Altersklassen & Spielbetrieb

    E-Jugend-Regeln im Überblick: Spielform, Spielzeit, Ballgröße, Abseits & Sonderregeln (U10/U11)

    Die E-Jugend umfasst U10 und U11 und spielt nach DFB-Rahmen 4 gegen 4 bis 7 gegen 7, meist 5 gegen 5 oder 7 gegen 7. Der Ratgeber erklärt Spielzeit, Ballgröße, Feldmaße, Einwurf, Rückpass und Spielleitung und zeigt, was dein Landesverband anders regelt.

    fbTobias Brenner · aktualisiert 24. Okt. 2026 · 16 Min.
    KI-generiertes Symbolbild

    Samstagmorgen, kurz vor dem Anpfiff: Ein Elternteil fragt nach Abseits, der gegnerische Trainer zählt die Auswechselspieler und beim Ball herrscht ebenfalls Unsicherheit. Größe 4 oder doch Größe 5? Solche Fragen tauchen in der E-Jugend häufig auf, weil sich die Vorgaben je nach Landesverband unterscheiden können.

    Hier stehen die wichtigsten E-Jugend-Regeln im Fußball auf einen Blick, danach folgen die Details. Für den konkreten Pflichtspielbetrieb bleibt allerdings immer die Ausschreibung deines zuständigen Verbands maßgeblich.

    FrageDFB-Rahmen (Anhang IV, verbindlich seit 2024/25)Was die Verbände unterschiedlich regeln
    Spielform4 gegen 4, 5 gegen 5, 6 gegen 6 oder 7 gegen 7welche Form angesetzt wird, z. B. Hessen 6 gegen 6, Mittelrhein 4 gegen 4, SWFV 7 gegen 7
    SpielzeitLiga: 4 × 15 Minuten oder optional 2 × 25 Minuten; Festival/Turnier: 6 × 10–12 MinutenSpielmodus und Turnierzeiten
    BallGröße 4, 350 geinzelne Verbände lassen leichtere Bälle zu
    ToreKleinfeldtore bis 5 × 2 m und/oder vier Minitore bis 2 × 1,2 mTorart je Spielform
    Abseitsim DFB-Rahmen nicht geregeltfast überall ohne, im Saarland keine Ausnahme von der Abseitsregel vorgesehen
    SeitenausEinwurf erst im 7 gegen 7, sonst Eindribbeln oder Einpassenviele Verbände verzichten auch im 7 gegen 7 auf den Einwurf
    SpielleitungFair-Play-Regeln ohne Schiedsrichter nur, wenn der Landesverband es beschließtsehr unterschiedlich, siehe unten

    E-Jugend kurz eingeordnet: Alter und Spielklasse

    Die E-Jugend entspricht der U10 und U11. Sie umfasst damit die beiden Jahrgänge nach der F-Jugend. Stichtag ist nach der DFB-Jugendordnung bundesweit der 1. Januar; in der Saison 2026/27 spielen die Jahrgänge 2016 (U11) und 2017 (U10) in der E-Jugend. Tabelle und Rechenregel findest du im Beitrag zum E-Jugend-Alter.

    Sportlich bildet diese Altersklasse eine Übergangsstufe. Viele Kinder kommen aus Spielformen mit kleinen Teams, kurzen Spielrunden und mehreren Minitoren. In der E-Jugend führt der Weg stärker in Richtung klassisches Kleinfeldspiel mit Torwart und größeren Mannschaften.

    Das heißt aber nicht, dass Kinder plötzlich wie kleine Erwachsene Fußball spielen sollen. Der Ballkontakt bleibt das Kernziel. Lange Wartezeiten, große Ersatzbänke und starre Positionen passen schlecht zu dieser Altersklasse. Für die G- und F-Jugend fasst der DFB das in den Satz „Alle Kinder spielen immer – kein Kind bleibt zu Hause!“ Auch in der E-Jugend sieht der DFB-Rahmen beim 7 gegen 7 Nebenspielfelder im 2 gegen 2 oder 3 gegen 3 vor, auf denen die Wechselspieler weiterspielen.

