Funino & 3v3

    Funino: Freilaufbewegung im engen Raum (U11–U13)

    Diese Funino-Übung trainiert Freilaufbewegung im engen Raum für U11–U13: Kinder lernen, sich aus dem Deckungsschatten zu lösen, Passfenster zu erkennen und mit Doppelbewegungen anspielbar zu werden. Mit klaren Regeln, Variationen und Coaching-Tipps für dein Training.

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    21. Jan. 2026
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    Aktualisiert: 20. Juli 2026
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    5 Min. Lesezeit
    Grundaufbau: enges Funino-Feld 18x22 m mit vier Minitoren, 3v3 — Freilaufen aus dem Deckungsschatten ins freie Passfenster.

    Enge Räume, viele Entscheidungen, ständig neue Laufwege: Genau hier lernen Kinder in der U11–U13, wie sie sich clever freilaufen und anspielbar bleiben. Diese Funino-Übung setzt bewusst auf kleine Felder und viele Ballaktionen, damit dein Team das Timing von Doppelbewegungen (kurz lösen, wieder starten) und das Erkennen von freien Passlinien automatisiert. Wenn du die Spielform-Grundlagen vorher auffrischen willst, hilft dir Funino im Kinderfußball: Aufbau, Regeln, Coaching.

    Übungsname & Ziel

    Übungsname: Funino – Freilaufbewegung im engen Raum (U11–U13)

    Ziel:

    • Freilaufverhalten im engen Raum verbessern (Winkel, Tiefe, Breite)
    • Anbieten zwischen Gegnern (Passfenster erkennen)
    • Schnelle Entscheidungen: klatschen lassen, aufdrehen, weiterleiten
    • Mut zu Doppelbewegung und Körpertäuschung ohne Ball

    Warum ist das so wichtig? In Funino entstehen ständig 2-gegen-1- und 3-gegen-2-Situationen – perfekte Lernmomente für „Wie werde ich anspielbar, wenn der Gegner nah dran ist?“

    Material, Spieleranzahl, Dauer

    Material:

    • 8–12 Hütchen (Feld + 4 Minitore)
    • 2–4 Bälle (je Feld 1 Ball + Ersatz)

    Spieleranzahl:

    • Min: 6 (3 gegen 3)
    • Max: 12 pro Feld (6 gegen 6, dann wird’s sehr eng – besser zwei Felder aufbauen)

    Dauer: 18–24 Minuten (Hauptteil), z. B. 3–4 Durchgänge à 4–5 Minuten plus kurze Pausen

    Feldgröße: ca. 18 x 22 m (eng, aber spielbar). Für sehr starke Gruppen kannst du auf 16 x 20 m verkleinern.

    Aufbau

    • Markiere ein Rechteck (ca. 18 x 22 m).
    • Stelle an jeder Grundlinie zwei Minitore (Funino-typisch: 4 Tore insgesamt). Abstand zwischen den Toren: ca. 5–7 m.
    • Spiele 3 gegen 3 oder 4 gegen 4. Optional: neutrale Spieler (siehe Variationen).

    Schritt-für-Schritt Anleitung

    1. Teams einteilen: Zwei Teams (Leibchen). Bei 8 Spielern: 4 gegen 4. Bei 6 Spielern: 3 gegen 3.
    2. Spiel starten: Ein Team beginnt mit Ballbesitz von der eigenen Grundlinie (Dribbling oder Pass).
    3. Tore zählen: Treffer zählen in alle gegnerischen Minitore. Es gibt keinen Torwart.
    4. Regel für Freilauf-Fokus: Ein Tor zählt nur, wenn vor dem Torschuss mindestens ein Spieler ohne Ball eine sichtbare Freilaufaktion macht: z. B. aus dem Deckungsschatten lösen, Doppelbewegung, diagonaler Lauf in ein Passfenster.
    5. Coaching-Stopps kurz halten: Wenn Laufwege fehlen, 10 Sekunden stoppen: „Wo ist die nächste Passlinie? Wer schafft Breite? Wer startet in die Tiefe?“ Dann sofort weiterspielen.
    6. Ballverlust = sofort umschalten: Nach Ballverlust wird direkt verteidigt. Keine Neustarts – der enge Raum sorgt für viele Umschaltsituationen.
    7. Durchgänge: 4 Minuten Spiel, 1 Minute Pause/Feedback. Nach jedem Durchgang Teams neu mischen oder Aufgaben wechseln.

