Bambini-Spielfeld (G-Jugend): Größe, Minitore, Schusszone und Aufbau nach den DFB-Spielformen
Das Bambini-Spielfeld misst nach DFB-Richtwert ca. 16 × 20 m beim 2 gegen 2 und ca. 25 × 20 m beim 3 gegen 3. Der Artikel erklärt Minitore, Mittellinie und Schusszonen und führt Dich durch den Feldaufbau – mit dem Hinweis auf die verbindlichen örtlichen Bestimmungen.

Samstagmorgen auf dem Vereinsplatz: Die Minitore stehen bereit, doch beim Abmessen kommt die Frage auf: Wie groß muss das Bambini-Spielfeld eigentlich sein? Und brauchen die Kinder eine Mittellinie oder eine Schusszone? Die Antwort hängt davon ab, ob Du ein Feld für das 2 gegen 2 oder das 3 gegen 3 aufbaust.
Für die Bambini, also die G-Jugend mit U6 und U7, nennt die DFB-Jugendordnung unterschiedliche Richtwerte. Hier findest Du die Maße, die Vorgaben zu den Minitoren und eine praktische Aufbauanleitung. Dabei gilt: Der DFB gibt den Rahmen vor; für Deinen Spieltag musst Du die Bestimmungen Deines Kreises beziehungsweise Landesverbandes prüfen.
Bambini-Spielfeld auf einen Blick
Nach Anhang IV der DFB-Jugendordnung spielt die G-Jugend im 2 gegen 2 oder 3 gegen 3. Beide Spielformen kommen ohne Torwart aus. Im üblichen Aufbau spielen die Kinder auf vier Minitore: Jede Mannschaft verteidigt zwei Tore und greift auf die beiden gegenüberliegenden Tore an.
Tabelle: 2 gegen 2 und 3 gegen 3 im Vergleich
| Merkmal | 2 gegen 2 | 3 gegen 3 |
|---|---|---|
| Feldgröße laut DFB-Jugendordnung, Anhang IV | ca. 16 × 20 m | ca. 25 × 20 m |
| Tore im üblichen Aufbau | 4 Minitore, jede Mannschaft verteidigt 2 | 4 Minitore, jede Mannschaft verteidigt 2 |
| Maximale Torgröße | 2,0 × 1,2 m | 2,0 × 1,2 m |
| Bereich für gültige Torabschlüsse | ab der Mittellinie in der gegnerischen Hälfte | innerhalb der gegnerischen 6-m-Schusszone |
| Torwart nach DFB-Spielform | keiner | keiner |
| Einwechselspieler laut DFB-FAQ | maximal 2 je Team | maximal 2 je Team |
Die Größen des Bambini-Spielfeldes sind ca.-Angaben, keine überall identisch anzuwendenden Platzmaße. Je nach Verband reicht die Feldgröße bis ca. 28 × 22 m. Entscheidend bleibt, welche Maße die zuständigen Bestimmungen für die angesetzte Spielform nennen.
Bei den Toren gibt es eine Ergänzung: Anhang IV erlaubt optional auch zwei Minitore. Der hier beschriebene Standardaufbau aus DFB-Leitfaden und FAQ nutzt jedoch vier Minitore. Übertrage die Aussage „jede Mannschaft verteidigt zwei Tore“ deshalb nicht auf die Zwei-Tore-Option.
Richtwerte – im Kreis nachfragen
Plane für das 2 gegen 2 zunächst mit ca. 16 × 20 m und für das 3 gegen 3 mit ca. 25 × 20 m. Kläre vor dem Spieltag mit Deinem Kreis oder Landesverband, welche Feldmaße, Toroptionen und organisatorischen Vorgaben vor Ort gelten. Der DFB-Rahmen und die örtliche Durchführung sind nicht dasselbe.
Mittellinie oder Schusszone: der entscheidende Unterschied
Im 2 gegen 2 zählen Tore erst ab der Mittellinie. Für die Erklärung an die Kinder reicht eine klare Formulierung: „Dribble oder passe den Ball erst in die andere Hälfte. Von dort darfst Du ein Tor erzielen.“
Im 3 gegen 3 zählen Tore nur aus einer 6-m-Schusszone. Das ist der Bereich vor den gegnerischen Toren, dessen Grenze sechs Meter von der Grundlinie entfernt liegt. Eine Grundlinie ist die äußere Feldbegrenzung auf der Torseite. Markiere an beiden Spielfeldenden eine solche Zone.