    Für die Trainingsplanung lohnt sich derselbe altersgerechte Ansatz. Hilfestellungen findest du im Ratgeber zum altersgerechten Training.

    Spielform und Mannschaftsgröße: 5 gegen 5 bis 7 gegen 7

    In der E-Jugend wird meist 5 gegen 5 oder 7 gegen 7 gespielt. Je nach Landesverband kommen auch 4 gegen 4 (etwa am Mittelrhein) oder 6 gegen 6 (etwa am Niederrhein und in Hessen) als Hauptform vor, bei den kleineren Nebenfeldern sogar 3 gegen 3. Welche Variante an einem konkreten Spieltag gilt, hängt von der Wettbewerbsform und den Vorgaben des zuständigen Landesverbands ab. Das 7 gegen 7 läuft in einigen Verbänden aus: In Hessen wird es 2026/27 letztmals im Ligabetrieb gespielt, in Niedersachsen ist eine 7-gegen-7-Meisterschaftsrunde nur noch auf Antrag des Kreises und letztmals 2026/27 möglich. Baden spielt in der E-Jugend kein 7 gegen 7, sondern 5 plus 1 oder 3 gegen 3.

    7 gegen 7 mit Torwart

    Beim verbreiteten 7 gegen 7 stehen pro Mannschaft auf dem Feld:

    • sechs Feldspieler*innen
    • ein Torwart
    • insgesamt also sieben Kinder

    Diese Variante findet auf einem Kleinfeld statt und ähnelt dem späteren Mannschaftsfußball bereits deutlicher. Die Räume bleiben aber kleiner als auf dem Großfeld. Dadurch sollen Kinder häufiger dribbeln, passen, schießen und Zweikämpfe führen.

    Ein Beispiel für Kaderregeln liefert der Südwestdeutsche Fußballverband (SWFV): Dort sind bis zu sechs Auswechselspieler*innen möglich, ausgewechselte Kinder dürfen erneut eingewechselt werden (Rückwechsel). Das ist keine automatische Vorgabe für andere Verbände; prüfe vor dem ersten Pflichtspiel die Wettbewerbsordnung vor Ort.

    5 gegen 5 als kleinere Alternative

    Das 5 gegen 5 schafft mehr Aktionen pro Kind. Es kann mit Minitoren oder Kleinfeldtoren organisiert werden, abhängig vom vorgesehenen Format. Weniger Mitspieler bedeuten meist mehr Dribblings, Abschlüsse und direkte Duelle.

    Seit Beginn der Saison 2024/25 gelten die neuen Kinderspielformen für G-, F- und E-Jugend verbindlich in ganz Deutschland. Grundlage ist ein Beschluss des DFB-Bundestags vom 11. März 2022. Das Ziel: mehr Ballaktionen für jedes Kind und weniger Zeit am Spielfeldrand.

    Wie die deutschen Verbände diese Vorgaben konkret umsetzen, zeigt der Vergleich der Kinderfußball-Spielformen in 21 Landesverbänden.

    Spielfeld, Tore und Ball

    Beim 7 gegen 7 nennt der DFB eine Spielfeldgröße von ungefähr 55 × 35 Metern, beim 4 gegen 4 und 5 gegen 5 etwa 40 × 25 Meter. Gespielt wird beim 7 gegen 7 mit zwei Kleinfeldtoren, die höchstens 5 Meter breit und 2 Meter hoch sind (alternativ höhenreduziert); der SWFV schreibt genau 5 × 2 m vor. Eine Schusszone gibt es im 7 gegen 7 nicht, Tore dürfen von überall erzielt werden. Im 4 gegen 4 und 5 gegen 5 gilt dagegen eine 6-m-Schusszone bei Minitoren bzw. Torerzielung erst ab der Mittellinie bei Kleinfeldtoren.

    Auf Vereinsanlagen liegen mehrere Jugendfelder oft nebeneinander oder werden mit mobilen Toren aufgebaut. Kontrolliere vor dem Spiel, ob Markierungen, Tore und Sicherheitsabstände zur angesetzten Spielform passen; Kleinfeldtore müssen gegen Umkippen gesichert sein.

