Funino 3v3 in der Halle: 5 Spielformen (U7–U11)
Diese 5 Funino-Spielformen für die Halle bringen U7–U11-Kindern viele Ballkontakte, schnelle Entscheidungen und jede Menge Toraktionen. Mit klaren Regeln, Variationen und Coaching-Tipps setzt du 3 gegen 3 sofort im Hallentraining um.
Funino in der Halle ist ideal, wenn du viele Ballkontakte, schnelle Entscheidungen und kindgerechte Erfolgserlebnisse suchst. Durch 3 gegen 3 auf Minitoren bekommen Kinder im U7–U11-Bereich ständig neue Spielsituationen – ohne lange Wartezeiten. Die folgenden 5 Spielformen sind bewusst „beginner“-freundlich aufgebaut und lassen sich in fast jeder Turnhalle umsetzen.
Übungsname & Ziel
Übungsname: Funino 3v3 in der Halle: 5 Spielformen (U7–U11)
Ziel:
- viele 1-gegen-1- und 2-gegen-1-Situationen im 3v3 provozieren
- Dribbling, Passspiel und Torschuss unter Zeitdruck verbessern
- Spielintelligenz fördern (Freilaufen, Umschalten, Breite/Tiefe)
Tipp zur Organisation: Orientiere dich bei Feldgröße und Abständen an sinnvollen Richtwerten. Hilfreich ist der Überblick zu Spielfeldgrößen nach Altersklasse, damit Funino in der Halle weder zu eng noch zu groß wird.
Material, Spieleranzahl, Dauer
Material:
- 8–12 Hütchen/Markierungsteller
- 4 Minitoren (alternativ: je Tor 2 Hütchen)
- 6–10 Bälle (damit es ohne Unterbrechung weitergeht)
- Leibchen in 2 Farben
- optional: Stoppuhr/Handy-Timer
Spieleranzahl: min. 4, ideal 6–12 (2–4 Teams à 3 Spieler)
Dauer: 15–30 Minuten (z. B. 5 Spielformen à 3–5 Minuten)
Aufbau (Grundform):
- Feld: ca. 18 x 12 m (U7 eher kleiner, U11 etwas größer)
- An jeder Grundlinie stehen 2 Minitoren mit 3–5 m Abstand
- Gespielt wird ohne Torwart
Schritt-für-Schritt Anleitung (5 Spielformen)
1) Klassisches Funino 3v3 (2 Tore pro Seite)
- Teile in zwei 3er-Teams ein (bei mehr Spielern: Rotations-Teams bilden).
- Stelle pro Team zwei Minitoren auf der gegnerischen Grundlinie auf.
- Anstoß/Einspiel von der eigenen Grundlinie.
- Tor zählt, wenn der Ball ins Minitor gespielt wird.
- Nach Tor: Ball sofort wieder ins Spiel (schneller Neustart).
Ziel: Breite nutzen, Passwege erkennen, Umschalten.
2) „Dribbel-Tor“: Tor nur nach Dribbling durch eine Zone
- Markiere vor jedem Minitor eine Torschuss-Zone (ca. 2 m tief).
- Regel: Ein Tor zählt nur, wenn der Torschütze mit Ball in die Zone dribbelt und dann abschließt.
- Verteidiger dürfen in die Zone, aber erst, wenn der Angreifer die Zone betritt.
Ziel: Mut zum Dribbling, Ballabschirmung, Abschluss aus kurzer Distanz.
3) Doppel-Tor-Wert: schnelles Umschalten belohnen
- Spiele wie in Form 1.
- Regel: Tor innerhalb von 5 Sekunden nach Ballgewinn zählt doppelt.
- Starte die Zeit laut an („5–4–3…“), damit Kinder das Prinzip verstehen.
Ziel: Umschalten, erster Kontakt nach Ballgewinn, Tiefenlauf.
4) Wandspieler (Joker) für Überzahl-Lernen
- Stelle einen neutralen Joker an eine Seitenlinie (oder hinter die Tore).
