Fußballregeln

    Spielfeld-Markierungen: Was bedeuten die Linien?

    Spielfeld-Linien geben Orientierung und steuern wichtige Regeln – von Einwurf bis Elfmeter. Hier lernst du die Markierungen einfach und praxisnah kennen, ideal für Kinderfußball-Anfänger.

    fbTobias Brenner · aktualisiert 26. Okt. 2026 · 15 Min.
    KI-generiertes Symbolbild

    Warum sind auf einem Fußballplatz so viele Linien – und wofür brauchst du sie im Kinderfußball wirklich? Spielfeld-Markierungen sind mehr als „weiße Farbe auf Grün“: Sie geben Orientierung, sorgen für faire Abstände bei Standardsituationen und helfen Schiedsrichtern (und Kindern!), Entscheidungen schnell zu treffen. Gerade für Anfänger wirkt das Feld anfangs wie ein Labyrinth. Mit ein paar einfachen Bildern im Kopf kannst du die Linien aber schnell erklären – und dein Team spielt sicherer, ruhiger und regelkonformer.

    Die Grundidee: Linien definieren Räume und Regeln

    Linien markieren Grenzen (wo der Ball im Aus ist), Zonen (z. B. Strafraum) und Abstände (z. B. 9,15 m bei Freistößen). Das Ziel ist immer gleich: gleiche Bedingungen für beide Teams.

    Praktischer Gedanke für Kinder: „Linien sind wie Wände in einem Spielzimmer – sie zeigen, wo gespielt wird und wo nicht.“

    Übrigens ist sogar die Linie selbst geregelt: Laut Regel 1 der offiziellen Spielregeln müssen alle Linien gleich breit sein und dürfen höchstens 12 cm breit sein (IFAB, Regel 1 – Das Spielfeld).

    Alle Maße auf einen Blick: Großfeld nach Regel 1

    Woher kommen eigentlich die Spitznamen „16er“ und „5er“? Aus den Maßen, die das International Football Association Board (IFAB) in Regel 1 festlegt. Die Tabelle fasst die wichtigsten Markierungen des Großfelds zusammen (IFAB, Regel 1):

    MarkierungMaß im GroßfeldMerkhilfe
    Spielfeld (Länge × Breite)90–120 m × 45–90 mInternational enger gefasst: 100–110 m × 64–75 m
    Linienbreitehöchstens 12 cmAlle Linien gleich breit
    MittelkreisRadius 9,15 mGleicher Abstand wie beim Freistoß
    Torraum („5er“)5,5 m ab Innenkante Pfosten, 5,5 m ins FeldDaher der Name „Fünfmeterraum“
    Strafraum („16er“)16,5 m ab Innenkante Pfosten, 16,5 m ins FeldDaher der Name „Sechzehner“
    Strafstoßpunkt11 m vor der TormitteDaher „Elfmeter“
    Strafraumbogen („D“)Radius 9,15 m um den StrafstoßpunktWartelinie beim Elfmeter
    Eck-ViertelkreisRadius 1 mHier liegt der Ball beim Eckstoß
    Eckfahnemindestens 1,5 m hochSteht in jeder der vier Ecken
    Tor7,32 m breit, 2,44 m hochGilt fürs Großfeld, nicht für Kleinfeldtore

    Fällt dir etwas auf? Die 9,15 m tauchen dreimal auf: im Mittelkreis, im Strafraumbogen und als Abstand bei Freistößen. Dahinter steckt immer dieselbe Idee – der Gegner muss so weit weg, dass der Ball fair ins Spiel gebracht werden kann. Regel 1 erlaubt sogar eine kleine Hilfsmarkierung außerhalb des Feldes, 9,15 m vom Eck-Viertelkreis entfernt: Sie zeigt beim Eckstoß, wo die Verteidiger frühestens stehen dürfen.

    Wichtig für den Kinderfußball: Diese Maße beschreiben das Großfeld. Auf Kleinfeldern und Minispielfeldern gelten andere Größen – dazu weiter unten mehr.

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    Abb. 1 · Großfeld nach Regel 1, schematisch: Seitenlinie (1), Torlinie (2), Mittellinie (3), Mittelkreis (4), Strafraum „16er“ (5), Torraum „5er“, hier gestrichelt (6), Strafstoßpunkt mit Ball (7) und Ecke mit Ball im Viertelkreis (8) — die Ziffern benennen die Markierungen, keine Reihenfolge.

