Torwarttraining

    Torwart Abschläge & Abwürfe: 7 Übungen (U10–U15)

    Mit diesen 7 Übungen trainierst du Abschläge, Abwürfe und die Spieleröffnung deines Torwarts in U10 bis U15. Technik, Entscheidung und Präzision stehen im Mittelpunkt – einfach umzusetzen im Vereinstraining.

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    31. Dez. 2025
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    Aktualisiert: 24. Aug. 2026
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    4 Min. Lesezeit
    Grundaufbau: Torwart mit Ball vor dem Tor, davor gestaffelte Ziele – zwei Hütchentore kurz, ein Korridor lang, Anspielstationen frei.

    Kinder-Torhüter in U10 bis U15 prägen sich Bewegungsabläufe schnell ein – aber nur, wenn Technik sauber und in spielnahen Situationen trainiert wird. Genau hier setzt dieses Torwart Abwurf Training an: Abschläge (Dropkick/Abstoß) und Abwürfe werden so geübt, dass daraus echte Spieleröffnung entsteht. Willst du, dass dein Keeper nicht „einfach nur weit“ schlägt, sondern gezielt Mitspieler findet?

    Übungsname & Ziel

    Übungsname: Torwart Abschläge & Abwürfe: 7 Übungen (U10–U15)

    Ziel:

    • Torwart Abschlag üben (Abstoß/Dropkick) mit stabiler Körperhaltung und sauberem Treffpunkt
    • Torwart Abwurf Training (Überarm/Seitarm) für flache, präzise Spieleröffnung
    • Entscheidungsfindung: kurz eröffnen vs. lang spielen
    • Kommunikation und Timing mit Anspielstationen

    Tipp: Eine gute Spieleröffnung beginnt oft mit der Torwart-Fußarbeit. Passend dazu: Fußarbeit für junge Torhüter

    Materialien, Spieleranzahl, Dauer

    Benötigte Materialien (wirklich nötig):

    • 1 Ball
    • 6–10 Hütchen (für Zonen/Tore)
    • 2 kleine Minitore oder 2 Hütchentore

    Spieleranzahl: min. 2, ideal 6–12 (1 Torwart + Feldspieler als Ziele/Anspieler)

    Dauer: 20–25 Minuten (als Technikblock im Hauptteil)

    Feldgröße: ca. 25x35 m (anpassbar)

    Aufbau

    • Markiere vor dem Torwart drei Zielzonen:
      • Zone A (kurz): 8–12 m, 2 Hütchentore links/rechts
      • Zone B (mittel): 15–20 m, 2 Hütchentore links/rechts
      • Zone C (lang): 25–35 m, 1 breites Ziel (Korridor) oder 2 Minitore
    • 2–5 Feldspieler verteilen sich als Anspielstationen in den Zonen.

    Schritt-für-Schritt Anleitung (7 Übungen)

    1) Abwurf-Standbild → Zieltor (Präzision)

    1. Torwart startet mit Ball in der Hand, seitlich zum Ziel.
    2. Ausholbewegung kurz, Ellbogen führt, Handgelenk schnippt.
    3. Ziel: Ball flach durch ein Hütchentor in Zone A.
    4. Nach jedem Wurf: kurzer Reset (Stand stabil, Blick hoch).

    2) Abwurf nach 2 Kontakten (Wahrnehmung)

    1. Trainer/Spieler rollt Ball zum Torwart.
    2. Torwart nimmt auf, macht 2 schnelle Schritte seitlich.
    3. Danach Abwurf in Zone A/B (Trainer ruft „links/rechts“).

    3) Abwurf unter Zeitdruck (Countdown)

    1. Ball kommt zum Torwart.
    2. Innerhalb von 3 Sekunden muss eröffnet werden.
    3. Treffer zählt nur, wenn das Zieltor/Zielspieler erreicht wird.

    4) Abstoß/Pass als „kurze Spieleröffnung“

    1. Ball liegt am Boden (wie Abstoß).
    2. Torwart spielt flach in Zone A durch ein Hütchentor.
    3. Fokus: Standbein neben den Ball, Fußspitze leicht nach unten, Körper über dem Ball.

    5) Dropkick (Abschlag) in Korridor

    1. Torwart hält den Ball in Brusthöhe.
    2. Ball fallen lassen, Treffpunkt: Spann bei leicht gebeugtem Knie.
    3. Ziel: Ball in Zone C in einen markierten Korridor (z. B. 5 m breit).

    6) Entscheidungsspiel: kurz oder lang?