- Der Joker spielt immer mit Ballbesitzteam (max. 2 Kontakte).
- Nach 1–2 Minuten Joker wechseln.
Ziel: Überzahl ausspielen, Passwinkel schaffen, saubere erste Kontakte.
5) Abschluss-Challenge: Tor nur nach Pass (Teamplay)
- Spiele 3v3 wie in Form 1.
- Regel: Ein Tor zählt nur, wenn vorher mindestens ein Pass im Team gespielt wurde.
- Für U7: „Pass ODER Dribbling durch Zone“ erlauben, damit es nicht stockt.
Ziel: Kopf hoch, Mitspieler finden, einfache Kombinationen.
Variationen für U7 bis U11
- U7 (Einsteiger):
- Feld kleiner (ca. 14 x 10 m), mehr Bälle bereitlegen
- Regeln reduzieren: eher Form 1 + Form 2
- Kontaktbegrenzungen vermeiden, stattdessen loben: „Mutig andribbeln!“
- U9:
- Feld moderat (ca. 18 x 12 m)
- Form 3 (Umschaltbonus) einbauen, Joker mit 2 Kontakten
- U11:
- Feld etwas größer (bis ca. 22 x 14 m)
- Zusatzregel: Tor zählt nur nach Spielverlagerung (Ball war auf beiden Feldhälften)
- Optional: 1 Kontakt für Joker, um Tempo zu erhöhen
Coaching-Tipps (Hallentraining Kinder)
- Sicherheit & Fairness: In der Halle rutschen Kinder schneller. Erinnere an kontrollierte Zweikämpfe und klare Laufwege.
- Coaching in Bildern: Statt langer Erklärungen kurze Trigger:
- „Mach das Feld groß!“ (Breite)
- „Dreh auf!“ (offener erster Kontakt)
- „Nach Ballgewinn sofort nach vorne!“ (Umschalten)
- Minitoren Spiel = viele Abschlüsse: Ermutige Abschlüsse aus der Bewegung. Passend dazu: Torschuss aus der Bewegung.
- Regeln kindgerecht halten: Zu viele Sonderregeln bremsen. Frage dich: Verstehen die Kinder die Aufgabe in 20 Sekunden?
- Emotionen steuern: Funino ist intensiv – es gibt schnelle Tore und schnelle Gegentore. Wenn Frust aufkommt, helfen klare Routinen und positives Feedback. Dazu passt: Umgang mit Niederlagen im Kinderfußball.
Häufige Fehler & schnelle Lösungen
- Alle laufen zum Ball: Tore weiter auseinanderziehen, „Breite“-Trigger coachen, Joker einsetzen.
- Kaum Abschlüsse: Feld minimal verkleinern oder Form 2 (Dribbel-Tor) spielen.
- Zu viele Unterbrechungen: Mehr Bälle an den Ecken, Einspiel sofort, Regeln vereinfachen.
FAQ
Ist Funino 3 gegen 3 in der Halle für U7 nicht zu schwer?
Nein, wenn du das Feld klein hältst und mit der klassischen Grundform startest. Kinder lernen über Wiederholungen im Spiel. Wenige Regeln, viele Ballkontakte und schnelle Neustarts machen es für U7 sehr zugänglich.
Welche Feldgröße ist für Funino Halle (U7–U11) sinnvoll?
Als grobe Orientierung funktionieren 14 x 10 m (U7) bis 22 x 14 m (U11) gut. Entscheidend ist: Es soll oft zu 1-gegen-1 kommen, aber trotzdem Platz für Dribblings und Pässe bleiben. Nutze Richtwerte aus Spielfeldgrößen nach Altersklasse und passe an Hallengröße und Leistungsstand an.
Wie rotierst du bei 9–12 Kindern, damit alle viel spielen?
Arbeite mit 3–4 Teams à 3 Spieler und kurzen Spielzeiten (z. B. 2–3 Minuten). Gewinner bleibt, Verlierer rotiert – oder feste Rotation nach Timer. So bleiben Pausen kurz und die Intensität hoch.