Funino & 3v3

    Funino: Passtore-Spiel 3v3 (U9–U11)

    Diese Funino-Spielform im 3v3 mit Passtoren verbessert Passqualität, Spielübersicht und Laufwege bei U9–U11. Mit klaren Regeln, Variationen und Coaching-Tipps für Beginner.

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    21. Jan. 2026
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    Aktualisiert: 20. Juli 2026
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    4 Min. Lesezeit
    Grundaufbau: Funino-Feld 18x25 m, je zwei schmale Passtore aus Hütchen pro Grundlinie, 3v3 — Punkte für flache Pässe durchs Passtor.

    Übungsname & Ziel

    Übungsname: Funino: Passtore-Spiel 3v3 (U9–U11)

    Ziel: In dieser Funino-Spielform lernen Kinder im Alter von U9 bis U11, sauber zu passen, freie Mitspieler zu finden und den Ball im 3v3 unter leichtem Gegnerdruck zu behaupten. Der Fokus liegt auf Spielübersicht (Kopf hoch), Passqualität (flach, scharf, in den Lauf) und klugen Laufwegen, statt auf „blindem Dribbling“. Nebenbei entsteht automatisch ein gutes Gefühl für Breite und Tiefe im Angriff: Wer steht breit? Wer bietet sich zwischen den Passtoren an?

    Wenn du mehr Abschluss-Fokus suchst, kombiniere diese Einheit später mit Torschuss aus der Bewegung oder nutze als Ergänzung für Hallentraining die Schusspräzision in der Halle: 8 Zielspiele (U8–U13).

    Material, Spieleranzahl & Dauer

    Benötigte Materialien

    • 8 Markierungshütchen (für 4 Passtore)
    • 1 Ball (plus ggf. 1–2 Ersatzbälle neben dem Feld)
    • Leibchen (zur Teamkennzeichnung)

    Spieleranzahl

    • Minimum: 6 Spieler (3v3)
    • Maximum: 12 Spieler (z. B. 2 Felder parallel mit je 3v3)

    Dauer

    • 20–25 Minuten als Hauptteil (ideal nach einem kurzen Aufwärmen)

    Aufbau (Feld & Tore)

    • Feldgröße: ca. 18 x 25 m (anpassbar)
    • Stelle an jeder Grundlinie zwei Passtore auf (insgesamt 4).
      • Passtor-Breite: ca. 1–1,5 m (für Beginner eher 1,5 m)
    • Es gibt keine großen Tore und keinen Torwart: Ein „Tor“ zählt nur, wenn der Ball durch ein Passtor gespielt wird.

    Schritt-für-Schritt Anleitung

    1. Teams einteilen: 2 Teams à 3 Spieler (bei 9–12 Spielern: 2 Felder oder Rotationsspieler).
    2. Startposition: Ein Team beginnt mit Ballbesitz in der eigenen Hälfte (oder Einspiel von der Seite).
    3. Spielziel erklären:
      • Ein Punkt zählt, wenn ein Spieler den Ball kontrolliert durch ein gegnerisches Passtor passt.
      • Der Pass muss durch die Hütchen gehen; Abpraller zählen nur, wenn der Ball klar durchläuft.
    4. Regel „Passtore sind überall“: Beide Passtore auf der gegnerischen Grundlinie sind gültig. So müssen Kinder scannen: Wo ist das freie Tor? Wo ist der freie Mitspieler?
    5. Ballbesitz nach Punkt: Nach einem Punkt bekommt das Team, das das Tor kassiert hat, den Ball und spielt sofort weiter (schneller Neustart).
    6. Ausball: Bei Ausball wird eingedribbelt oder eingepasst (einheitlich festlegen). Für Beginner ist Eindribbeln oft flüssiger.
    7. Spielzeit steuern: 3–4 Durchgänge à 4–5 Minuten, dazwischen 60–90 Sekunden Coaching/Trinkpause.