    Die Außenlinien: Seitenlinie und Torlinie

    Seitenlinien (Längslinien)

    Die beiden langen Linien heißen Seitenlinien. Geht der Ball komplett über eine Seitenlinie, gibt es Einwurf für das andere Team.

    • Wichtig: Der Ball muss vollständig über die Linie.
    • Tipp für Kinder: „Wenn noch ein Stück Ball über der Linie ist, ist er noch drin.“

    Torlinien (Querlinien)

    Die beiden kurzen Linien heißen Torlinien. Geht der Ball komplett über die Torlinie, passiert je nach letzter Berührung Folgendes:

    • Angreifer zuletzt am Ball → Abstoß
    • Verteidiger zuletzt am Ball → Eckstoß (Ecke)
    • Ball überquert die Torlinie zwischen den Pfosten und unter der Latte → Tor

    Wenn du Eckball-Regeln kindgerecht erklären willst, hilft dir auch unser Beitrag zum Eckball verteidigen: einfache Regeln & Aufgaben (U10+).

    Die Mittellinie, der Mittelpunkt und der Mittelkreis

    Mittellinie

    Die Mittellinie teilt das Spielfeld in zwei Hälften. Sie ist wichtig für:

    • Anstoß (Start und Wiederanpfiff nach Toren)
    • Orientierung: „Wir stehen in unserer / in ihrer Hälfte“

    Mittelpunkt

    Der Mittelpunkt ist der Punkt in der Mitte. Von hier wird der Ball beim Anstoß gespielt.

    Mittelkreis

    Der Mittelkreis hat einen Radius von 9,15 m (im Erwachsenenfußball). Beim Anstoß müssen Gegner außerhalb des Kreises stehen, bis der Ball gespielt wurde.

    Praxis-Tipp für Training: Lass Kinder beim Aufstellen im Kreis kurz „einfrieren“. So sehen sie sofort: „Ah, hier darf der Gegner am Anfang nicht rein.“

    Der Strafraum: die wichtigste Zone vor dem Tor

    Der Strafraum (umgangssprachlich „16er“) ist das große Rechteck vor dem Tor. Hier gelten besondere Regeln:

    • Der Torwart darf den Ball mit der Hand spielen (je nach Spielform und Regeln).
    • Fouls der verteidigenden Mannschaft im Strafraum können zu Strafstoß/Elfmeter führen.

    Wenn du das Thema Strafstoß vertiefen willst: Elfmeter - Das musst du wissen.

    Strafraumlinie und „Eckpunkte“

    Die Linien des Strafraums sind selbst schon Teil der Zone. Das ist entscheidend bei knappen Situationen:

    • Ball oder Spieler „auf der Linie“ zählt als im Strafraum.

    Der Strafstoßpunkt (Elfmeterpunkt)

    Der Strafstoßpunkt liegt im Großfeld 11 m vor dem Tor. Von dort wird ein Elfmeter ausgeführt.

    Der Strafraum-Bogen („D“)

    Der Bogen am Strafraum heißt Strafraumkreis oder „D“. Er gehört nicht zum Strafraum. Er sorgt nur dafür, dass bei einem Elfmeter alle anderen Spieler einen Mindestabstand einhalten.

    • Merksatz für Kinder: „Der Bogen ist die Wartelinie beim Elfmeter.“

    Der Torraum (Fünfmeterraum)

    Der Torraum ist das kleinere Rechteck direkt vor dem Tor (im Großfeld 5,5 m). Er wird oft „5er“ genannt.

    Wofür ist er da?

    • Abstoß: Beim Abstoß liegt der Ball im Torraum und wird von dort gespielt. In vielen Kinderspielformen wird stattdessen von der Grundlinie eingedribbelt oder eingepasst; manche Verbände verbieten, den Abstoß direkt über die Mittellinie zu spielen.
    • Schutzbereich? Viele glauben, der Torraum sei eine „Schutzzone“ für den Torwart. Das stimmt so nicht: Der Torwart hat keine Sonderrechte nur wegen des Torraums. Es gelten die normalen Regeln zu Foulspiel.

