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    Freistoß-Varianten einfach erklärt (Kinder)

    Freistoß-Varianten helfen Kindern, Standardsituationen einfach zu lösen: kurz passen, schnell ausführen oder direkt schießen. Hier bekommst du eine verständliche Erklärung mit Beispielen und Praxis-Tipps.

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    12. Nov. 2025
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    Aktualisiert: 20. Juli 2026
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    6 Min. Lesezeit

    Freistoß-Varianten sind verschiedene Möglichkeiten, einen Freistoß auszuführen – also wie der Ball nach einem Foul oder Regelverstoß wieder ins Spiel gebracht wird.

    Was bedeutet „Freistoß-Varianten“ im Kinderfußball?

    Im Kinder- und Jugendfußball ist ein Freistoß oft eine kleine „Standardsituation“: Das Spiel stoppt kurz, dann darf ein Team den Ball aus einer ruhenden Position weiterspielen. Die Variante beschreibt dabei den Plan: Spielt ihr kurz? Schießt ihr direkt? Oder macht ihr den Freistoß schnell, bevor sich die Gegner sortieren?

    Wichtig: Im Beginner-Bereich geht es weniger um einstudierte Laufwege wie im Profifußball, sondern um einfache, klare Entscheidungen. Kinder profitieren von 1–2 leicht merkbaren Lösungen, die immer wieder vorkommen.

    Direkter und indirekter Freistoß einfach erklärt

    Direkter Freistoß (Kinder)

    Beim direkten Freistoß darf der Schütze direkt aufs Tor schießen. Geht der Ball ins gegnerische Tor, zählt der Treffer.

    Typische Kinderfußball-Situation: Ein Foul kurz vor dem Strafraum. Viele Kinder wollen sofort schießen – logisch! Als Trainer kannst du aber auch fragen: Ist der Schussweg frei oder ist ein Pass schlauer?

    Indirekter Freistoß erklärt

    Beim indirekten Freistoß muss der Ball nach der Ausführung noch von einem anderen Spieler berührt werden, bevor ein Tor zählen kann. Ein direkter Schuss ins gegnerische Tor führt deshalb nur zu einem Abstoß.

    Der Schiedsrichter zeigt den indirekten Freistoß mit erhobenem Arm an. Der Arm bleibt normalerweise oben, bis ein zweiter Spieler den Ball berührt hat oder der Ball aus dem Spiel ist.

    Gerade im Kinderfußball ist das oft verwirrend. Hilfreich ist ein einfacher Merksatz: „Indirekt = erst berühren lassen, dann darf ein Tor fallen.“

    Typische Freistoß Varianten (einfach & kindgerecht)

    1) Schneller Freistoß

    Ein schneller Freistoß bedeutet: Du spielst den Ball sofort weiter, ohne zu warten, bis alle Gegner richtig stehen.

    • Vorteil: Überraschungsmoment und hohes Tempo
    • Wichtig: Der Ball muss ruhig liegen und klar mit dem Fuß gespielt werden
    • Wartet der Schiedsrichter mit der Spielfortsetzung oder stellt eine Mauer, darf erst nach seinem Zeichen gespielt werden

    Steht ein Gegner noch nah am Ball, sollten Kinder nicht absichtlich auf ihn schießen. Besser: den freien Mitspieler sehen und sofort passen.

    2) Kurzer Pass (Sicherheits-Variante)

    Die einfachste Variante: Ein kurzer Pass zu einem Mitspieler, der frei steht.

    • Ideal, wenn das Team den Ballbesitz sichern will
    • Gut für jüngere Teams, weil weniger Risiko als ein weiter Ball
    • Funktioniert im 7-gegen-7 oft besser als eine hohe Hereingabe in eine dichte Spielergruppe

    3) Direkter Torschuss

    Wenn der Freistoß nah am Tor ist, ist der direkte Schuss eine klare Option.

    • Tipp für Kinder: Nicht nur hart, sondern gezielt schießen
    • Vorher kurz prüfen: Ist eine Torecke frei?
    • Hilfreich ist Techniktraining wie in unserem Beitrag zu Torschuss aus der Bewegung

    4) Antippen und Schuss (bei indirekt)

    Beim indirekten Freistoß kann ein Kind den Ball kurz zur Seite spielen und ein anderes schießt.

