Einwurf richtig ausführen
Der Einwurf ist die Spielfortsetzung nach einem Seitenaus und hat klare Technik-Regeln. Hier lernst du kindgerecht, worauf es ankommt, welche Fehler häufig sind und wie du den Einwurf einfach trainierst.
Der Einwurf ist die Spielfortsetzung, wenn der Ball vollständig über die Seitenlinie ins Aus geht. Im Kinderfußball entscheidet ein korrekt ausgeführter Einwurf oft darüber, ob dein Team schnell wieder angreifen darf – oder den Ball sofort abgeben muss.
Einwurf im Fußball: einfach erklärt (für Kinder & Eltern)
Wenn der Ball ins Seitenaus rollt oder fliegt, bekommt das Team den Einwurf, das den Ball nicht zuletzt berührt hat. Der Einwurf wird an der Stelle ausgeführt, wo der Ball ins Aus gegangen ist (kleine Abweichungen werden im Kinderfußball meist großzügig gehandhabt).
Wichtig zu wissen: Beim Einwurf darf kein Tor direkt erzielt werden. Geht der Ball direkt ins gegnerische Tor, gibt es Abstoß. Geht er direkt ins eigene Tor, gibt es Ecke für den Gegner.
Einwurf richtig ausführen: die 5 Grundregeln
Gerade beim Haupt-Keyword einwurf fußball kinder geht es um einfache, klare Merkpunkte. Als Trainer oder Elternteil kannst du diese Regeln wie eine Checkliste nutzen:
- Beide Hände am Ball (gleichzeitig werfen)
- Ball von hinten über den Kopf nach vorne werfen
- Beide Füße bleiben beim Wurf am Boden (Kontakt zur Linie ist erlaubt)
- Einwurf wird auf oder hinter der Seitenlinie ausgeführt
- Gegner halten mindestens 2 Meter Abstand
Klingt simpel – aber wie oft scheitert es an „ein Fuß hebt ab“ oder „Ball kommt seitlich“? Genau hier hilft ruhiges Üben ohne Druck.
Typische Fehler im Kinderfußball
Kinder machen beim Einwurf häufig diese Fehler:
- Sie werfen den Ball einarmig wie beim Handball
- Sie springen beim Werfen nach vorne (Füße verlieren Bodenkontakt)
- Der Ball kommt nicht über den Kopf, sondern „von der Brust“
Im Grundlagenbereich pfeifen viele Schiedsrichter das nicht sofort streng ab – trotzdem lohnt es sich, die saubere Technik früh zu lernen. Wie ein Spiel geleitet wird, liest du auch im Artikel zu Schiedsrichter und ihre Aufgaben.
Praxisbeispiele: So sieht ein guter Einwurf bei Kindern aus
Beispiel 1: Sicherer Einwurf zum Mitspieler
Ein Kind steht seitlich zur Seitenlinie, beide Hände am Ball, wirft kontrolliert über den Kopf zu einem nahen Mitspieler. Ziel: Ballbesitz sichern, nicht „so weit wie möglich“.
Beispiel 2: Schneller Einwurf als Vorteil
Der Ball geht ins Aus, ein Kind holt ihn sofort, stellt sich korrekt hin und wirft schnell ein, bevor der Gegner sortiert steht. Das ist besonders effektiv, wenn Mitspieler sich sofort freilaufen.
Beispiel 3: Einwurf als Angriffsauslöser
Einwurf auf Höhe des Strafraums: Statt blind in die Mitte zu werfen, kommt der Ball kurz auf einen Mitspieler, der dann den Torschuss aus der Bewegung vorbereitet – passend dazu: Torschuss aus der Bewegung.
Verwandte Begriffe (kurz erklärt)
- Seitenaus: Der Ball ist komplett über der Seitenlinie – dann folgt der Einwurf.
- Freilaufen: Sich so bewegen, dass man anspielbar wird (wichtig für schnelle Einwürfe).
- Abseits: Beim Einwurf gibt es kein Abseits. Wenn dich das Thema interessiert: Abseits einfach erklärt für Kinder.
Tipps für Training & Eltern: So wird der Einwurf schnell besser
- Übe 5 Minuten pro Training: kurze Wiederholungen bringen mehr als lange Erklärungen.
- Starte mit kurzen Distanzen (3–5 Meter), erst später weiter werfen.
- Gib Kindern ein klares Bild: „Ball hinter den Kopf – beide Füße am Boden – dann nach vorne.“
- Bleib positiv: Einwurf ist ein Technikthema, kein Grund für Druck. Motivation spielt dabei eine große Rolle – siehe Wie motiviere ich mein Kind beim Fußball?.
Häufig gestellte Fragen
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