    Kinderverständnis: „Im 5er passieren viele Torwart-Aktionen, aber er ist kein Zauberfeld.“

    Die Eckfahne und der Viertelkreis

    In jeder Ecke steht eine Eckfahne. Um sie herum ist ein Viertelkreis markiert.

    • Bei einem Eckstoß muss der Ball in diesen Viertelkreis gelegt werden.
    • Der Ball darf den Viertelkreis berühren oder auf der Linie liegen.

    Trainingstipp: Übe Ecken mit klaren Rollen („Schütze“, „1. Pfosten“, „2. Pfosten“, „Absicherung“). So lernen Kinder, dass Markierungen auch Aufgaben auslösen.

    Die Abseitslinie? Gibt es nicht – aber Linien helfen beim Verstehen

    Viele glauben, es gäbe eine „Abseitslinie“. Die gibt es nicht. Abseits orientiert sich an Spielern, nicht an gemalten Linien.

    Trotzdem helfen Markierungen beim Erklären:

    • Mittellinie: Abseits ist in der eigenen Hälfte nicht möglich.
    • Strafraumlinie: Gute Orientierung für Laufwege (ohne dass sie eine Abseitsgrenze wäre).

    Für eine wirklich kindgerechte Erklärung: Abseits einfach erklärt für Kinder.

    Freistoß-Abstände und unsichtbare Linien

    Neben den sichtbaren Markierungen gibt es Regeln mit „unsichtbaren Linien“ – also Abständen, die eingehalten werden müssen.

    Der Abstand bei Freistößen

    Im Erwachsenenfußball beträgt der Abstand 9,15 m. Im Kinderfußball sind die Abstände je nach Verband und Spielform kleiner. Einige Beispiele für 2026/27:

    Verband bzw. KreisSpielformMindestabstand der Gegner
    Niedersachsen (NFV)Seitenaus G- bis E-Jugend (Eindribbeln/Einpassen)3 m
    Württemberg (WFV)Seitenaus G- und F-Jugend3 m
    Hamburg (HFV)Seitenaus G- bis E-Jugend2 m
    Berlin (BFV)Freistöße D-Jugend, Liga-E-Jugend, 8er-Teams5 m
    Brandenburg (FLB), Landesliga D/EFrei-, Eckstoß und Seitenaus5 m
    Südwest (SWFV)Frei- und Eckstöße E- und D-Jugend6 m
    Schweiz (SFV)Freistoß im Kinderfußballmindestens 5 Kinderschritte
    • Tipp: Lege den Abstand im Training ein paar Mal mit Hütchen aus, damit die Kinder ein Gefühl für 3, 5 oder 9,15 m bekommen.
    • Wichtig: Der Abstand gilt auch bei indirekten Freistößen und vielen Spielfortsetzungen. Wer ihn absichtlich nicht einhält, kann nach den Spielregeln verwarnt werden.

    Mehr dazu findest du hier: Freistoß - Regeln und Arten im Kinderfußball.

    Besonderheiten im Kinderfußball: Warum Linien manchmal anders sind

    Im Kinderfußball (z. B. Funino, Kleinfeld, E-/F-Jugend) sind Plätze häufig verkürzt oder quer aufgebaut. Dann stimmen die Linien nicht immer mit dem „klassischen“ Großfeld überein.

    Typische Lösungen im Verein:

    • Zusätzliche Hütchenlinien für Seitenaus oder Strafraum-Ersatz
    • Kleinfeldtore auf dem Großfeld mit „neuen“ Torlinien
    • Markierte Zonen mit flachen Markierungstellern

    Wichtig für dich als Trainer oder Elternteil: Erkläre Kindern vor dem Spiel kurz, welche Linien heute gelten. Welche Torlinie zählt? Wo ist Aus? Wo ist der Strafraum? Diese 60 Sekunden sparen später Diskussionen.