    • Sehr leicht zu verstehen
    • Fördert Zusammenspiel und Kommunikation
    • Der erste Kontakt sollte ein erkennbarer Pass sein; bloßes Berühren des Balls reicht nach den Spielregeln nicht, wenn er sich nicht klar bewegt

    5) Pass in den freien Raum

    Statt zum Fuß kann der Ball vor einen startenden Mitspieler gespielt werden. Diese Variante passt an der Seitenlinie oder in Tornähe, wenn hinter der Abwehr Platz entsteht.

    Häufiger Anfängerfehler: Drei Kinder stehen direkt am Ball. Besser sind ein Schütze, eine kurze Anspielstation und ein startendes Kind. So bleibt das Spielfeld breit und die Entscheidung übersichtlich.

    Gegnerabstand und Ausführung: Welche Regeln gelten?

    Nach den allgemeinen Fußballregeln müssen Gegner bei einem Freistoß normalerweise 9,15 Meter Abstand halten. Im Kinderfußball gelten jedoch häufig angepasste Abstände, Feldgrößen und Spielformen. Bei kleinen Feldern oder im 7-gegen-7 schreiben viele Landesverbände beispielsweise 5 Meter vor.

    Die konkrete Regel kann sich je nach Altersklasse, Wettbewerb und DFB-Landesverband unterscheiden. Maßgeblich ist deshalb die aktuelle Jugend- oder Durchführungsbestimmung des eigenen Verbands für die Saison 2025/2026. Bei Kinderfestivals ohne Schiedsrichter helfen Trainer kurz und neutral: Ball hinlegen, Abstand herstellen, weiterspielen. Fertig.

    Beispiele aus dem Kinderfußball

    • U9, Freistoß an der Seitenlinie: Kurzer Pass nach innen statt hoher Ball – so bleibt der Ball am Boden und die Kids können weiter kombinieren.
    • U11, Freistoß zentral vor dem Tor: Direkter Schuss ist möglich. Alternativ: Pass zur Seite und Abschluss aus einem besseren Winkel.
    • U13 im 7-gegen-7 oder 9-gegen-9: Ein flacher Pass hinter die seitlich verschobene Abwehr ist oft erfolgversprechender als ein Schuss aus großer Entfernung.
    • Funino/kleine Felder: Schneller Freistoß wirkt besonders, weil Räume schnell entstehen. Passend dazu: Funino in der Halle: Regeln & Spielformen (U7–U11)

    Verwandte Begriffe (kurz eingeordnet)

    Praxis-Tipp für Trainer und Eltern

    Frag die Kinder vor dem Freistoß: „Was ist die einfachste Lösung?“ Zwei Optionen reichen meist:

    • Kurz spielen und den Ball sichern
    • Schnell spielen und freien Raum nutzen

    Eine passende Trainingsform dauert nur 10 Minuten: Markiert drei Freistoßpositionen und lasst jeweils 3 Angreifer gegen 2 Verteidiger starten. Die Kinder entscheiden selbst zwischen Pass und Schuss. Nach 4 Durchgängen werden die Rollen gewechselt. Keine langen Erklärungen – lieber nach jeder Aktion eine kurze Frage stellen: „Was hast du gesehen?“

    So lernen Kinder, Freistoß-Varianten nicht auswendig abzuspulen, sondern situativ zu entscheiden.

    Häufig gestellte Fragen

    Nein. Beim indirekten Freistoß muss der Ball zuerst von einem zweiten Spieler berührt werden. Erst danach kann ein Tor regulär zählen.

    Am leichtesten sind der kurze Pass (Ball sichern) und der schnelle Freistoß (Tempo nutzen). Beide Varianten sind leicht zu erklären und funktionieren ohne komplizierte Laufwege.

    Ein direkter Freistoß ist sinnvoll, wenn der Weg zum Tor frei ist und die Distanz passt. Für viele Kinder ist ein gezielter Schuss erfolgversprechender als ein hoher Ball in den Strafraum.

    Ähnliche Begriffe im Lexikon

    Übungen zu "Freistoß-Varianten"

    Diese Übungen wenden den Begriff praktisch an

    Freistoß Varianten
    direkter Freistoß Kinder
    indirekter Freistoß erklärt
    schneller Freistoß
    Freistoß Jugendfußball