    Variationen (für verschiedene Altersgruppen & Levels)

    Variation 1: „Mindestens 2 Pässe“ (leichter Fokus auf Kombinationsspiel)

    • Ein Punkt zählt erst, wenn das angreifende Team vor dem Passtor mindestens 2 Pässe gespielt hat.
    • Effekt: Weniger „Kopf-durch-die-Wand“, mehr Mitspieler finden.

    Variation 2: „Ein-Kontakt-Bonus“ (für stärkere U11)

    • Tor nach Direktpass durch das Passtor zählt doppelt.
    • Effekt: Kinder erkennen Momente für schnelles Klatschen lassen.

    Variation 3: Feld anpassen (für U9 vs. U11)

    • U9 Beginner: Feld etwas kleiner (z. B. 16 x 22 m), Passtore breiter (1,5 m).
    • U11 stärker: Feld etwas größer (z. B. 20 x 28 m), Passtore enger (1 m) → mehr Präzision und bessere Winkel.

    Variation 4: Umschalt-Trigger (für Fortgeschrittene)

    • Nach Ballgewinn muss das Team innerhalb von 5 Sekunden einen Abschluss durch ein Passtor suchen.
    • Effekt: Schnellere Entscheidungen, mehr Spieltempo.

    Coaching-Tipps (was du währenddessen coachen kannst)

    • Kopf hoch vor dem Pass: Frage aktiv: „Wo ist das freie Passtor? Wo ist dein Mitspieler?“
    • Pass scharf & flach: Kinder sollen den Ball nicht rollen lassen, sondern gezielt spielen.
    • Außen anbieten (Breite geben): Mindestens ein Spieler darf bewusst „breit“ stehen, um das Feld groß zu machen.
    • Dreiecke herstellen: Erkläre kurz: Ein Dreieck bedeutet, dass der Ballführende zwei Passoptionen hat.
    • Nach dem Pass sofort bewegen: „Pass und geh!“ – wer stehen bleibt, nimmt dem Team Lösungen.

    Häufige Fehler & schnelle Lösungen

    • Alle laufen zum Ball: Stoppe kurz und zeige mit Hütchen „Breite“. Stelle die Frage: „Wie kann dein Team zwei Tore gleichzeitig bedrohen?“
    • Zu harte Pässe ohne Kontrolle: Erinnere an erste Ballmitnahme und „Pass in den richtigen Fuß“.
    • Dribbling ohne Blick: Fordere ein: erst scannen, dann entscheiden.

    Praxis-Tipp für Eltern & Trainer

    Gerade bei U9–U11 hilft ein kurzer Energie-Check vor dem Training: Mit einem passenden Snack sinkt die „Null-Bock“-Phase deutlich. Ideen findest du bei Nachmittags-Snacks: Energie vor dem Training.

    Mehr Passspiel-Übungen

    Mehr Übungen für die F-Jugend (U8/U9)

    Häufig gestellte Fragen

    Für Beginner sind 16 x 22 m ein guter Richtwert, weil viele Ballkontakte und kurze Passdistanzen entstehen. Für stärkere U11 kannst du auf 20 x 28 m vergrößern, damit mehr Raum für Laufwege, Spielverlagerungen und bessere Entscheidungsfindung entsteht.

    Wenn der Schwerpunkt auf Passspiel liegt, sollte ein Punkt nur nach einem Pass durch das Passtor zählen. Bei sehr unsicheren Gruppen kannst du Dribbel-Tore anfangs erlauben, um Erfolgserlebnisse zu schaffen, und nach 5–10 Minuten konsequent auf Pass-Tore umstellen.

    Mach die Passtore enger (ca. 1 m), verkleinere das Feld leicht und führe eine Mindestpasszahl ein (z. B. 2 Pässe vor dem Tor). Zusätzlich hilft klares Coaching: Kopf hoch vor dem Pass, flach spielen und den Ball in den Lauf statt „irgendwo nach vorne“ passen.