    Wie groß sind die Felder bei den Kleinsten? Die DFB-Richtwerte

    Für die Spielformen im deutschen Kinderfußball nennt die DFB-Jugendordnung (Anhang IV, bundesweit verbindlich seit 2024/25) eigene Feldgrößen – weit weg von den Großfeld-Maßen aus Regel 1 (DFB, Spielformen im Kinderfußball):

    AltersklasseSpielformFeldgröße (ca.)Tore
    G-Jugend (U6/U7)2 gegen 216 × 20 mvier Minitore (optional zwei), kein Torwart
    G-Jugend (U6/U7)3 gegen 325 × 20 mvier Minitore (optional zwei), kein Torwart
    F-Jugend (U8/U9)3 gegen 325 × 20 mvier Minitore
    F-Jugend (U8/U9)4 gegen 4 / 5 gegen 540 × 25 mvier Minitore oder zwei Kleinfeldtore
    E-Jugend (U10/U11)4 gegen 4 / 5 gegen 540 × 25 mMinitore oder Kleinfeldtore
    E-Jugend (U10/U11)7 gegen 755 × 35 mzwei Kleinfeldtore, mit Torwart

    Für die G-Jugend nennt die DFB-FAQ eine etwas größere Spanne von 16 × 20 m bis 28 × 22 m. Minitore dürfen höchstens 2,0 × 1,2 m groß sein. Welche der Spielformen dein Kreis ansetzt, regelt der Landesverband. Die Maße für deinen Platz rechnet dir der Spielfeld-Rechner aus, die Übersicht aller Altersklassen steht unter Spielfeldgrößen nach Altersklasse.

    Zwei „Linien“ aus diesen Spielformen kennt das Großfeld gar nicht:

    • Die Schusszone: Im 3 gegen 3 auf Minitore zählt ein Tor laut DFB nur, wenn es aus einer Sechs-Meter-Schusszone vor den Minitoren erzielt wird; im 2 gegen 2 der G-Jugend und auf Kleinfeldtore erst ab der Mittellinie. Diese Zone wird meist mit Hütchen oder Markierungstellern gelegt. Im 7 gegen 7 der E-Jugend gibt es keine Schusszone mehr.
    • Das Seitenaus ohne Einwurf: In den kleinen Spielformen wird nach einem Ausball eingedribbelt oder eingepasst. Nach dem DFB-Rahmen kommt ein Einwurf erst im 7 gegen 7 der E-Jugend vor. Mehrere Landesverbände bleiben länger beim Eindribbeln: In Bayern gilt es in der E-Jugend auch im 7 gegen 7, in Niedersachsen verbindlich bis einschließlich E-Jugend, in Baden und Hamburg sogar bis zur D-Jugend. Mehr dazu im Beitrag Einkick statt Einwurf.

    Wie sich 3 gegen 3, 4 gegen 4 und 5 gegen 5 im Detail unterscheiden, liest du in Minifußball-Spielmodi: 3 gegen 3/4 gegen 4/5 gegen 5 erklärt (DACH). Den Aufbau mit vier Minitoren zeigt Schritt für Schritt Funino im Kinderfußball: Aufbau, Regeln, Coaching. In Österreich und der Schweiz legen ÖFB und SFV eigene Feldgrößen fest:

    LandAltersklasse und SpielformFeldgröße
    ÖsterreichU6 (2er)16 × 15 m
    ÖsterreichU7 (3er) / U8 (3er)25 × 20 m / 29 × 22 m
    ÖsterreichU9/U10 (5er)40 × 25 m
    ÖsterreichU11/U12 (7er)55 × 40 m
    SchweizE: Kleinfeld 3 gegen 3 / Grossfeld 6 gegen 625–30 × 20–25 m / 43–48 × 25–30 m
    SchweizD-755 × 35 m (mindestens 41 × 25 m)

    Markierungen auf dem Kleinfeld der D-Jugend

    Ab der D-Jugend spielen die Kinder auf verkleinerten Feldern mit echten Strafräumen, aber mit eigenen Maßen. Auch hier entscheidet der Verband:

    VerbandStrafraumTorraumStrafstoßMittelkreis
    Niederrhein (FVN), D-Junioren 7er12 m4 m–7 m
    Südwest (SWFV), E- und D-Jugend11 m–8 m–
    Niedersachsen, Kreis Northeim-Einbeck (D)12 m–8 m–
    Baden (bfv), D-Jugend25 × 10 m–––
    Schweiz, E-Grossfeld 6 gegen 610 m–––

    Ein Strich in der Tabelle heißt: Der Verband nennt dazu in den ausgewerteten Bestimmungen kein eigenes Maß.