    Welche Ballgröße nutzt die E-Jugend?

    Der DFB-Rahmen legt für die E-Jugend seit 2024/25 verbindlich Ballgröße 4 mit 350 Gramm fest. Einzelne Verbände weichen ab oder präzisieren: Hessen lässt Größe 4 mit 290 oder 350 g zu, Baden spielt mit einem Super-Light-Ball der Größe 4, Mecklenburg-Vorpommern auf verkleinerten Feldern mit einem Leichtspielball der Größe 4 oder 5 (290 g). Mehr zur Wahl des richtigen Balls steht im Ratgeber Ballgrößen nach Alter.

    Vor einem Turnier oder Pflichtspiel lohnt deshalb ein Blick in die Ausschreibung. Eine Auswahl passender Bälle für die E-Jugend zeigt unser Kaufratgeber.

    Strafraum und Strafstoßmarke

    Für das SWFV-Kleinfeld im 7 gegen 7 gelten folgende Maße:

    • Der Strafraum reicht 11 Meter von der Torauslinie und von den Torpfosten ins Spielfeld.
    • Die Strafstoßmarke liegt 8 Meter vor dem Tor.
    Abb. 1 · 7-gegen-7-Kleinfeld, maßstäblich: etwa 55 × 35 m (DFB-Orientierung), Strafraum 11 m tief und 11 m seitlich jedes Pfostens, Strafstoßmarke (Teller) 8 m vor dem 5 m breiten Tor — Strafraum, Marke und Torgröße nach SWFV-Vorgabe.

    Diese Werte helfen beim Platzaufbau. Sind keine dauerhaften Linien vorhanden, müssen die vorgesehenen Bereiche nach den örtlichen Vorgaben erkennbar markiert werden.

    Wie du das Kleinfeld Schritt für Schritt absteckst, welche Tore infrage kommen und wie du sie sicherst, zeigt der Ratgeber zum E-Jugend-Spielfeld mit Maßen und Toren.

    Spielzeit: Wie lange spielt die E-Jugend?

    Seit 2024/25 regelt nicht mehr § 8 der DFB-Jugendordnung die Spieldauer der E-Jugend, sondern verbindlich Anhang IV:

    WettbewerbsformSpieldauer nach DFB-Rahmen
    Ligaspielbetrieb4 × 15 Minuten mit Wechsel aus den Nebenspielfeldern oder optional 2 × 25 Minuten
    Festival oder Turnier6 × 10–12 Minuten mit Rotation nach 3 Minuten
    Turniere (Grenzen)je Spiel mindestens 10 Minuten, am Turniertag höchstens 100 Minuten Gesamtspielzeit

    Der SWFV etwa spielt im Ligabetrieb 2 × 25 Minuten. Welche Variante bei dir gilt, legt der Landesverband bzw. der Wettbewerb fest. Das gilt besonders für Festivals, Turniere oder Spieltage mit mehreren kurzen Begegnungen.

    Vor dem Termin solltest du deshalb drei Dokumente beziehungsweise Angaben prüfen:

    • die aktuelle Jugend- oder Durchführungsbestimmung des Verbands
    • die konkrete Wettbewerbs- oder Turnierausschreibung
    • die Angaben im offiziellen Spielplan

    Übernimm keine Regeln aus einem Nachbarverband ungeprüft. Für den schnellen Abgleich hilft der Landesverbandsvergleich zu den neuen Spielformen.

    Die wichtigsten Sonderregeln der E-Jugend

    Einige Regeln unterscheiden sich deutlich vom Erwachsenenfußball. Gerade Eltern am Spielfeldrand erwarten manchmal einen Pfiff, obwohl die Aktion nach den E-Jugend-Regeln erlaubt ist.