    Variationen (für verschiedene Altersgruppen)

    Variation 1: U11 – „Anspielbar in 2 Sekunden“

    • Regel: Der ballnahe Mitspieler muss sich innerhalb von 2 Sekunden aktiv anbieten (Schritt raus aus dem Gegner, seitlicher Winkel).
    • Effekt: Kinder lernen früh, dass Stehenbleiben im engen Raum kaum Lösungen bringt.

    Variation 2: U12 – Neutraler Spieler als Wandspieler

    • Spiele 3 gegen 3 + 1 Neutraler (immer ballbesitzendes Team).
    • Der Neutrale hat max. 2 Kontakte.
    • Effekt: Mehr Ballzirkulation, mehr Momente für Doppelbewegungen und diagonales Freilaufen.

    Variation 3: U13 – Punkte für „Dritten Mann“

    • Extra-Punkt, wenn ein Angriff über den dritten Mann gelingt (Pass A → B klatscht → C in den Lauf).
    • Effekt: Kinder erkennen, dass Freilaufen nicht nur „zum Ball“ heißt, sondern auch in den Raum nach dem Pass. Den systematischen Aufbau dazu findest du in der Methodischen Reihe Spielaufbau & Freilaufen (U10–U13).

    Variation 4: Feldgröße & Tore anpassen

    • Zu leicht? Feld kleiner oder Tore enger stellen.
    • Zu schwer? Feld etwas größer oder ein Tor pro Seite entfernen.

    Coaching-Tipps (praxisnah)

    • „Raus aus dem Deckungsschatten!“ Zeig Kindern, dass sie seitlich versetzt stehen müssen, damit der Passweg offen ist.
    • Doppelbewegung coachen: Erst kurz zum Ball, dann explosiv weg – oder umgekehrt. Frage: „Wie täuschst du den Verteidiger ohne Ball?“
    • Breite und Tiefe gleichzeitig: Mindestens ein Spieler gibt Breite, einer Tiefe. Sonst wird’s im Zentrum zugestellt.
    • Vororientierung (kurzer Schulterblick): „Was ist hinter dir frei – Tor, Gegner, Mitspieler?“

    Passend dazu kannst du nach dieser Einheit direkt eine Abschlussform anhängen, damit die Laufwege auch im letzten Drittel Wirkung zeigen – zum Beispiel über Torschuss aus der Bewegung. Wenn du den Fokus stärker auf die defensive Absicherung legen willst (wer sichert ab, wenn alle eng stehen?), hilft dir auch Restverteidigung einfach erklärt (U12+).

    Häufige Fehler & schnelle Korrekturen

    • Alle laufen zum Ball: Stoppe kurz und lasse zwei „Positionsanker“ benennen: Wer hält Breite? Wer startet tief?
    • Spieler stehen hinter dem Gegner: Markiere mit Worten ein „Fenster“: „Stell dich so, dass du den Ball und ein Tor gleichzeitig siehst.“
    • Zu viele Kontakte: Begrenze zeitweise auf 3 Kontakte, aber nur, wenn die Technik stabil ist.

    Mehr Übungen für die E-Jugend (U10/U11)

    Häufig gestellte Fragen

    Ein praxistauglicher Richtwert ist 18 x 22 m. Wird es zu leicht (zu viel Zeit am Ball), verkleinere auf 16 x 20 m. Wird es zu schwer (viele Zufallsbälle, kaum kontrollierte Pässe), vergrößere leicht oder reduziere die Spielerzahl pro Feld.

    Am wirksamsten sind Doppelbewegungen (kurz lösen, dann explosiv starten), diagonale Laufwege in offene Passfenster sowie das Freilaufen aus dem Deckungsschatten. Zusätzlich hilft Vororientierung: ein Schulterblick vor dem Anbieten, um Gegnerdruck und freie Tore zu erkennen.

    Setze klare Rollen: mindestens ein Spieler hält Breite, ein Spieler gibt Tiefe. Du kannst Tore nur zählen lassen, wenn vorher eine sichtbare Freilaufaktion passiert. Außerdem helfen kurze Coaching-Stopps mit Leitfragen wie: „Wer öffnet gerade eine Passlinie?“ und „Wer startet in den Raum nach dem Pass?“