    Praktische Mini-Übungen: Linien spielerisch lernen

    1) „Linien-Scout“ (3 Minuten)

    Kinder laufen frei. Auf Zuruf müssen sie schnell eine Markierung berühren:

    • „Seitenlinie!“
    • „Mittellinie!“
    • „Strafraumlinie!“
    • „Ecke!“

    2) „Drin oder draußen?“ (5 Minuten)

    Du rollst Bälle knapp an die Seitenlinie. Kinder entscheiden:

    • Ball drin → weiterspielen
    • Ball aus → Einwurf anzeigen

    3) „Standard-Startpunkte“ (5 Minuten)

    Lege Bälle an:

    • Eckstoß-Viertelkreis
    • Anstoßpunkt
    • Freistoßposition (mit Abstand der Gegner)

    So verknüpfen Kinder Linien mit echten Spielsituationen.

    Häufige Missverständnisse (und wie du sie schnell auflöst)

    • „Auf der Linie ist aus.“ → Falsch. Die Linie gehört zum Feld (Ball auf der Linie ist drin).
    • „Im 5er darf niemand den Torwart stören.“ → Nicht pauschal. Entscheidend ist Foulspiel (Stoßen, Rempeln, Blocken).
    • „Abseits ist an der Strafraumlinie.“ → Nein. Abseits hängt von der Position der Verteidiger ab.

    Fazit: Mit Linienverständnis wird Fußball einfacher

    Spielfeld-Markierungen sind das Navigationssystem im Fußball. Wenn dein Kind weiß, was Seitenlinie, Torlinie, Mittelkreis und Strafraum bedeuten, werden Entscheidungen schneller, Standards sicherer und das Spiel insgesamt ruhiger. Nutze kurze Erklärbilder („Wände“, „Wartelinie“, „Startpunkt“) und kleine Übungen – dann werden die Linien vom Rätsel zur Hilfe.

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    Häufig gestellte Fragen

    Die Linie gehört immer zu dem Bereich, den sie begrenzt. Das heißt: Liegt der Ball auf der Seitenlinie oder Torlinie, ist er noch im Spiel. Erst wenn der Ball die Linie vollständig überquert hat, ist er im Aus. Diese Regel hilft besonders bei knappen Entscheidungen nahe der Außenlinie.

    Der Strafraum-Bogen markiert den Abstand, den andere Spieler bei einem Elfmeter einhalten müssen. Er ist kein Teil des Strafraums, sondern eine Orientierung für den Mindestabstand. So wird verhindert, dass Spieler zu früh in Richtung Abpraller starten.

    Nein, nicht allein wegen des Torraums. Der Torwart ist zwar im Strafraum beim Handspiel privilegiert, aber der Torraum ist keine automatische Schutzzone. Entscheidend ist, ob ein Angreifer den Torwart regelwidrig behindert oder foult (z. B. Stoßen, Rempeln, Blocken).

    Die Spitznamen kommen von den Maßen aus Regel 1 der Spielregeln: Die Strafraumlinien beginnen 16,5 m neben den Torpfosten und reichen 16,5 m ins Feld, beim Torraum sind es jeweils 5,5 m. Der Strafstoßpunkt liegt 11 m vor der Tormitte – daher der Name „Elfmeter“. Diese Maße gelten für das Großfeld, nicht für Kleinfelder im Kinderfußball.

    Laut Regel 1 der offiziellen Spielregeln (IFAB) müssen alle Linien gleich breit sein und dürfen höchstens 12 cm breit sein. Die Linien gehören dabei zu dem Raum, den sie begrenzen.

    Die DFB-Jugendordnung nennt als Richtwerte: G-Jugend im 2 gegen 2 ca. 16 × 20 m und im 3 gegen 3 ca. 25 × 20 m, jeweils auf vier Minitore ohne Torwart. Die F-Jugend spielt 3 gegen 3 auf ca. 25 × 20 m oder 4 gegen 4/5 gegen 5 auf ca. 40 × 25 m. Die E-Jugend spielt 7 gegen 7 auf ca. 55 × 35 m mit zwei Kleinfeldtoren. Die Felder werden meist mit Hütchen oder Markierungstellern auf dem großen Platz abgesteckt.

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