    In den meisten Landesverbänden kein Abseits

    In den meisten Landesverbänden wird in der E-Jugend ohne Abseits gespielt. Das ist beispielsweise in den seit dem 1. Juli 2024 geltenden SWFV-Durchführungsbestimmungen ausdrücklich festgelegt. Einheitlich ist das aber nicht: Ob in der E-Jugend Abseits gilt, regeln nicht DFB-Jugendordnung oder DFB-Leitfaden, sondern die Landesverbände. Im Saarland etwa sehen die Verbandsbestimmungen für die E-Jugend keine Ausnahme von der Abseitsregel vor. Wie es in deinem Verband geregelt ist, zeigt der Landesverbands-Vergleich.

    Merke für Österreich und die Schweiz: In Österreich gibt es in U9 und U10 kein Abseits, in der U11 (7er-Fußball) gilt dagegen bereits die offizielle Abseitsregel. In der Schweiz wird in der Kategorie E ohne Abseits gespielt.

    Warum? Kinder sollen Räume selbst entdecken, mutig nach vorne spielen und viele offensive Aktionen erleben. Eine Abseitslinie würde zusätzliche taktische Anforderungen schaffen und Spielfortsetzungen häufiger unterbrechen.

    Steht ein Kind nahe am gegnerischen Tor, folgt dort, wo ohne Abseits gespielt wird, deshalb kein Abseitspfiff. Trainer sollten daraus keine starre „Warteposition“ vor dem Tor machen. Sinnvoller ist es, Kinder zum Freilaufen, Entgegenkommen und Nutzen der gesamten Feldbreite anzuregen.

    Einwurf oder Eindribbeln?

    Im DFB-Rahmen kommt der Einwurf erst im 7 gegen 7 vor; im 4 gegen 4 und 5 gegen 5 wird eingedribbelt oder eingepasst. Wie die Verbände das 7 gegen 7 handhaben, unterscheidet sich (Stand 2026/27):

    Seitenaus in der E-JugendVerbände (Auswahl)
    Einwurf, zumindest im 7 gegen 7 bzw. in der LigaBerlin (7er-Liga), Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland (E7), Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Südwest, Thüringen, Westfalen, Württemberg
    kein Einwurf, sondern Eindribbeln, Einpassen oder EinkickBaden, Bayern (auch im 7 gegen 7), Hamburg, Mittelrhein, Niederrhein, Niedersachsen, Sachsen, Südbaden

    Mehrere Verbände erlauben, einen falschen Einwurf nach Erklärung zu wiederholen, etwa Berlin, Rheinland, Schleswig-Holstein und Westfalen. Wie der Einwurf korrekt geht, erklärt der Beitrag Einwurf richtig ausführen.

    Rückpassregel: gilt nicht überall

    In den meisten Verbänden gilt die Rückpassregel in der E-Jugend, sobald mit Torwart gespielt wird. Ausnahmen: In Bayern und Mecklenburg-Vorpommern gilt sie nicht, am Mittelrhein und in Schleswig-Holstein wird ein Verstoß nicht geahndet. In Sachsen-Anhalt und Württemberg sind die Verbandsunterlagen widersprüchlich. Spätestens in der D-Jugend gilt die Regel dann in allen Verbänden mit belegter Regelung.

    Schiedsrichter oder Fair-Play-Liga?

    Nach dem DFB-Rahmen wird die E-Jugend nur dann ohne Schiedsrichter nach Fair-Play-Regeln gespielt, wenn der Landesverband das beschließt. Das Ergebnis ist bunt:

    • Ohne Schiedsrichter, die Kinder entscheiden selbst: etwa Baden, Mittelrhein, Niederrhein, Sachsen und Westfalen; Niedersachsen empfiehlt es ausdrücklich.
    • Mit Schiedsrichter: etwa Bremen, Südwest (amtliche Schiedsrichter), Saarland und Württemberg; in den beiden letzten ohne Karten.
    • Je nach Spielform oder Jahrgang: etwa Berlin (7er-Liga mit, Kinderfußball ohne), Hessen (6 gegen 6 Fair-Play-Liga, auslaufendes 7 gegen 7 mit Schiedsrichter), Rheinland (E5 ohne, E7 mit) und Hamburg (U11 mit, U10 ohne).

