typische Merkmale:

    • Seitliche Position zum Ball (nicht frontal)
    • Kopf kann schnell „scannen“ (kurz schauen: Wo sind Mitspieler/Gegner?)
    • Erster Kontakt (Ballannahme) geht oft nach vorn oder zur Seite, nicht zurück

    Warum ist das so stark?

    • Du brauchst weniger Zeit zum Drehen.
    • Du erkennst schneller freie Räume.
    • Du kannst leichter passen, dribbeln oder schießen.

    Geschlossene Stellung (geschlossene Körperstellung)

    Bei der geschlossenen Stellung steht der Körper eher frontal zum Ball oder sogar so, dass du mit dem Rücken/der Schulter zum Spielfeld „zu“ bist. Du siehst dann häufig nur den Ball – und weniger, was um dich herum passiert.

    Typische Merkmale:

    • Beide Füße zeigen eher zum Ball/zum Passgeber
    • Du musst dich nach der Annahme oft erst aufdrehen
    • Gegner können leichter Druck machen, weil du weniger Überblick hast

    Wichtig: Geschlossen ist nicht immer „falsch“. Manchmal schützt eine geschlossene Stellung den Ball (z. B. wenn ein Gegner direkt im Rücken steht). Entscheidend ist: Passt die Stellung zur Situation?

    Kinderfußball: einfache Beispiele aus Training und Spiel

    Beispiel 1: Ballannahme am Flügel

    Ein Kind bekommt einen Pass außen an der Linie. Mit offener Stellung kann es den Ball mit dem äußeren Fuß annehmen und direkt nach vorne mitnehmen – ideal für ein anschließendes Dribbling.

    Praxisidee: Kombiniere das mit Spielformen aus unserem Beitrag Dribbeln lernen U7: 8 kindgerechte Spiele, indem du Punkte gibst, wenn die Annahme in offener Stellung gelingt.

    Beispiel 2: Pass ins Zentrum unter Gegnerdruck

    Kommt der Pass ins Zentrum und ein Gegner sitzt eng im Rücken, hilft kurzzeitig eine geschlossene Stellung, um den Ball abzuschirmen. Danach folgt das Aufdrehen (mit einem Kontakt oder nach einem kleinen „Sicherungs-Kontakt“).

    Beispiel 3: Abschluss nach Ballannahme

    Bei der Ballannahme vor dem Tor entscheidet die Körperstellung oft über den Tempo-Vorteil. Offene Stellung ermöglicht: annehmen → mitnehmen → schießen.

    Passend dazu: Schau dir an, wie du Anschlussaktionen trainierst bei Torschuss aus der Bewegung.

    Coaching-Tipps: So erklärst du es kindgerecht

    • Nutze Bilder: „Bauch zeigt halb ins Feld“ (offen) vs. „Bauch zeigt zum Passgeber“ (geschlossen).
    • Stelle eine Frage: „Kannst du Ball und Tor gleichzeitig sehen?“
    • Einfache Regel: Offen, wenn du nach vorn spielen willst. Geschlossen, wenn du den Ball schützen musst.

    Verwandte Begriffe (zum Weiterklicken)

    • Abseits (Orientierung und Timing im Spiel): Abseits einfach erklärt für Kinder
    • Ballannahme / erster Kontakt (auch „First Touch“): eng verbunden mit Körperstellung und Spielrichtung
    • Scanning (kurzes Umschauen vor der Annahme): hilft, schneller die offene Stellung einzunehmen

    Häufig gestellte Fragen

    Mit offener Stellung kann dein Kind Ball und Spielfeld gleichzeitig sehen. Dadurch gelingen schnellere Entscheidungen und Anschlussaktionen wie Dribbling, Pass oder Torschuss, ohne erst umständlich aufzudrehen.

    Ab U7/U8 ist das gut möglich, wenn du es spielerisch angehst. Kurze Coaching-Cues („Dreh dich auf!“) und viele Wiederholungen in kleinen Spielformen sind effektiver als lange Erklärungen.

    Nein. Unter Gegnerdruck kann eine geschlossene Stellung helfen, den Ball abzuschirmen. Wichtig ist, danach gezielt aufzudrehen oder sicher weiterzuspielen – je nach Situation.

    Ähnliche Begriffe im Lexikon

    körperstellung fußball
    offene stellung
    geschlossene stellung
    ballannahme coaching
    ballannahme erster kontakt