Ein Beispiel: Ein Kind schießt beim 3 gegen 3 aus der Feldmitte in ein Minitor. Der Ball landet zwar im Netz, der Treffer zählt aber nicht, weil der Abschluss außerhalb der Schusszone erfolgte. Zeige diese Situation vor dem Start kurz am aufgebauten Feld. Das macht die Regel anschaulich.
Warum so klein? Die Idee hinter den DFB-Spielformen
Was bringt ein großes Feld, wenn einzelne Kinder kaum an den Ball kommen? Die DFB-Spielformen setzen auf kleine Teams und kleine Spielfelder. Die Idee dahinter: viele Ballkontakte und eine aktive Beteiligung aller Kinder.
Beim 2 gegen 2 stehen nur wenige Kinder auf dem Feld. Beim 3 gegen 3 bleibt die Gruppe ebenfalls überschaubar. Die Spielformen sollen jedem Kind Gelegenheiten geben, selbst zu dribbeln, zu passen und auf ein Tor abzuschließen. Das ist das Ziel des Formats, keine Garantie für eine bestimmte Anzahl an Ballkontakten.
Der Aufbau mit vier Minitoren und Schusszonen begegnet Dir auch im Zusammenhang mit Funino. Für Deinen Bambini-Spieltag bleibt jedoch die konkret angesetzte DFB-Spielform samt örtlichen Bestimmungen maßgeblich.
Diese Seite konzentriert sich bewusst auf die G-Jugend. Eine allgemeine Übersicht der Spielfeldgrößen nach Altersklasse beantwortet andere Fragen: Hier geht es darum, dass Du das Bambini-Feld passend aufbauen und den Kindern verständlich erklären kannst.
Feld aufbauen: Schritt für Schritt
Beginne nicht mit den Hütchen, sondern mit der Spielform. Erst 2 gegen 2 oder 3 gegen 3 festlegen, dann das Feld abmessen. So vermeidest Du, dass Feldgröße und Abschlussregel nicht zusammenpassen.
1. Material und örtliche Vorgaben prüfen
Für den beschriebenen Aufbau brauchst Du:
- vier Minitore mit maximal 2,0 × 1,2 m,
- Hütchen oder flache Markierungen für die Feldbegrenzung,
- möglichst unterscheidbare Markierungen für Mittellinie beziehungsweise Schusszonen,
- ein geeignetes Messmittel, etwa ein Maßband.
Prüfe außerdem, ob die Ausschreibung des Spieltags besondere Vorgaben enthält. Sichere die Tore entsprechend den Herstellerangaben und kontrolliere den Untergrund auf erkennbare Gefahrenstellen.
2. Außenmaße abmessen und Feld markieren
Miss das vereinbarte Rechteck ab: als DFB-Richtwert ca. 16 × 20 m für das 2 gegen 2 oder ca. 25 × 20 m für das 3 gegen 3. Markiere die Ecken und den Verlauf der Feldgrenzen so, dass die Kinder das Spielfeld erkennen können.
Häufiger Aufbaufehler: Das Feld entsteht nach Augenmaß und orientiert sich zufällig an vorhandenen Linien. Gerade auf einem Großfeld gehören diese Linien oft zu einer anderen Spielfeldaufteilung. Miss deshalb die vorgesehenen Maße tatsächlich ab.
3. Vier Minitore an den Grundlinien aufstellen
Stelle an jede der beiden gegenüberliegenden Grundlinien zwei Minitore. Damit entstehen zwei Torpaare. Jede Mannschaft verteidigt das Torpaar auf ihrer Seite.
Für den Abstand der Minitore zueinander nennt dieser Leitfaden bewusst keinen zusätzlichen Zahlenwert. Richte Dich nach den örtlichen Aufbauvorgaben. Achte darauf, dass die Zuordnung der Tore und die Spielrichtung eindeutig bleiben.
Ganz praktisch: Lass die Kinder vor dem Start auf ihre beiden eigenen Tore zeigen. Danach zeigen alle auf die Tore, in die ihre Mannschaft treffen darf.
4. Mittellinie oder 6-m-Schusszonen kenntlich machen
Beim 2 gegen 2 kennzeichnest Du die Mittellinie. Sie trennt die beiden Hälften und macht sichtbar, ab wo ein Torabschluss zählen kann.
Beim 3 gegen 3 misst Du von jeder Grundlinie sechs Meter ins Feld hinein und markierst dort die Grenze der jeweiligen Schusszone. Verwende dafür möglichst eine andere Markierungsfarbe als für die Außenbegrenzung. So kannst Du die Abschlussregel direkt an der Markierung erklären.