    Wie Spielleitung durch die Kinder funktioniert, beschreibt der Beitrag Kinderfußball ohne Schiedsrichter.

    Tabellen und Meisterschaft

    Anders als in G- und F-Jugend erlaubt der DFB-Rahmen in der E-Jugend Ligaspielbetrieb. Meisterschaften mit Tabellen gibt es etwa in Südwest, Württemberg (7 gegen 7), Bremen (Liga 7 gegen 7) und im Saarland. Ohne Ergebnisse und Tabellen spielen etwa Hamburg, Mittelrhein und Sachsen; Hessen verzichtet im 6 gegen 6 darauf.

    Abstoß auf Höhe der Strafstoßmarke

    Im SWFV wird der Abstoß auf Höhe der Strafstoßmarke ausgeführt; eine Einschränkung, dass der Ball nicht über die Mittellinie gespielt werden darf, gibt es dort nicht. In anderen Verbänden, etwa Berlin, Hamburg, Niedersachsen und Westfalen, darf der Abstoß dagegen nicht über die Mittellinie gehen. Für das 7-gegen-7-Kleinfeld liegt diese Marke 8 Meter vor dem Tor.

    Im Training lässt sich das in kleinen Spielformen üben: Torwart oder Feldspieler eröffnet, zwei Mitspieler bieten sich seitlich an.

    Abstand bei Frei- und Eckstößen

    Bei Frei- und Eckstößen müssen gegnerische Spieler*innen im SWFV-Beispiel einen Abstand von 6 Metern einhalten. Der Schiedsrichter beziehungsweise die Spielleitung sorgt dafür, dass die Spielfortsetzung ohne unmittelbare Behinderung möglich ist.

    Ein kurzes „Sechs Meter zurück!“ funktioniert in der Spielsituation besser als eine lange Regelerklärung.

    Indirekter Freistoß im Strafraum

    Kommt es im Strafraum zu einem Vergehen, das mit einem indirekten Freistoß geahndet wird, greift beim SWFV eine besondere Regel. Liegt der Ort des Vergehens näher als 8 Meter vor dem Tor, wird der Freistoß auf Höhe der Strafstoßmarke ausgeführt.

    Indirekt bedeutet: Der Ball muss nach der Ausführung noch von einem weiteren Kind berührt werden, bevor ein Tor zählen kann. Das unterscheidet diese Spielfortsetzung vom direkten Freistoß.

    Was ändert sich ab der D-Jugend?

    Mit dem Wechsel in die D-Jugend steigen die taktischen und räumlichen Anforderungen. In vielen Landesverbänden kommt Abseits hinzu, das Spielfeld wird größer und die verbreitete Spielform bewegt sich in Richtung 9 gegen 9. Auch hier gibt es Ausnahmen: In Hamburg, Berlin, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern etwa spielt auch die D-Jugend ohne Abseits.

    Für Kinder verändert sich dadurch vor allem die Orientierung:

    • Wo Abseits gilt, müssen Angreifer ihre Position zur Abseitslinie beachten.
    • Verteidiger stimmen ihre Höhe stärker miteinander ab.
    • Pässe über größere Distanzen werden häufiger.
    • Die Raumaufteilung gewinnt gegenüber dem freien Kleinfeldspiel an Gewicht.

    Du musst diese Inhalte in der E-Jugend nicht vollständig vorwegnehmen. Eine breite Ausbildung mit Dribbling, Passspiel, Wahrnehmung und vielen Entscheidungen bereitet Kinder besser auf den Wechsel vor als starre Laufwege. Auch einfache Aufgaben zur Spielverlagerung auf die andere Seite können älteren E-Jugendlichen helfen, freie Räume zu erkennen, ohne den D-Jugend-Fußball künstlich vorzuverlegen.

    Wie Spielform, Spielzeit, Ball und Abseits in der U12 und U13 im Einzelnen geregelt sind, fasst der Überblick zu den D-Jugend-Regeln zusammen.