    1. Zwei Anspielstationen stehen kurz (Zone A), zwei stehen lang (Zone C).
    2. Ein „Gegner“ (passiver Störer) stellt eine kurze Option zu.
    3. Torwart entscheidet: Abwurf/Pass kurz oder Abschlag lang.
    4. Punkt, wenn die Entscheidung nachvollziehbar ist (nicht nur Treffer).

    7) Spieleröffnung mit Anschlussaktion (spielnah)

    1. Torwart eröffnet (Abwurf/Abschlag) in eine Zone.
    2. Empfänger nimmt an und dribbelt durch ein Minitor/Hütchentor.
    3. Danach neuer Ball zum Torwart.

    Variationen für U10–U15

    • U10/U11 (Einsteiger):
      • Kürzere Distanzen (Zone C maximal 20–25 m)
      • Mehr Zielbreite (breitere Hütchentore)
      • Fokus auf Trefferquote statt maximale Weite
    • U12/U13:
      • Zonen enger machen, Zeitlimit auf 2–3 Sekunden
      • Gegner als „Schatten“ (passiv) für realistische Entscheidung
      • Schwerpunkt: Spieleröffnung Torwart U12 – flach eröffnen, wenn möglich
    • U14/U15:
      • Aktiver Gegner, der Passwege wirklich zustellt
      • Zusatzregel: Empfänger muss mit erstem Kontakt „offen“ stehen
      • Dropkick-Ziel: diagonaler Ball in den Lauf (Timing)

    Coaching-Tipps (Technik & Korrekturen)

    • Blick vor Aktion: Torwart soll vor dem Abwurf/Abschlag kurz „scannen“. Wohin ist der freie Raum?
    • Abwurf: Ellbogen führt, Ball nicht „schieben“. Ziel ist eine gerade Flugbahn oder flacher Bounce.
    • Dropkick: Ball nicht zu tief fallen lassen; Treffpunkt unterhalb der Ballmitte für Höhe, mittig für flacher.
    • Standbein & Hüfte: Hüfte zum Ziel öffnen – sonst zieht der Ball seitlich weg.
    • Kommunikation: Feldspieler aktiv coachen lassen („Dreh auf!“, „Zeit!“). Das reduziert Stress und verbessert die Entscheidung.

    Praxis-Hinweis: Viele Fehlpässe entstehen, weil Kinder Regeln/Spielraum falsch einschätzen (z. B. Positionierung). Hilfreich ist ein kurzer Regel-Refresh wie in Abseits einfach erklärt für Kinder.

    Häufige Fehlerbilder

    • Nur Weite statt Ziel: Korridore/Zieltore lösen das Problem sofort.
    • Zu hektisch: Countdown ja, aber erst nach sauberer Grundtechnik.
    • Falscher Treffpunkt beim Abschlag: Ballkontakt filmen oder mit klaren Schlüsselwörtern coachen („Fallen – Treffen – Nachschwingen“).

    Wenn du die Übung als Spielform erweitern willst, eignen sich kleine Tore und viele Ballaktionen – ähnlich wie bei Funino in der Halle: Regeln & Spielformen (U7–U11), nur mit Fokus auf Torwart-Eröffnung.

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    Mehr Übungen für die E-Jugend (U10/U11)

    Häufig gestellte Fragen

    Ab U10/U11 kann der Dropkick spielerisch eingeführt werden, aber mit kurzen Distanzen und klaren Zielkorridoren. In U12–U15 wird er zunehmend wichtig für die Spieleröffnung, weil Kinder mehr Kraft entwickeln und Technik stabiler abrufen können. Entscheidend ist nicht die Weite, sondern ein sauberer Treffpunkt und kontrollierte Flugbahn.

    Für eine kontrollierte Spieleröffnung ist der Abwurf oder ein flacher Abstoß oft besser, weil er präziser ist und Ballbesitz sichert. Der Abschlag (Dropkick) ist sinnvoll, wenn kurze Optionen zugestellt sind oder du gezielt Raum hinter die erste Pressinglinie anspielen willst. Trainiere beides – und vor allem die Entscheidung, wann welche Lösung passt.

    Nutze klare Ziele (Hütchentore, Korridore) und kurze Serien mit Feedback: 6–10 Wiederholungen, dann kurz korrigieren (Stand, Ellbogenführung, Handgelenk). Starte in Zone A (8–12 m) und erhöhe erst die Distanz, wenn 7 von 10 Bällen das Ziel erreichen. Zeitdruck erst hinzufügen, wenn die Grundtechnik stabil ist.