Die Schusszone ist keine Torwartzone. In den hier beschriebenen G-Jugend-Spielformen gibt es keinen Torwart.
5. Den Aufbau aus Kindersicht kontrollieren
Kurz prüfen. Sind die Grenzen erkennbar? Wissen die Kinder, welche Tore sie verteidigen? Können alle zeigen, von wo ein Treffer zählt?
Lass ein Kind beispielhaft mit dem Ball in den erlaubten Abschlussbereich dribbeln. Eine kurze Demonstration funktioniert für die Erklärung besser als eine lange Regelansprache neben dem Feld.
6. Mehrere Felder für ein Festival anordnen
Für einen Festival-Aufbau, also einen Spieltag mit mehreren kleinen Spielfeldern, kannst Du die Felder nebeneinander auf einem vorhandenen Groß- oder Kleinfeld anlegen. Wie viele Felder passen, hängt von der nutzbaren Fläche, den festgelegten Maßen und der örtlichen Organisation ab. Eine pauschale Felderzahl wäre deshalb wenig hilfreich.
Plane auch die Bereiche zwischen den Feldern mit. Dort sollen wartende Kinder, Trainer und Eltern nicht versehentlich im Nachbarspiel stehen. Halte Zugänge frei und stimme die Anordnung mit der Spieltagsorganisation ab.
Wie es danach weitergeht: F-Jugend im Vergleich
Mit der F-Jugend, also U8 und U9, erweitert sich die Auswahl der Spielformen. Der DFB-Rahmen sieht hier 3 gegen 3, 4 gegen 4 oder 5 gegen 5 vor. Welche Variante Dein Team spielt, regelt der zuständige Landesverband.
Auch die Tore können sich unterscheiden: Vorgesehen sind vier Minitore oder zwei Kleinfeldtore, die möglichst auf 1,65 m Höhe reduziert sind. Vergrößere das Bambini-Feld deshalb nicht einfach nach Gefühl, sobald die Kinder in die F-Jugend wechseln. Prüfe zuerst die neue Spielform.
Für den späteren Übergang zur U10 und U11 findest Du die passende Schwesterseite zum E-Jugend-Spielfeld mit Maßen, Toren und Feldaufbau. In der Altersklassen-Serie helfen Dir anschließend die D-Jugend-Regeln für U12 und U13 und die Einordnung zum Alter der C-Jugend mit U14 und U15. Für den aktuellen Bambini-Aufbau brauchst Du diese späteren Formate noch nicht zu übernehmen.
Österreich und Schweiz
Österreich: U6 sowie U7 und U8 unterscheiden
Nach den ÖFB-Vorschriften, gültig ab 1. Juli 2026, spielt die U6 im 2 gegen 2 auf vier Minitore, wahlweise auf zwei Minitore. Für U7 und U8 gilt das 3 gegen 3 ohne Torhüter auf vier Minitore.
Die deutschen Feldmaße solltest Du nicht automatisch als österreichische Vorgabe behandeln. Prüfe für Deinen Verein die geltenden ÖFB- und regionalen Durchführungsbestimmungen.
Schweiz: G-Kategorie ohne Torspieler
Die SFV-Ausführungsbestimmungen für 2026/27 sehen in der G-Kategorie keinen Torspieler vor. „Torspieler“ bezeichnet hier den Torwart.
Auch in der Schweiz gilt: Aus einer Gemeinsamkeit beim Torwart folgt nicht, dass sämtliche deutschen Maße und Zonenregeln identisch gelten. Orientiere Deinen Aufbau an den zuständigen Schweizer Bestimmungen.
Fazit: Erst die Spielform klären, dann aufbauen
Für das Bambini-Spielfeld nach DFB-Rahmen kannst Du Dir zwei Richtwerte merken: ca. 16 × 20 m beim 2 gegen 2 und ca. 25 × 20 m beim 3 gegen 3. Der übliche Aufbau nutzt vier Minitore und keinen Torwart. Beim 2 gegen 2 entscheidet die Mittellinie über den erlaubten Abschlussbereich, beim 3 gegen 3 die 6-m-Schusszone.
Kläre vor dem Spieltag die örtlichen Vorgaben, miss das Feld ab und erkläre die Markierungen direkt am Ball. So wissen Kinder, Eltern und Trainer, wo gespielt wird und wann ein Tor zählt.
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