    Fazit: Vor jedem Wettbewerb die lokalen Regeln prüfen

    Die wichtigsten Eckpunkte sind schnell erfasst: Die E-Jugend umfasst U10 und U11, gespielt wird nach DFB-Rahmen im 4 gegen 4 bis 7 gegen 7, am häufigsten im 5 gegen 5 oder 7 gegen 7, beim 7 gegen 7 auf ungefähr 55 × 35 Metern. Verbindlich sind Ballgröße 4 (350 g) und die Spielzeiten aus Anhang IV: 4 × 15 oder 2 × 25 Minuten in der Liga, 6 × 10–12 Minuten bei Festivals. Abseits gibt es in der E-Jugend in den meisten Landesverbänden nicht, beim Einwurf, bei der Rückpassregel und bei der Spielleitung gehen die Verbände dagegen deutlich auseinander.

    Nutze diesen Überblick als Orientierung und prüfe anschließend die aktuellen Vorgaben deines Landesverbands, in Österreich und der Schweiz die des ÖFB bzw. SFV. Lege vor Saisonbeginn Spielerzahl, Wechselregel, Spielzeit, Ball und Spielfeldaufbau mit dem Trainerteam fest. So entstehen am Spieltag keine unnötigen Diskussionen – und die Kinder können das tun, worum es geht: spielen.

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    Häufig gestellte Fragen

    Der DFB-Rahmen erlaubt in der E-Jugend 4 gegen 4, 5 gegen 5, 6 gegen 6 oder 7 gegen 7; am häufigsten sind 5 gegen 5 und 7 gegen 7. Beim 7 gegen 7 stehen sechs Feldspieler*innen und ein Torwart pro Mannschaft auf dem Feld. Welche Form angesetzt wird und wie viele Auswechselspieler erlaubt sind, legt der Landesverband fest; im SWFV etwa sind bis zu sechs Auswechselspieler*innen mit Rückwechsel erlaubt.

    Nach Anhang IV der DFB-Jugendordnung dauert ein E-Jugend-Spiel im Ligaspielbetrieb 4 × 15 Minuten oder optional 2 × 25 Minuten, bei Festivals und Turnieren 6 × 10–12 Minuten mit Rotation nach 3 Minuten. Welche Variante gilt, legt dein Landesverband bzw. die Ausschreibung fest; der SWFV spielt zum Beispiel 2 × 25 Minuten.

    In den meisten Landesverbänden nicht: Dort wird in der E-Jugend ohne Abseits gespielt, Kinder können sich also auch nahe am gegnerischen Tor aufhalten, ohne dass allein wegen ihrer Position abgepfiffen wird. Einheitlich ist das aber nicht, denn über das Abseits in der E-Jugend entscheidet jeder Landesverband selbst; im Saarland etwa sehen die Verbandsbestimmungen keine Ausnahme von der Abseitsregel vor. Das Spiel ohne Abseits soll offensive Aktionen fördern und die taktische Komplexität für U10- und U11-Kinder begrenzen.

    Der DFB-Rahmen schreibt für die E-Jugend seit 2024/25 verbindlich Ballgröße 4 mit 350 g vor. Einzelne Verbände lassen leichtere Bälle zu, Hessen etwa Größe 4 mit 290 oder 350 g. Vor Pflichtspielen und Turnieren lohnt deshalb ein Blick in die Ausschreibung.

    Das legt jeder Landesverband selbst fest. In den meisten Verbänden wird bis einschließlich E-Jugend ohne Abseits gespielt, mit der D-Jugend (U12/U13) kommt die Abseitsregel hinzu, etwa im SWFV sowie in Württemberg, Hessen und Westfalen. Teilweise hängt es von der Spielform ab: In Bayern etwa gilt Abseits in der D-Jugend im 9 gegen 9, im Zwillingsspielbetrieb 7 gegen 7 dagegen nicht. In Hamburg, Berlin, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern etwa spielt auch die D-Jugend ohne Abseits. Im Saarland sehen die Verbandsbestimmungen für die E- und D-Jugend keine Ausnahme von der Abseitsregel vor; die Spielformen legen dort allerdings die Kreise fest. Verbindlich ist die aktuelle Durchführungsbestimmung deines Verbands.

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