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    Notbremse: Wann gibt es Rot?

    Eine Notbremse verhindert eine klare Torchance durch ein Foul und führt häufig zu Rot. Hier lernst du verständlich, worauf Schiedsrichter achten und welche Beispiele im Kinderfußball typisch sind.

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    20. Jan. 2026
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    Aktualisiert: 20. Juli 2026
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    3 Min. Lesezeit

    Eine Notbremse ist ein Foul, mit dem ein Spieler eine klare Torchance des Gegners verhindert – oft gibt es dafür Rot (Feldverweis).

    Was bedeutet „Notbremse“ im Fußball?

    Der Begriff „Notbremse“ wird im Fußball benutzt, wenn ein Verteidiger in höchster Not eingreift und dabei unfair stoppt. Gemeint ist fast immer das Verhindern einer offensichtlichen Torchance (im Regeltext: „Verhindern einer offensichtlichen Torchance“, oft als DOGSO abgekürzt).

    Wichtig: Nicht jedes taktische Foul ist automatisch eine Notbremse. Entscheidend ist, ob der Angreifer sehr wahrscheinlich frei zum Abschluss gekommen wäre. Hätte er mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Torschuss gehabt, spricht vieles für Notbremse. (Wie sich eine Torchance überhaupt ergibt, hängt oft auch von Technik und Abschluss ab – siehe Torschuss aus der Bewegung.)

    Wann gibt es Rot – und wann „nur“ Gelb?

    Schiedsrichter achten bei der Notbremse typischerweise auf vier Punkte. Du kannst dir das wie eine kurze Checkliste vorstellen:

    • Entfernung zum Tor: Passiert das Foul nahe am Tor, ist die Torchance meist klarer.
    • Richtung des Angriffs: Läuft der Angreifer Richtung Tor oder driftet er nach außen ab?
    • Kontrolle über den Ball: Hat der Angreifer den Ball sicher am Fuß oder wäre er wahrscheinlich versprungen?
    • Anzahl der Verteidiger: Ist noch ein weiterer Verteidiger in Position, der eingreifen kann?

    Rot ist wahrscheinlich, wenn …

    • der Angreifer frei durch ist,
    • nur noch der Torwart vor ihm steht,
    • und das Foul die Torchance eindeutig kappt (z. B. Halten, Ziehen, Umgrätschen von hinten).

    Gelb kann reichen, wenn …

    • es keine „klare“ Torchance war (Ball zu weit weg, Winkel sehr spitz),
    • noch ein Verteidiger sicher absichern konnte,
    • oder der Angreifer nicht Richtung Tor unterwegs war.

    Sonderfall: Foul im Strafraum

    Im Strafraum kommt oft ein Elfmeter dazu. Ob es dann Rot oder Gelb gibt, hängt auch davon ab, ob der Verteidiger versucht, den Ball zu spielen. Dann kann es statt Rot auch Gelb geben („Dreifachbestrafung“ wird abgeschwächt). Mehr dazu findest du in Elfmeter - Das musst du wissen.

    Beispiele aus dem Kinderfußball (leicht verständlich)

    Gerade im Kinderfußball hilft es, Situationen bildlich zu erklären:

    • U10/U11: Ein Stürmer startet nach einem Pass durch, ist allein vor dem Tor. Ein Verteidiger hält ihn am Trikot fest, damit er nicht schießen kann. Das ist eine typische Notbremse.
    • U12/U13: Ein Angreifer läuft zentral aufs Tor zu. Der letzte Verteidiger rutscht seitlich rein, trifft nur den Gegner, nicht den Ball. Sehr oft: Rot.
    • Seitliche Position: Ein Angreifer läuft Richtung Eckfahne, Ball ist weit außen. Ein Foul dort ist eher taktisch, aber nicht zwingend Notbremse, weil die Torchance nicht „offensichtlich“ ist.

    Verwandte Begriffe (und warum sie zusammenhängen)

    Häufig gestellte Fragen

    In der Regel ja, wenn eine offensichtliche Torchance verhindert wird. Im Strafraum kann es aber Gelb statt Rot geben, wenn der Verteidiger erkennbar versucht, den Ball zu spielen und trotzdem foult.

    Nein. „Letzter Mann“ ist keine eigene Regel. Entscheidend ist, ob das Foul eine klare, offensichtliche Torchance verhindert hat (Richtung zum Tor, Ballkontrolle, Abstand zum Tor, weitere Verteidiger).

    Typisch sind Trikotziehen, Festhalten, Umklammern oder ein Foul beim Durchbruch, wenn der Angreifer frei aufs Tor zuläuft. Ob es Rot gibt, hängt davon ab, wie klar die Torchance wirklich war.

    Ähnliche Begriffe im Lexikon

    Notbremse
    rote Karte
    klare Torchance
    Kinderfußball Regeln
    DOGSO